Rückblick 2015: Was kostet taz.de?

Die „Paywahl“ der taz, unser Appell an die NutzerInnen von taz.de, freiwillig zu bezahlen, damit das Webangebot der taz kostenfrei für alle bleibt, ist im Jahr 2015 wunderbarerweise erhört worden: 312.085 Euro sind auf unserem Konto eingegangen. Diese Unterstützung macht es möglich, dass auch im laufenden Jahr 2016 alle Inhalte auf taz.de weiterhin kostenlos für alle bleiben können – auch und gerade für diejenigen, die sehr wenig Geld haben.

Die Einnahmen von taz.zahl ich stellen mittlerweile den mit Abstand größten Bereich der Erlöse dar, die die taz mit ihrer Webseite erzielt. Sie sind fast doppelt so hoch wie die Erlöse aus Werbeanzeigen und um ein Vielfaches höher als die Einnahmen über den Verkauf des ePapers in unserem eKiosk. Im letzten Jahr sah die Verteilung noch ganz anders aus.

Im Jahr 2015 betrugen die Erlöse insgesamt 503.991 Euro.

erloese-taz-de-2015

 

Ein Blick auf die Gesamtkosten zeigt unterdessen, dass taz.de auch weiterhin auf Unterstützung durch freiwillige ZahlerInnen angewiesen ist.

Die Gesamtkosten betrugen 2015 790.139 Euro. Davon entfielen 321.101 Euro auf die Personalkosten der Redaktion, 216.970 Euro auf die der EDV, 93.825 Euro auf Honorare und der Rest auf Kosten für Hardware und Daten/Traffic.

 

kosten-2015-taz-de-2015

Von unserem Ziel, das journalistische Online-Angebot der taz mit Online-Erlösen zu finanzieren, sind wir also immer noch ein ganzes Stück entfernt – doch die Tendenz stimmt hoffnungsvoll. Immer mehr LeserInnen verstehen, dass guter Journalismus nicht umsonst zu haben ist und unterstützen ihn mit einem regelmäßigen Beitrag.

Kommentare (6)

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

CAPTCHA-Bild

*

  1. Ganz schön beeindruckend, die Einnahmen über das alternative Bezahlmodell. Hoffentlich nehmen die weiterhin so zu!

  2. wie verteilen sich die einnahmen gesamt, incl. print und digitalabo ?

  3. Wenn ich richtig rechne, werden also satte 376.000 Euro (rund 216.000 + 160.000) für IT-Kram ausgegeben? Und damit mehr als für die Redaktion?

    Und warum schreibt Ihr nicht aus, dass 160.000 für Hardware und Traffic draufgehen und bezeichnet das nur als „Rest“?

    Was für eine Luxusinfrastruktur ist das? Ich weiß, Ihr nutzt Interred (das übrigens teilweise zu Springer gehört). Wie wär’s mit Open Source?