Dass die Erderwärmung vor dem ewigen Eis der Südhalbkugel nicht haltmacht, beweisen diese beiden Fotos des Ameghino-Gletschers in Patagonien. Und ob man angesichts dieser Entwicklung wirklich ein Frohes Jahr 2011 wünschen kann, fragt sich Greenpeace Argentina (gefunden von: Jürgen Vogt).
Archive for Dezember, 2010
Boliviens Widerstand auf dem Weltklimagipfel gründet auf dem ökosozialistischen Programm der Regierung Morales
Von Jürgen Vogt und Elvira Treffinger
Es war nach Mitternacht, und der Weltklimagipfel schon Stunden über der Zeit, als Pablo Solón stur bei seinem Nein zu den vorgelegten Kompromissen blieb: Wieder und wieder betonte der bolivianische UN-Botschafter: “Es gibt keinen Konsens.” Bolivien könne keiner Vereinbarung zustimmen, die den Untergang der Erde und der Menschheit bedeute.
Die Delegierten aus 194 Ländern in Cancún hielten den Atem an: Würde die mühsam errungene Einigung einzig und allein an Bolivien scheitern? Die Regierung des südamerikanischen Landes verfolgt seit Jahren einen ökologisch-sozialistischen Kurs. Präsident Evo Morales geißelt Luxus und Verschwendung, fordert Klimagerechtigkeit “für die Völker der Welt”.
Evo Morales und Pablo Solón im April auf dem Alternativen Klimagipfel von Cochabamba
In Cancún stand Bolivien… weiter lesen
Anastácio Peralta ist Sprecher der Guarani-Kaiowá in Brasilien. Derzeit ist er in Europa auf Rundreise, um über die Verteidigung indigener Landrechte gegen mächtige Interessen der Agrarindustrie zu informieren. Mit ihm sprach für Neues Deutschland Martin Ling.
Brasiliens Präsident Lula wird von fast allen Beobachtern ein exzellentes Zeugnis für seine achtjährige Regierungszeit ausgestellt, die im Januar endet. Wie stellt sich seine Bilanz aus indigener Sicht dar?
Unser Leiden begann nicht mit Lula. Unsere Unterdrückung begann vor mehr als 500 Jahren. Eroberung und Gründung Brasiliens zielten nicht darauf, denen zu nützen, die schon dort waren – weder den Ureinwohnern noch den Tieren oder der Natur. Brasilien hat von Beginn an eine Politik ohne Rücksicht auf die Völker betrieben, die schon dort lebten. Die Idee war, dass es irgendwann keine Indianer mehr geben sollte. Sie haben uns die Zweige abgeschnitten, sie haben die Stämme verbrannt, aber es ist ihnen Fundierte Berichterstattung vom Klimagipfel in Cancún liefert das Klimaretter.info-Team. Hübsch: das Treffen von Ecuadors Präsident Rafael Correa und dem 13-jährigen Aktivisten Felix Finkbeiner.
Zuvor hatte Correa für die Yasuní-ITT-Initiative geworben, durch die Ecuador die Förderung von Erdöl im Regenwald verhindern möchte. Gegenüber Democracy Now! äußerte er sich über den Entzug von US-Mitteln nach dem Kopenhagener Klimagipfel und zum umstrittenen Waldschutzmechanismus REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation).
Rettet den Regenwald lädt wieder zu einem Online-Protest ein:
Der Staudamm Belo Monte in Brasilien ist eines der dringlichsten Projekte, gegen das sich Rettet den Regenwald einsetzt. Bereits heute bedecken Stauseen zur Wasserkraftnutzung mindestens 34.000 Quadratmeter Brasiliens. Diese Zahl gesteht zumindest der staatliche Elektrizitätskonzerns Eletrobras ein. Umweltgruppen gehen von wesentlich höheren Zahlen aus.
Durch den Bau Belo Montes würde einer der artenreichsten Flüsse der Welt in seiner Struktur verändert. Im Rio Xingu leben heute drei- bis viermal so viele Fischarten wie in ganz Europa zusammen. Mindestens 668 Quadratkilometer Regenwald würden geflutet und wären für immer verloren.
Der Großteil der Energie, die Belo Monte produzieren soll, ist für die energieintensive Exportindustrie Brasiliens bestimmt. Vor allem die Hersteller von Aluminium im Norden des Landes werden sich über den günstigen Strom freuen. Sie zahlen nur ein Drittel des sonst üblichen Strompreises.
Der Protest der indigenen Völker gegen… weiter lesen
Gestern wurden in Stockholm die Alternativen Nobelpreise 2010 verliehen.
Der austrobrasilianische Bischof Erwin Kräutler, der nigerianische Umweltaktivist und Vorsitzende von Friends of the Earth International Nnimmo Bassey, der Nepalese Shrikrishna Upadhyay und die Organisation Ärzte für Menschenrechte/Israel teilen sich ein Preisgeld von 200.000 Euro. Kräutler, der sichtbarste Kopf des Widerstandes gegen den Bau des Megastaudamm Belo Monte am Amazonas-Nebenfluss Xingu, sagte, er akzeptiere die Auszeichnung “im Namen all jener, die heute mit mir kämpfen – für die indigenen Völker, für Amazonien und für die Menschenrechte”.
In seiner Dankesrede unterstrich Kräutler, der auch den Indianermissionsrat Cimi leitet, die bedrohliche Situation der Guarani-Indígenas im brasiliansichen Bundesstaat Mato Grosso do Sul: „Schmerz, Verzweiflung und Unsicherheit“ prägten ihr Leben, ihr Lebensraum sei auf „kleine Gebiete beschränkt,… weiter lesen
Seit Dezember 2009 sitzt Alan Gross in einer kubanischen Gefängniszelle. Spionage wird ihm vorgeworfen, weil er illegal Laptops und Mobiltelefone in der jüdischen Gemeinde Havannas verteilte – im Auftrag der US-Regierung.
Am 3. Dezember 2009 wollte Alan Gross über den interantionalen Flughafen José Marti von Havanna Kuba verlassen. Doch beim Einchecken griffen die kubanischen Grenzbeamten zu und setzten den Mann, der binnen neun Monaten immerhin fünf Mal mit einer Touristenkarte nach Kuba eingereist war, fest. Alan Gross, ein Mann jüdischen Glaubens mit Rauschebart und im fortgeschrittenen Alter, war im Auftrag der US-Regierung in Havanna im Einsatz. Sein Auftrag sei es gewesen, so Gross Ehefrau Judy in einer Video-Botschaft, „die Kommunikation innerhalb der jüdischen Gemeinde in Kuba und deren Internetzugang zu verbessern“. Dazu war Gross zwischen März und Dezember 2009 gleich fünfmal nach Kuba eingereist. Jedes Mal mit einem einfachen Touristenvisum und im Auftrag von Joint Business Development Center (JBDC).… weiter lesen





