30.09.2009 von Christian Ihle
Deutsche Musik findet ja im amerikanischen und englischen Ausland mit Ausnahme von Kraftwerk, Neu! und Techno kaum statt. Umso überraschender und interessanter ist es dann, wenn unsere ausländischen Lieblinge sich doch einmal über deutsche Künstler äußern. Daher die neue Serie Don’t Mention The War.
Regina Spektor über Nenas “99 Red Balloons”:
“It starts out really slow and dreamy and it ends really slow and dreamy and then in the middle it just goes all nuts. I think that one of the amazing things about the song us that it inspires you to dance, but the lyrics are so amazing and so touching – it’s like your body dances and your mind kind of goes on a trip. It’s about war and it’s about peace. You’ve just got to listen to it, I can’t explain it!”
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29.09.2009 von Christian Ihle
“Wenn man sieht, wer heute die Stürmer sind in der Nationalmannschaft – die hätten früher nicht mal am Ball riechen dürfen.”
(Der “Bomber der Nation” Gerd Müller über den deutschen Nationalmannschaftsangriff)
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29.09.2009 von Christian Ihle
“Zum zwanzigjährigen Jubiläum der Herren Smudo & Co. erscheint eine “Hommage” an Fanta 4, die in ihrer Künstlerauswahl und Qualität der nachgespielten Songs eine neue Dimension des Schwachsinns einläutet, die man in dieser Art und Weise für nicht möglich gehalten hätte. Fools Garden, Pur, Peter Maffay, Thomas Anders, Sebastian Krumbiegel – man möchte gar nicht so sehr auf den beteiligten Untoten herumhacken, denn diese tun ja nur das, was sie schon immer getan haben: einfältigen Rumpel-Pop mit verkitschtem Zuckerguss abliefern.
Viel schlimmer sind die Interpretationen von Clueso, Juli, Revolverheld, Xavier Naidoo und Konsorten, selbst vom “Hoffnungsträger” Scooter, Fehlfarben und Extrabreit, die den Songs zielsicher und mit hundertprozentiger Treffsicherheit jegliche Relevanz entziehen. Ein schockierendes Dokument absoluter Irrelevanz, dem Mario Barth in der ihm so eigenen unsympathischen Weise noch das Sahnehäubchen aufsetzt. 36 Songs, die einem mit ostentativer Grausamkeit Lebenszeit entziehen, dass einem die Luft wegbleibt. Wer nach 25 Jahren Musikhören glaubt, er habe schon ins Auge der Belanglosigkeit geblickt, wird hier eines Besseren belehrt. Unglaublich, wahrlich unglaublich.”
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28.09.2009 von Christian Ihle
Tocotronic machen aus vielen Sachen ja gerne ein Politikum (man denke an die Ablehnung einer VIVA-Auszeichnung, weil man nicht als “jung, deutsch und auf dem Weg nach oben” gelten wollte) und so war auch die Frage, ob man denn bei Top Of The Pops auftreten könne, eine heiße Diskussion vorausgegangen. Insbesondere weil TOTP die Grundregel hat, dass die Musik vom Band und nicht von der Band, also live, gespielt wird.
Tocotronic entschieden sich für einen Auftritt, aber machten subtil auf die Konservenhaftigkeit aufmerksam, in dem sie die Instrumente tauschten. So spielt Bassist Jan Müller Keyboard, Drummer Arne Zank kann seinen Metalfantasien an der Gitarre nachgehen und Keyboarder Rick McPhail darf sich den Percussioninstrumenten mit Inbrust widmen:

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Tocotronics Auftritt ist dabei kein Einzelfall. Schon in den frühen 80ern machten The Cure ähnliches wie auch Oasis in den Mitt90ern, auch wenn bei den Brüdern Monobrow für dünn informierte Fernsehredakteure zugegebenermaßen die Verwechslungsgefahr besonders groß ist: … weiter lesen
27.09.2009 von Christian Ihle
“Von einer gigantischen Welle Testosteron getragen, ziehen Rammstein blank und präsentieren, was den Mann zum Tier macht’, verkündet die Band-Homepage. Das Video zur Singleauskopplung ‘Pussy’ des für Oktober angekündigten neuen Albums ist aus ganz guten Gründen nur auf einer deutschen Porno-Webseite zu sehen, und das deutsche Feuilleton hat was zu diskutieren. Dabei sind die mit teutschem Zungenschlag zum Dröhnschädelrock vorgetragenen brachial-blöden Texte (‘Schnaps im Kopf, du holde Braut / steck Bratwurst in dein Sauerkraut’) nun wahrlich Kraut von gestern. Was in der Wirklichkeit durch Aufwärmen gewinnt, schmeckt in der Kunst aber schnell schal. Rammstein wirken, als wollte jemand mit zu viel Geld ein deutsches Drahdiwaberl-Remake designen. Eine echt schlechte Idee.”
(Klaus Nüchtern im österreichischen Magazin Falter)
Dank an Lorenz!
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26.09.2009 von Christian Ihle
“Heute ist die grüne Partei die Sympathieorganisation jenes irgendwie um Mensch, Umwelt und guten Wein besorgten Teils der Mittelschicht geworden, der seinen relativen Wohlstand gerne auf andere ausgedehnt sähe ohne allerdings, wie die Linke, gleich “Reichtum für alle” zu fordern. Um ein wenig garstig zu sein: Die Grünen haben sich zur FDP mit mitmenschlichem Antlitz gewandelt.”
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25.09.2009 von Christian Ihle

Wir werden ja nicht müde, “Hellhole Ratrace” als den besten Song des Jahres zu preisen – und da wir nun schon seit Winter letzten Jahres sehnsüchtig auf die Jungs warten, die den Song geschrieben haben, freuen wir uns natürlich ungemein, die allererste Deutschland-Tour der Westbay-Band Girls präsentieren zu dürfen.
Damit ihr euch alle auch endlich mal von Girls verzaubern lasst, werfen wir noch ein paar Freikarten in den Topf, rühren das ganze mit schönen My Favourite Records – Antworten von Beethoven bis Shakira durch und legen jedem dringend ans Herz, sich die drei bisher gedrehten Videos zu “Hellhole Ratrace”, “Lust For Life” und “Morning Light” anzusehen, weil: einfach so gut.
Wir verlosen 2×2 Karten für die Konzerte in Berlin (29.9.) und München (30.9.). Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, bitte e-Mail an ihle.christian at googlemail.com.

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* Your three favourite Punk singles/songs?
** Sailin’ on > Bad Brains
** Walk together, Rock Together > 7 Seconds
** The List > Filth
* A record that will make you dance? … weiter lesen
24.09.2009 von Christian Ihle
Das faszinierende Blog “Letters Of Note” hat heute auf einen Brief von Philip K. Dick aufmerksam gemacht, in dem sich der Autor von “Do Androids Dream Of Electric Sheep” – der Vorlage zum wohl besten Science-Fiction-Films aller Zeiten, “BladeRunner” – beim Filmproduktionsteam für die visionäre Ausgestaltung seiner Geschichte bedankt:

(größer? klick!)
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24.09.2009 von Christian Ihle
“i don’t get paid for photo shoots. i’ve never got paid to get my tits out. except at school, but thats different.”
so Lily Allen auf ihrer myspace seite während einer Diskussion über Filesharing (!)