Archive for Oktober, 2007

31.10.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (208)

von Helmut Höge

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Diese Stein- und Holzpoller hat der Waldmeister des Südabschnitts vom Grunewald an einem Kreuzweg gepflanzt bzw. fallen gelassen. Es sieht Scheiße aus, erfüllt aber seinen Zweck: dass der Spaziergänger nicht einfach geradeaus in den Forst stolpert, sondern entsetzt innehält und sich dann entscheidet, ob er den Weg nach links oder nach scharf rechts einschlägt.

31.10.2007 von Helmut Höge
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Elitäre Quatschköpfe

von Helmut Höge

Dass zu diesen auch und insbesondere der aus Funk und Fernsehen bekannte Philosoph Peter Sloterdijk gehört, wußte ich, obwohl ohne Radio und Fernseher, aber dass er so ein Reaktionär ist, fand ich dann doch überraschend, nachdem ich dazu den folgenden Text aus der Jungen Welt von Thomas Wagner, einem westdeutschen Kultursoziologen laut Internet, gelesen hatte:

Die Nazis haben die Methoden und das Ausmaß ihres Schreckensregimes bei den Bolschewisten Sowjetrußlands bloß abgekupfert. So läßt sich eine These zuspitzen, mit der ein bis dahin renommierter Historiker der BRD vor nunmehr 20 Jahren den Zorn von Jürgen Habermas auf sich zog und den Widerspruch einer Reihe linksliberaler Intellektueller provozierte. Besagter Ernst Nolte und andere Vertreter des historischen Revisionismus legten den Gedanken nahe, daß es ohne das kommunistische Vorbild die Menschheitsverbrechen der Nazifaschisten in der heute bekannten Form nie gegeben hätte. »Die von den Nazis betriebene Politik sei eine solche der ›Gegenausrottung‹, eine Antwort… weiter lesen

25.10.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (207)

von Helmut Höge

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Die einstige Terrorzentrale Mehringhof am Kreuzberger Generalszug Gneisenaustraße hat zwei Hausmeister. Da es dort im zweiten Hinterhof partout nichts abzupollern gibt, waren sie anscheinend etwas ratlos, dann fiel ihnen aber ein, dass ein horizontaler Poller in der Hofeinfahrt vielleicht doch ganz sinnvoll wäre – ein sogenannter “Speed-Breaker” aus Metall. Gesagt – getan.

25.10.2007 von Helmut Höge
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Neues zum 129a (mg) Verfahren

von Helmut Höge

Fast täglich schickt nun das Ostbüro/telegraf eine Mail und informiert über den Stand der  Dinge. Hier die erste mail vom 22.10.:

ZeugInnenvorladungen durch die BAW (Bundesanwaltschaft) am 23., 24. und 25.10.2007 in Berlin

Am 31.07.2007 wurden Oliver, Florian und Axel festgenommen. Die Polizei wirft ihnen einen versuchten Brandanschlag auf Bundeswehr-LKWs vor. Zudem wurde Andrej in seiner Wohnung verhaftet. Ihm wird ein angeblich konspiratives Treffen mit einem der drei zuvor Festgenommenen vorgeworfen. Im Weiteren wurden Wohnungen und Arbeitsplätze im Umfeld der vier Verhafteten und dreier weiterer Personen durchsucht. Wie im Zuge der Durchsuchungen bekannt wurde, läuft das Ermittlungsverfahren gegen vier Beschuldigte bereits seit September 2006. Allen Sieben wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung mg (militante gruppe) nach § 129a StPO vorgeworfen.

Seit den Verhaftungen und Beschuldigungen wurden umfassende Ermittlungen auch auf das familiäre, private und politische Umfeld sowie auf die Arbeitsbereiche der vier Beschuldigten ausgeweitet. Der größte Teil… weiter lesen

19.10.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (206)

von Helmut Höge

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An diesem relativ vornehmen Büro- und Appartmenthaus in Hannover wollte das Tiefbauamt einige Poller neben die Hofeinfahrt setzen, zum Entsetzen der Eigentümer waren sie derart hässlich, dass ihr Hausmeister schließlich alles daran setzen sollte, dass sie durch “schönere” ausgetauscht wurden. Dass durfte er schließlich auch, allerdings auf Kosten der Hauseigentümer, die sich für hölzerne Poller entschieden, die der Hausmeister dann einsetzte, nachdem das Tiefbauamt ihre ausgebuddelt und  wieder an sich genommen hatte.  Diese Aktion ist schon einige Jahre her, inzwischen sehen auch einige der privaten Holzpoller schon ziemlich “hässlich” aus, besonders der mittlere.

19.10.2007 von Helmut Höge
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Stadtforschung

von Helmut Höge

Vor einiger Zeit interviewten wir Orhan Esen, ein Istanbuler Stadtforscher:

Herr Esen, sie sind Grenzwähler?

In der Türkei gibt es eine Wahlpflicht. Eventuell auch deshalb, ist die Wahlbeteiligung in der Regel sehr hoch. Eine Briefwahl gibt es nicht. Deshalb müssen alle Wahlberechtigten mit türkischem Pass zur Wahl im Land sein. Für diejenigen mit Wohnsitz ausserhalb der Türkei gibt es die Möglichkeit, an einer der Wahlbüros an den Grenzen seine Stimme abzugeben. Dies geht ab vor Wochen vor dem Wahltag. In meinem Fall musste ich zu Hause sein, um meine Stimme abgeben zu können. Reisende mit festem Wohnsitz in der Türkei können ihre Stimme leider nicht an der Grenze abgeben und so mußte ich einen teuren Rückflug buchen.

Vor den Wahlen war von einer starken Polarisierung der Politik die Rede. Das Wahlergebnis scheint etwas anderes zu zeigen.

Die politische Spaltung der letzten Jahre ist eher eine virtuelle Realität. Wer den rhetorischen… weiter lesen

18.10.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (205)

von Helmut Höge

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Hier sind noch mal die bereits an anderer Stelle erwähnten drei Natursteinpoller (Findlinge) zu sehen, die die taz kaufte, um ihren café-bereich gegen den automobilen Lieferverkehr auf den Hof zu schützen. Einem ähnlichen Zweck dienen auch die zwei Ton-Blumentöpfe – sie sollen nämlich die Fahrräder vom café-bereich fernhalten. Die zwei vorderen Vierkantpoller  ließ seinerzeit der Architekt  des taz-anbaus  aufstellen.

18.10.2007 von Helmut Höge
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Schlepperbanden/Menschenhändler

von Helmut Höge

Im taz-café liegt ein Leporello aus mit dem der neue Film von Marco Kreuzpainter “Trade” angekündigt wird, der ab heute in den Kinos läuft. Denn heute ist der “Tag gegen Menschenhandel” und der Film handelt “beklemmend präzise” wie der Spiegel schreibt von Menschenhandel. Wenn der Spiegel etwas Amerikanisches als “präzise” bezeichnet (oder umgekehrt , etwas Osteuropäisches als “marode”). Dann kann man fast sicher sein, dass es sich genau umgekehrt verhält. Und tatsächlich bekam ich heute eine “Pressemitteilung” der Frankfurter Hurenorganisation “Dona Carmen”, die zu diesem Thema gerade eine Konferenz veranstaltete. In ihrer Mail heißt es:

18. Oktober: Europäischer Tag gegen „Menschenhandel“

- Schluss mit der Hysterie!


Die Prostituiertenorganisation Doña Carmen e.V. (Frankfurt/Main) fordert ein Ende der verbreiteten Hysterie zum Thema „Menschenhandel“. Die Debatten darüber beruhen in den seltensten Fällen auf Fakten, sondern auf fiktiven Annahmen.

So bedauerte das Europäische Parlament in einer Stellungnahme vom Januar 2006 „den Mangelweiter lesen

16.10.2007 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (204)

von Helmut Höge

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Auf dem Hinterhof dieses Gewerbehofs in der Kreuzberger Kochstraße hat sich der Hausmeister zum Schutz eines Wasserhahns einen schmucken Wandpoller  aus Leitungsrohren ausgedacht, leider hat er dann beim Anbau mit dem Zement gepfuscht, so dass das ganze nun zu einer “wahren Schmuddelecke” geworden ist, wie eine Mitarbeiterin der Hausverwaltung sich auszudrücken beliebte.

16.10.2007 von Helmut Höge
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Neoexistentialismus

von Helmut Höge

Vielleicht steht uns ein neuer Existentialismus – in Theorie und Praxis – bevor. Der JW-Autor Dr.Seltsam hat dem schon mal mit seinem “Club Existentialiste” vorgearbeitet. In den frühen Sechzigerjahren gehörte ich als Mittelschichts-Gymnasiast zu den “Exis” – uns feindlich gegenüber standen die Unterschichts-”Rocker”. Wir waren nach Frankreich orientiert, die Rocker nach Hollywood.

Der Existentialismus ist ein Nachkriegs-Resultat der Résistance und mit dem Namen Jean-Paul Sartre verknüpft, der noch in der Studentenbewegung und im französischen Maoismus eine wichtige Rolle spielte. “Sein”  Existentialismus war jedoch zuvor bereits durch die Sängerinnen Edith Piaf und Juliette Greco zu einer Mode geworden. Der Wiener Auschwitz-Häftling Jean Amery faßte diesen in drei Sätzen zusammen: 1. “Der Mensch ist nur das, was er aus sich macht. 2. Der Mensch ist frei. 3. Der Mensch ist sozial engagiert.” Er ist also nur das, was er tut. Im Grunde ist er überhaupt nichts, “sondern besteht nur im permanenten Prozeß… weiter lesen