vonSigrid Deitelhoff 05.08.2022

Prinzenbad-Blog

Freibad-Wetter, gefühlte Wassertemperatur, Gespräche und Gedanken unter der Dusche – der Blog über Deutschlands berühmteste Badeanstalt.

Mehr über diesen Blog

Freitag morgen. Nach dem Schwimmtraining stehe ich im Umkleidebereich. Eine Frau hat sich in der Kabine eingeschlossen und kommt nicht wieder heraus. Das Schloß funktioniert nicht mehr. Sie bittet uns, den Bademeister oder einen Prinzenbad-Techniker zu holen, um das Schloß zu öffnen.

Ein Techniker kommt, rüttelt am Schloß und stellt fest, das es nicht funktioniert. Frauen im Umkleidebereich machen ihn darauf aufmerksam, dass ein Kreuzschlitzschraubenzieher vielleicht nützlich sein könnte. Der Techniker geht, ein anderer kommt – ohne das Werkzeug. Auch er rüttelt am Schloß und versucht es mit einer Schere zu öffnen. Als das nicht funktioniert geht auch er wieder.

Der erste Techniker läßt sich wieder blicken und teilt uns mit, dass kein Werkzeug vorhanden wäre. Er versucht, die Tür einzutreten. Klappt aber nicht. Er geht wieder und der zweite Techniker kommt. Wir schlagen vor, dass eventuell zwei Leitern helfen würden. Die eine könnten wir mit vereinten Kräften von oben in die Kabine einführen und die zweite Leiter von aussen an die Kabine stellen. „Nee, das ist zu gefährlich“, teilt uns der Techniker mit.

Ob die Frau noch befreit wurde und wenn ja, wann, habe ich nicht mehr mitbekommen. Ich bin dann zu meiner Verabredung in die Cafeteria…

Ja, sie wurde noch befreit…das Beweisfoto von Fanny

Fotos:©Fanny Cathrin Melle

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/prinzenbad/2022/08/05/einen-kreuzschlitzschraubenzieher-haben-wir-nicht/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.