Believe The Hype (1): Schnipo Schranke, Lafote, Isolation Berlin, Oum Shatt, Oracles

Schnipo Schranke


Noch keine richtige Single veröffentlicht, aber schon Song des Jahres in den Kritikercharts der Intro und in den Top 10 unseres Popblogs: Schnipo Schranke, zwei Damen aus Hamburg, haben mit ihrem textlich an einige Schmerzgrenzen gehenden „Pisse“ in 2014 für einiges Aufsehen gesorgt. Man darf wirklich sehr gespannt sein, ob Schnipo Schranke hier noch einen draufsetzen können oder ob Song Nummer 1 bereits der Gipfel war. Jedenfalls: wir wollen mehr!





Oum Shatt





Jonas Poppe hat schon einen weiten Weg hinter sich. Einst mit den leider nie genug gefeierten Sitcom Warriors als die deutschen Strokes angetreten – man höre bitte einmal das wahnsinnig gute „Party In East Berlin bei dieser Gelegenheit:

…vereinte er Mitte der Nuller-Jahre die Indieszene mit der elektronischen Vormacht Berlins als Kissogram, war zu Beginn des letzten Jahres kurz in der Ja, Panik – Aufstellung wiederzufinden und hat nun mit Chris Imler die hervorragende Band Oum Shatt gegründet, die arabische Melodieeinflüsse mit krautrockiger Präzision vereint.


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Lafote





Lafote aus Hamburg haben als Vorband von Trümmer letztes Jahr schon gezeigt, dass sie die nächsten Kandidaten für die neue deutsche Indie/Punkgitarrenwelle sein können. Im Gegensatz zu Trümmer sind Lafote allerdings erheblich sperriger, weniger breitwandig, mehr in Richtung Post-Punk gedreht. Mit ihrem ersten Hit „Zündschnur“ landen sie schön zwischen Fehlfarben und den frühen Blumfeld – und im Refrain gelingt ihnen mit „Ich will nichts mehr hören / ich will alles selber sagen“ auch noch gleich ein Peterheinismus erster Güte.





Isolation Berlin





Die Debüt-EP von Isolation Berlin war schon auch ein ziemlicher Paukenschlag Mitte 2014. Vom Jingle-Jangle-Pop des Titelstücks „Aquarium“, der an die Fast Weltweit – Bands erinnert, zum erdschweren „Alles Grau“, das so sehr nach Rio Reiser klingt wie seit, nun ja, Rio Reiser keiner mehr.


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Oracles





Bevor Pete Doherty in Thailand anscheinend endgültig (?) die Segnungen des Drogenentzugs entdeckte, verbrachte er ein gutes halbes Jahr in Hamburg. Dort stolperte Pete über Oracles im benachbarten Proberaum und war von deren Psych-Pop so angetan, dass (was selten genug passiert) Oracles „Melt Tonight“ sogar in England bemerkt wurde – eigentlich auch kein Wunder, denn natürlich passt der verstrahlte Sound, der an die psychedelischen, unstampfigen Momente des ersten MGMT-Albums erinnert, hervorragend zur dort derzeit herrschende Psych-Begeisterung.


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Weitere Folgen:
* Believe The Hype (2): Riot Grrls! Cherry Glazerr, Slutever, Deers (aka Hinds), Girlpool, Wolf Alice, Mars Needs Women

Kommentare (2)

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  1. fuck! wo ist mein comment? darf man hier kommentieren oder dürfen das nur eingeweihte geweihtäger?
    und was ist, wenn ich muss? ich muss mal: taz is für die katz!

  2. schnipo schranke: absolut nicht klar, was an den beiden schnecken so super-genialisch-geil sein soll… wahrscheinlich das ’neue deutsche arbeiterlied auf ekel-feministisch‘ getrimmt. oder ich bin einfach zu alt dazu: schon meine oma konnte solche sachen daherlästern (’solang eine frau beide hände hat, braucht sie keinen mann!‘, na, wär doch gleich ein neuer super-duper-mega-hit, fräuleins? hehe