vonSigrid Deitelhoff 11.02.2019

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

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Es gibt ein neues Sanierungsprogramm für die Berliner Bäder. 60 Millionen Euro sollen in den kommenden drei Jahren zügig für Modernisierungen und Sanierungen investiert werden. Und was hat das mit unserem Freibad zu tun, fragt ihr Euch. Sehr viel sogar! Drei große Projekte starten im Sommer und Herbst. Im Juni starten Bauarbeiten im Paracelsus-Bad und im Stadtbad Tiergarten. Letzteres erhält ein Aussenbecken. Im Herbst wird dann das Wellenbad am Spreewaldplatz komplett saniert. Darüber hinaus wird auch noch in anderen Bädern gebaut, wie z.B. in der Schwimmhalle in Marzahn, in den Stadtbädern Schöneberg, Wilmersdorf, Lankwitz. Auch die  SSE (Schwimm- und Sprunghalle im Europapark) und die Schwimmhalle Buch werden saniert.

Viele Bäder werden also nicht beschwimmbar sein. Es fehlen Wasserflächen – nicht zuletzt für  den Schwimmunterricht der Berliner Schulen und Vereine. Ausweichmöglichkeiten bieten in den Sommermonaten die Berliner Freibäder. Das Prinzenbad soll zwei Wochen früher als üblich in die Sommersaison starten – also Mitte April. Ausserdem ist ein kleines Interims-Hallenbad geplant, das im gesamten Jahr genutzt werden kann. Das Hallenbad soll ab dem Spätsommer auf einer der Liegewiesen im Prinzenbad errichtet werden. Eine Tragluftkonstruktion über einem der vorhandenen Becken – wie es im Kombibad Seestraße geplant ist – wäre zwar auch möglich, jedoch wollen die Bäderbetriebe die vielen Stammgäste des Prinzenbades nicht verärgern. Für eine Traglufthalle müßte die Saisonlänge wegen der Auf- und Abbauarbeiten stark eingeschränkt werden und darüber hinaus auch etliche Bäume stark zurück geschnitten oder gefällt werden. Die temporäre Schwimmhalle kann relativ schnell  als „Fertigpool in Modulbauweise“ errichtet werden. Sie wird kein Luxus-Becken aufweisen, hat aber alle wesentlichen Funktionen, die ein Hallenbad so haben muss – inklusive der Umkleidebereiche.

In der Morgenpost las ich übrigens, dass diese temporäre Leichtbauhalle für die kommenden 10 Jahre stehen soll. Das finde ich persönlich sehr begrüßenswert. Ein Hallenbad auf der Prinzenbad-Wiese, das ganzjährig geöffnet hat, war immer meine Lieblingsvorstellung. Jetzt frage ich mich natürlich, ob es nur von Schulen und Vereinen oder zu bestimmen Zeiten auch von den PrinzenbadlerInnen ganzjährig genutzt werden kann? Wie würde sich der Eintrittpreis für das temporäre Hallenbad gestalten? Fragen über Fragen…

Aber meines Erachtens stellt das Prinzen-Hallenbad einen guten Schritt in die richtige Richtung dar!

Foto oben (Prinzenbad-Liegewiese): ©Sigrid Deitelhoff

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