Posts Tagged ‘Indígenas’

23.01.2010 von Gerhard Dilger
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Evo lässt feiern

von Gerhard Dilger

Aus Tiwanaku im bolivianischen Andenhochland schickt uns Florian Kopp Bilder von der – nach 2006 – zweiten “indigenen” Amtseinführung von Evo Morales.

© www.florian-kopp.de

15.01.2010 von Gerhard Dilger
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Online-Protest: Bitte lassen Sie das Erdöl im Boden, Herr Präsident!

von Gerhard Dilger

Präsidentenamt der Republik, Herrn Rafael Correa, Präsident: rafael.correa@presidencia.gov.ec

Kopie an:
Verfassungsgericht, Herrn Patricio Pazmino, Präsident: ppazmino@cce.gov.ec

Nationalversammlung, Herrn Fernando Cordero, Präsident der Parlamentarischen Versammlung: fernando.cordero@asambleanacional.gov.ec

Nationalversammlung, Ausschuss für biologische Vielfalt und natürliche Ressourcen: comision6@asambleanacional.gov.ec

15. Januar 2010

Sehr geehrter Herr Präsident Correa,

ich begrüße die Initiative der ecuadorianischen Regierung zur Nichtförderung der Erdölvorkommen im Yasuni-ITT-Gebiet sehr. Mit diesem weltweit einzigartigen Schritt hat Ihr Land international ein Hoffnungszeichen auf ein Umdenken im Umgang mit der Natur und den Ressourcen gesetzt.

Um so bestürzter bin ich nun zu hören, dass Sie öffentlich gedroht haben, die Yasuni-ITT-Initiative scheitern zu lassen und im Juni mit der Ausbeutung des Schweröls im Regenwald beginnen zu wollen. Das wäre meiner Meinung nach ein schwerer Fehler, und Sie würden damit eine einmalige Chance zerstören. Zahlreiche Regierungen und Organisationen haben bereits ihre Unterstützung für die Initiative zugesagt.

Im Januar sollte nochweiter lesen

23.12.2009 von Gerhard Dilger
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Amazonien trauert um Glenn Switkes

von Gerhard Dilger

Glenn Switkes, einer der engagiertesten Aktivisten für den Amazonas-Regenwald und seine Bewohner, ist tot. Sein Wirken gegen Wasserstraßen und Staudämme in Amazonien, dem Pantanal oder Patagonien,

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aber auch seine Persönlichkeit hat Glenns Freund und Kollege Patrick McCully von International Rivers sehr schön eingefangen.

Wie der New Yorker Filmemacher und Journalist in den frühen Achtzigerjahren Amazonien kennenlernte, ist hier nachzulesen. Zu diesem Zeitpunkt stellte Glenn gerade seinen ersten preisgekrönten Dokumentarfilm Four Corners fertig, ein Pionierwerk über die Rohstoffausbeutung auf US-amerikanischem Indianerland.

Seit 1996 lebte er als Südamerika-Koordinator von International Rivers in Brasilien, zunächst im Bundesstaat Mato Grosso, wo er sich erfolgreich gegen den Bau einer gut 3000 Kilometer langen Wasserstaße im Einzugsgebiet der Ströme Paraguay und Paraná einsetzte, die u. a. den Bestand des Pantanal-Feuchtgebiets gefährdet hätte.

1999 zog er mit seiner Frau Selma nach São Paulo,… weiter lesen

23.11.2009 von Gerhard Dilger
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Sending out an S.O.S. – Sting gegen Megastaudamm

von Gerhard Dilger

Sting hat sich gegen den Bau des umstrittenen Riesenstaudamms Belo Monte im brasilianischen Amazonasgebiet eingesetzt. In São Paulo gab der Rockstar gestern eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem Kayapó-Sprecher Raoni.

Foto: Dennis Barbosa/Globo Amazônia

“Brasilien braucht Energie, aber vielleicht braucht es nicht Belo Monte”, sagte Sting so diplomatisch wie möglich, die Betroffenen müssten angehört werden. Bereits 1989 hatten sich Roani und Sting erfolgreich gegen das Megaprojekt eingesetzt, für das der Amazonas-Nebenfluss Xingu aufgestaut werden soll. Die Regierung Lula möchte im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen, der mehrere indigene Völker in ihrer Existenz bedroht.

“Ich will in Frieden leben, ich will, dass meine Enkel in Frieden leben”, sagte Raoni. “Als ich vor 20 Jahren zum ersten Mal an den Xingu kam, spürte ich, dass der Tropenwald wichtig für die Welt ist”, erklärte Sting, der damals seine Rainforest Foundation gegründet hatte. Heute sei… weiter lesen

09.08.2009 von Gerhard Dilger
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Terroristenjäger

von Gerhard Dilger

Zum heutigen Tag der indigenen Völker empfehlen wir ein T-Shirt von West Wind World:

16.07.2009 von Gerhard Dilger
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Der Film des Jahres

von Gerhard Dilger

Heute läuft in deutschen Kinos Birdwatchers (in Brasilien Terra Vermelha) an.


Den hervorragenden Spielfilm über den Kampf der Guarani-Kaiowá-Indígenas um ihr Land hat der italochilenische Regisseur Marco Bechis gedreht.

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Nichts wie hin!

18.06.2009 von Gerhard Dilger
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Der Quito-Appell: Dschungel statt Erdöl!

von Gerhard Dilger

Heute stellt Ecuadors Außenminister Fander Falconí in Berlin den bahnbrechenden Klimaschutz-Vorschlag seiner Regierung vor, in einem Teil des Amazonas-Regenwalds auf die Erdölförderung zu verzichten.

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Im Gegenzug, so die 2007 lancierte Idee, soll die internationale Gemeinschaft für einen Teil der möglichen Deviseneinkünfte aufkommen – zum Schutz nicht nur des Klimas, sondern auch der dort lebenden indigenen Völker und einer enormen Artenvielfalt. Diese so genannte Yasuní-ITT-Initiative ist der ausgereifteste Ansatz zu einer ökosozialen Entwicklung, wie sie nicht nur in Südamerika dringend nötig wäre.

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Exminister Alberto Acosta, der sie – als ersten Schritt hin zu einem “Post-Erdöl-Zeitalter” – zusammen mit den Gruppen Acción Ecológica und Oilwatch entwickelt hatte, warb bereits im Mai auf dem Kirchentag in Bremen und anschließend in Berlin dafür. Er verwies immer wieder auf die Mitverantwortung der Industrieländer und fasst… weiter lesen

10.06.2009 von Gerhard Dilger
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Perus Conquistadoren des 21. Jahrhunderts

von Gerhard Dilger

Besonders treffend hat der peruanische Karikaturist Carlos Tovar (Carlín) den blutigen Konflikt zwischen der Staatsmacht und den Indígenas in Amazonien kommentiert,

bei dem am Wochenende – nach den allervorsichtigsten Schätzungen – mindestens 34 Menschen getötet wurden. Auf der Karikatur, die in der Tageszeitung La República erschien, sind Präsident Alan García (oben), Premier Yehude Simon (darunter) und der Ethanol-Unternehmer Dionisio Romero (ganz rechts) als Conquistadoren zu erkennen.

Aus Protest gegen die Regierungspolitik reichte Frauenministerin Carmen Vildoso am Montag ihren Rücktritt ein. Indígenasprecher Alberto Pizango flüchtete in die nicaraguanische Botschaft, wo er am Dienstag Asyl erhielt. Und die bolivianische Regierung wies Versuche aus Lima zurück, Präsident Evo Morales als Anstifter der zweimonatigen Proteste im Norden Perus zu diffamieren. Die Ureinwohner protestieren gegen Plünderung und Ausverkauf ihres Landes im Rahmen von Freihandelsabkommen. Mehr Informationen hier.

¡Gracias, Carlín!

27.01.2009 von Gerhard Dilger
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Weltsozialforum: Kuscheln statt streiten?

von Gerhard Dilger

Ein zentrales Thema des Weltsozialforums in Belém wird Amazonien sein. Auch auf dem “Forum über Theologie und Befreiung”, das am Sonntag zu Ende ging, drehten sich viele Aktivitäten um die bedrohliche Lage für Mensch und Natur in der Neun-Länder-Region. Im Foyer wurde an die Ordensfrau Dorothy Stang erinnert, die ihren Einsatz für brasilianische Kleinbauern 2005 mit dem Leben bezahlte.

Stargast war der 70-jährige Befreiungstheologe Leonardo Boff, der klarsichtig die Krise Amazoniens und der Welt analysierte. “Das Weltsozialforum muss Druck auf die brasilianische Regierung ausüben, damit sie eine klare Amazonienpolitik entwickelt”, sagte er in einem Interview. Bislang gebe es nur punktuelle Maßnahmen gegen die Waldzerstörung, aber keinen kohärenten Plan, kritisierte Boff: “Wir brauchen keinen Plan zur Beschleunigung des Wachstums, sondern zur Integration und zum Erhalt Amazoniens.”

Doch bei seinen öffentlichen Auftritten zeigte sich eine Schwäche, die viel mit der politischen Kultur der lateinamerikanischen Linken zu tun hat: Kontroverse Debatten… weiter lesen