vonandreas bull 22.04.2020

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Im Verlauf der vergangenen 22 Jahre ist die Anzahl derjenigen, die den Journalismus der taz mit regelmäßigen monatlichen Beträgen finanzieren, von 48.873 im Januar 1998 auf jetzt 69.195 im April 2020 um 41,5 Prozent angewachsen. An der Grafik ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass ein wesentlicher Faktor für diese Steigerung in der Diversifizierung der Angebote der taz zu finden ist. Und das ist in der politischen Publizistik hierzulande ein nahezu einzigartiger Erfolg.

Bis zum Jahre 2005 gab es als einziges Produkt der taz-Redaktion, das im Abonnement bezogen werden konnte, die werktäglich gedruckte Zeitung. Das schwierigste Jahr für unser Branchensegment war 2006, als mit dem deutschen Fußball-Sommermärchen das Interesse des Publikums an ernsthafter politischer Auseinandersetzung in den Hintergrund rückte.

Für die taz begann die publizistisch und wirtschaftlich erfolgreichste Phase mit dem offenen Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008. Die Schwäche der Medienmitbewerber wurde zunächst zur relativen Stärke der vom Zusammenbruch des Anzeigenmarktes unabhängigen taz.

Die dynamischste Entwicklung ist bei „taz zahl ich“ zu erkennen

Richtig Schwung in die Auflagenentwicklung kam aber durch das Angebot, die taz am Wochenende im separaten Abonnement beziehen zu können. Dieses Angebot folgte der Beobachtung, dass die taz-Lesenden vor allem an den Wochenenden mehr Zeit für Zeitungsnutzung aufbrachten beziehungsweise aufbringen konnten.

Auch die weitere Diversifizierung des Angebots in digitale Publizistik folgt dem geänderten Mediennutzungsverhalten des taz-Publikums. Ganz offensichtlich ist dabei die dynamischste Entwicklung bei „taz zahl ich“ zu erkennen, unserem solidarischen Bezahl­modell, wo taz-Lesende freiwillig ihren Beitrag für die Kompensation der Kosten für die kostenlos auf taz.de bereitgestellten journalistischen Beiträge der taz-Redaktion leisten.

Seit Beginn der taz arbeiten wir an der Realisierung unseres Traums: Mögen es doch eines Tages 100.000 sein, die mit ihren Beiträgen die Arbeit der Redaktion honorieren! Die Chance, dass der Traum Wirklichkeit wird, wollen wir nutzen. Sie können die neue Chefredaktion dabei unterstützen: mit Ihrem Abo oder mit Ihrem Beitrag für „taz zahl ich“.

Andreas Bull ist Geschäftsführer der taz. An dieser Stelle erörtert er in loser Folge die wirtschaftlichen Gegebenheiten des linken Medienhauses.

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