Inhalt
„Cheers“ besteht aus vielen Kurzgeschichten, die oft kaum länger als drei Seiten sind sich aber manchmal in fort folgende Handlungen gruppieren. Ursprünglich werden die Geschichten um die „Business-Class“ regelmäßig auf der Website des Autors oder exklusiv im Handelsblatt Magazin veröffentlicht.
Das Buch stellt die Geschäftswelt in den Mittelpunkt. Gestalten in Everyday-Anzug, die sich auf Firmenfeiern, Bürofluren, Hotellobbys und Empfängen gegenseitig beschnuppern. Ab und zu taucht auch ein buntes Kostüm zwischen ihnen auf. Die Gemeinschaft wirkt nach außen professionell, elegant und souverän – doch die Gedanken der Anwesenden sind es nicht. Die vielen szenenhaften Geschichten erzählen von Peinlichkeiten, Fehltritten, und Fettnäpfchen. Es ist eine satirische Gesellschaftsanalyse von denen, die sich unter ihresgleichen unbeobachtet fühlen.
Zum Autor
Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren und wuchs in der Schweiz auf. Er begann eine Ausbildung bei der Baseler Werbeagentur GGK und arbeitete sich dort mit 26 bis zum Creative Director hoch. Darüber hinaus gründete er eine eigene Werbeagentur, war als Reisejournalist für Geo unterwegs und schrieb einige Drehbücher für Film und Fernsehen. 1997 gelang ihm mit dem Roman „Small World“ der Durchbruch. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren im deutschsprachigen Raum und wurde vielfach für seine Werke ausgezeichnet.
Das soziale Schmiermittel
Trinkalkohol wurde über Jahrtausende entwickelt. Erste Spuren finden sich beispielsweise in Mesopotamien oder im alten Ägypten. Heute ist Alkohol in unterschiedlichsten Formen auf der ganzen Welt verbreitet. Laut der einer Quelle der WHO von 2024 gehört Europa zu den Regionen der Welt, die den höchsten Alkoholkonsum haben. Auch in Deutschland gehört Alkohol dazu, das „Feierabendbier“, die Firmenfeier, das Familienfest. Es wird darum gerungen, wo man in der Jugend früher anfängt zu trinken – in Bayern oder Berlin.
Alkohol zu verbieten ist utopisch – auch wenn man anerkennen muss, das es einige Länder auf der Welt gibt, wo es verboten ist, beispielsweise im Jemen oder in Somalia. Darüber hinaus sollte man sich darüber bewusst sein, dass eine normalisierte Droge auch wieder de-normalisiert und illegalisiert werden kann, wenn der entsprechende Wille oder die Notwendigkeit da ist. Das beste Beispiel dafür ist Großbritannien, welches gerade erst ein neues Gesetz beschlossen hat, nachdem der Kauf von Tabak nach Altersgruppen stufenweise illegal werden soll. Damit hat das Land die Chance auf eine rauchfreie Generation – oder zumindest eine, in der die der Konsum von Zigaretten stark abgenommen haben wird. Schlussendlich hilft es – auch privat – nicht alle „Traditionen“ ohne weiteres hinterfragen anzunehmen. Dies kann man natürlich auf viele Dinge beziehen.
In welche Richtung sich der Alkoholkonsum in Deutschland entwickelt findest du beispielsweise hier.
ISBN: 978-3-257-24404-5