31.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Irgendwas ist faul im Staate England. Was musikalische Innovationen an geht ist man ja durchaus eine Menge gewohnt vom kreativen Eiland. Auch das Ausspucken zahlloser Epigonen. Aber wie gut können die Briten von Kanadiern klauen? Darüber schonmal nachgedacht? The Strange Death Of Liberal England gehen der Frage ausführlich und intensiv nach…
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29.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
In unregelmäßiger Folge zitiert das Popblog die beiden größten Aphoristiker Großbritanniens, Oasis’ Liam und Noel Gallagher. Des Popblogs Kalendersprüche, wenn man so will.
“I’ll tell you about the bible – there’s no pictures in it. How can you buzz off a book, right, without no pictures in it? You’ve got to have one picture floating about. If there ain’t no pictures in a book, you can fuck right off! I want to see Jesus getting off his tits and smashing the stalls up. I want to see Jesus walking on wine…or whatever, walking across water going, ‘Waaahhyy, I’m a geezer.’ But there’s no pictures to prove it. So fuck right off. There’s no pictures to prove that Jesus turned water into wine, I know he did and I know he’s a geezer, but a book without pictures is a shit book.”
(Liam Gallagher über Jesus und die Bibel)
23.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
“Keine Ahnung, wie das beim Fernsehen funktioniert und ob es da so Detailumfragen gibt unter ausgewählten Zuschauern, und eine Mehrheit von denen zum Beispiel sagt: “Also Leichen aufschneiden, das seh’ ich gern.” Und diese Information wird dann an alle Sendeanstalten weitergereicht, weshalb es heute keinen Krimi mehr ohne große Pathologen-Rolle gibt.
Dabei finden alle Fernsehzuschauer wahrscheinlich Pathologen nur deshalb so toll, weil sie die herrliche Pathologen-Serie “Der letzte Zeuge” mit Ulrich Mühe, Gesine Cukrowski und Jörg Gudzuhn im ZDF so mögen. Und statt daraus zu folgern: mehr so gute Drehbücher, mehr so gute Schauspieler, folgern die einfach: Mehr Pathologen. Auch eine Lösung.”
(vw, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)
21.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
ARD und ZDF haben die Berichterstattung der Tour de France abgebrochen, die kommentierenden Stimmen sind sich uneins: einerseits wird der Schritt begrüßt, andererseits den beiden Sendern Scheinheiligkeit vorgeworfen.
Betrachtet man die Vergangenheit und insbesondere im Fall der ARD die wirtschaftliche Verflechtung mit dem deutschen Radsport, so mag diese Saulus-Paulus-Wandlung fragwürdig erscheinen. Doch es bleibt festzuhalten: welche Wahl blieb den Sendern denn? Was hätte denn noch passieren müssen, nachdem seit Greg Lemond vor 17 (!) Jahren kein Tour de France Sieger mehr ohne dringenden Dopingverdacht oder –Nachweis auskam? Nachdem der letztjährige Sieger immer noch vakant ist, weil sich die Farce um Floyd Landis’ Dopingprobe bis zum heutigen Tag nicht geklärt hat? Nachdem die beiden letzten Telekom-Sieger der Tour gedopt waren? Nachdem die halbe Telekom-Mannschaft in der Zwischenzeit Doping gestand? Nachdem nun letztenendes auch noch einer der „jungen“, angeblich so sauberen Fahrer aus dem T-Mobile-Team überführt wurde? „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ sagen De Höhner und haben recht.
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20.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
In unregelmäßiger Folge zitiert das Popblog die beiden größten Aphoristiker Großbritanniens, Oasis’ Liam und Noel Gallagher. Des Popblogs Kalendersprüche, wenn man so will.
“I’d still rather be Liam Gallagher than fucking Bono with his fucking Bible or Chris fucking Martin doing whatever the fuck he does.”
(Liam Gallagher über U2-Sänger Bono und Coldplay-Sänger Chris Martin)
18.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Heute: Don’t Go In The House (USA, 1980. Regie: Joseph Ellison)
Tagline: “In a steel room built for revenge they die burning… in chains.”


(Bis im Juli endlich Quentin Tarantinos neuer Film “Death Proof” – die eine Hälfte des Grindhouse-Double-Features mit Robert Rodriguez’ “Planet Terror – in die deutschen Kinos kommt, präsentiert der Popblog zu Ehren dieser Hommage an die blutspritzenden B-Movies der 60er und 70er einige der besten Filmplakate und Taglines des Genres.)
Christian Ihle
17.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Bernhard Eder – The Living Room Sessions
Jung, Österreicher, in Berlin lebend. Eigentlich ist Bernhard Eder von Gott schon reich genug beschenkt, muss er dann auch noch so bezaubernde Lieder schreiben können?
Ungerecht sind die Talente auf dieser Welt verteilt, wohl wahr. Eine Linderung mag sein, dass der Wahlberliner uns Fußvolk wenigstens akustisch in sein Wohnzimmer einlädt, um seine Songs vorzustellen, die die Erinnerung an selig Nick Drake unwillkürlich wachrufen. Monta minus Sonne, Elliott Smith ohne Selbstmord, das sind die Referenzen, an denen sich Eder musikalisch entlanghangelt. Umso schöner, dass die beiden Coverversionen auf diesem Album gerade nicht aus dieser Ecke kommen: „Climbing Up The Walls“ von Radiohead und „Being Boring“ der Pet Shop Boys werden der Ederschen Akustikbehandlung unterzogen. Insbesondere die Dancefloor-Melancholie der Pet Shop Boys erlebt eine kongeniale Umsetzung. Dass Teile des Albums passend zum Titel beinahe Demo-Charakter atmen, schadet dabei keineswegs, sondern steigert die Intensität der… weiter lesen
12.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
In unregelmäßiger Folge zitiert das Popblog die beiden größten Aphoristiker Großbritanniens, Oasis’ Liam und Noel Gallagher. Des Popblogs Kalendersprüche, wenn man so will.
“Jack White has just written a song for Coca-Cola. End of. He ceases to be in the club. And he looks like Zorro on doughnuts, I don’t believe in adverts. He’s meant to be the posterboy for the alternative way of thinking. Coca-Cola man. Fucking hell. And OK, you want to spread your message of peace and love, but do us all a fucking favour. I’m just not having it. It’s like doing a fucking gig for McDonald’s.”
(Noel Gallagher über Jack White, den Sänger und Gitarristen der White Stripes, verantwortlich für unser aktuelles Album des Monats)
10.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Jack White – The Great American Jukebox… und wieder wühlt sich Jack White durch die amerikanische Musikgeschichte. Auf „Icky Thump” sind Einflüsse von Southern Rock, Folk, 70ies Classic Rock , Texmex und Mariachi zu verzeichnen, über die sich wie immer der Blues legt bis ihn der Punk hinwegfegt. Die Folge ist ein im besten Sinne eklektizistisches Album, das aber auch auf die eigene Geschichte zurückgreift.
In Jack Whites Gitarrengewitter mischen sich wieder verstärkt Blitz und Donner, die Songs klingen allesamt weniger gefällig als auf den letzten White-Alben – wohl eine Konsequenz seines poporientierten Nebenprojektes The Raconteurs. Die Riffattacken sind wieder unsauberer, krachender und damit eine Rückkehr zu den frühen zwei, drei White Stripes Alben, aber mit dem gewachsenen Selbstbewusstsein, der beste Gitarrist seiner Generation zu sein.
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06.07.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
The 1990s – Cookies
Es gibt Bands, deren Geschichte ist manchmal interessanter als die Musik. Im Fall der 1990s ist es die Geschichte des Sängers Jackie McKeown.
Am besten fängt man da bei seinem Ausstieg aus Yummy Fur an. Die Asche dieser Band kann man heute im Musiklexikon unter dem Stichwort Prä-Franz Ferdinand Phase nachschlagen. Alex Kapranos und Paul Thompson haben mit Jackie Yummy Fur unterhalten. Als es Jackie zu bunt wird, verläßt er kurzerhand das Häufchen Chaos und verzieht sich ins Glasgower Nirgendwo.
Der einsetzende Erfolg von Franz Ferdinand kratzt ihn da schon gar nicht mehr. Stattdessen hängt er mit Homie Michael McGaughrin auf Bäumen ab (!), nimmt an Drogen so ziemlich alles mit, was irgendwie chemisch hergestellt werden kann und landet schließlich in der Backing Band von
CANs Damo Suzuki. Die 1990s existieren nur als Scherz zwischen Jackie und Michael, ein paar spaßige Demos nimmt man… weiter lesen