vonSigrid Deitelhoff 22.09.2018

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

Mehr über diesen Blog

Und schon wieder ist eine Sommersaison vorbei. Der Herbst steht vor der Prinzenbad-Tür und weist uns den Weg in die Hallenbäder und Fitness-Studios. Pünktlich zur Abschiedsparty gestern Abend zeigte er uns schon mal, was er so ’drauf hat. Der Himmel wurde „von jetzt auf gleich“ dunkel und die letzten Badegäste schwammen mit riesigen – vom aufkommenden Sturm in die Becken gewehten – Laubmengen um die Wette. Zusammengekauert saßen wir unter den Regenschirmen, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Na, ja – melancholisch sind wir zum Saison-Abschied natürlich immer…

Aber wir können uns nicht beklagen. Was war das für eine Sommersaison?! Ein Jahrhundert-Sommer mit Hitze, Dürre und einer Wespenplage. Sogar die Prinzenbad-Saison wurde aufgrund des nicht enden wollenden Sommers um ein paar Tage verlängert. Ich muss gestehen, dass ich trotzdem ein bißchen neidisch auf die SommerbadlerInnen in Schleswig-Holstein bin. Dort bleiben einige Freibäder – so zum Beispiel das Sommerbad Katzheide in Kiel – bis Ende September geöffnet.

Die Berliner Bäderbetriebe verkauften in dieser Saison mehr Eintrittkarten als in den letzten  Jahren. Allein das Prinzenbad besuchten 328.000 Badegäste. Im Vergleich hierzu: Im Jahr 2017 waren es „nur“ 189.000 Gäste.

Nicht nur die Zahlen dieser Saison, sondern auch die vom letzten Jahr sind im Vergleich zu den anderen Freibädern Spitze! Da es in der Saison 2017 recht kühl war, kann es nicht allein am Wetter gelegen haben. Vermutlich spielten folgende Faktoren eine wichtige Rolle: Die Sommermehrfachkarten verkauften sich im Prinzenbad aussergewöhnlich gut. Darüber hinaus besuchen inzwischen sehr viel mehr SportschwimmerInnen unser Freibad. Die Trainingsbedingungen sind aber auch deutlich besser geworden, denn der Sprungbereich wurde ins vordere Mehrzweckbecken verlegt. Auch die Wettkampfleinen im hinteren Sportbecken wurden positiv angenommen.

Daggi und Matze, unsere Cafeteria-Crew, hatten in diesem Sommer jeden Tag richtig gut zu tun. Schon mal an dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön – nicht nur für das leckere Abschiedsessen, sondern auch für Euren unermüdlichen Einsatz während dieser Saison. In diesem Jahr hattet ihr Euer 10jähriges Café-Jubliläum. Wir hoffen doch sehr, dass ihr die Cafeteria noch viele Jahre weiter betreibt!

Auch in diesem Sommer war wieder eine Menge los im Prinzenbad: Das Edelstahlbecken wurde rechtzeitig in Betrieb genommen und es schwimmt sich – entgegen allen kritischen Stimmen im Vorfeld – vorzüglich in diesem Becken. Irgendwann wurde im Sportbecken sogar auf 4 Wettkampfleinen aufgerüstet.

Wie schon im letzten Jahr gab es auch in dieser Saison den Queer Summer Splash, diesmal sogar mit einem internationalen Wasserballtunier.

Am Ende der Saison ein herzliches Dankeschön an alle, die den Prinzenbad-Blog lesen und/oder mit Ideen, Tipps und Ratschlägen unterstützen! Besonders bedanken möchte ich mich bei Fanny Cathrin Melle und Mathias Kutscha, die mir ihre tollen Prinzenbad-Fotos für den Blog zur Verfügung gestellt haben. Danke an Euch und natürlich auch an TOM, dessen Touchés ich für die eine oder andere Serie verwenden durfte. Gerry, Danke für Deine Prinzenbad-Rätsel. Eines habe ich noch für die nächste Saison aufgehoben.

Zu guter Letzt: Der Prinzenbad-Blog hat Zuwachs bekommen. Holger Leidig will als Gastautor auch in der nächsten Saison für den Blog schreiben. Damit wird das Themen-Spektrum für Euch erweitert. Holger ist die Mannschaftsleitung des Leidig24 Triathlonteams, eines Zusammenschlusses von Berliner TriathletenInnen und AusdauersportlerInnen, die manchmal von England nach Frankreich schwimmen, die Tiergartenstaffel laufen oder einfach nur in einer deutschen Triathlonliga starten. Holger schwimmt gerne den einen oder anderen Kilometer im Prinzenbad. Ich freue mich auf seine Geschichten und Kommentare!

Und noch eine Neuigkeit erwartet uns in der Sommersaison 2019: Andreas Scholz-Fleischmann, der Chef der Berliner Bäderbetriebe, erreicht im nächsten Jahr mit 66 Jahren die Altersgrenze. Sein Vertrag läuft im April 2019 aus und wird auf seinen eigenen Wunsch nicht mehr verlängert. Es wird also auf dem Chefposten der Bäderbetriebe einen Wechsel geben. Es bleibt spannend!

So, ihr Lieben. Nach einer tollen Sommersaison gab es gestern noch eine wunderbare Abschiedsparty mit großen Mengen von leckerem Essen. Es hat Spass gemacht, mit Euch über „dies und das“ zu klönen, Pläne zu schmieden und sich mit Euch über die Berliner Hallenbäder zu unterhalten. Kommt alle gut durch den Winter. Bis zur nächsten Sommersaison 2019. Laßt es Euch gut gehen. Wir sehen uns am Beckenrand wieder!

Liebe Grüße Sigrid

Foto oben: ©Fanny Cathrin Melle (www.fcmelle.de) / Foto unten: ©Sigrid Deitelhoff
 

a

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/prinzenbad/2018/09/22/ende-der-sommersaison-2018/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Danke Sigrid, da kann ich nur zustimmen, es war eine tolle Sommersaison. Ich erinnere mich an nur einen „Ausfall“ im Prinzenbad, als das Sportbecken aus-/überlief. Ansonsten war alles super.

    Aber auch ich hätte mich über eine Saisonverlängerung gefreut, da einerseits noch nicht alle Schwimmhallen wieder offen haben und ich gleich am Montag (vor der Gartenstraße / Stadtbad Mitte) mal wieder vor verschlossener Tür stand (dabei hatte ich extra das Internet befragt …).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.