05.12.2012 von Christian Ihle
1. This Many Boyfriends – Tina Weymouth

Soundcloud-Link hier
Wenn es am besten Indiepop-Album des Jahres etwas zu bekritteln galt: die meisten Songs von This Many Boyfriends waren uns durch EPs und Singles schon bekannt. Aber “Tina Weymouth”, der Albumopener über die Bassistin der Talking Heads, war neu – und was für eine Art ein Album zu eröffnen. Die Zeile “You love pop songs about love more than being in love in the first place” scheint auf den ersten Blick eine schrankenlose Affirmation des Nerdtums zu sein, doch bei genauerem Hinhören fällt auf, dass es sich eher um eine wehmütige Absage dem Eskapismus gegenüber handelt. Das Leben, es ist hier.
2. Palma Violets – Best Of Friends
Der heißeste Tipp aus… weiter lesen
11.06.2012 von Christian Ihle
1. Fehlfarben – Lang Genug

“Xenophonie” ist das beste Fehlfarben-Album seit dem “Knietief im Dispo”- Comeback vor zehn Jahren – und während die erste Single aus diesem Album mit “Platz Da” eher ein öder Stampfer ist, zeigt b-Seite und Albumtrack “Lang genug” warum: das Saxophon ist wieder so irritierend präsent wie auf “Monarchie & Alltag”, die Band spielt lebendiger denn je und Peter Hein hat bei aller Egalheit wieder genug Wut gesammelt, die er uns entgegenbrüllt.
Hein gelingt in einem der schönsten Momente des Albums gleichzeitig an der Tatenlosigkeit der Masse zu verzweifeln, zur Revolution aufzurufen, den Herrgott zu beschimpfen und sich in typisch Hein’scher Lakonie letztendlich einfach nur das nächste Bier herbeizuwünschen. “Was passiert in Bankenland? / Wann werden Banken wieder niedergebrannt? / Hört hier wer einen Aufruf zur Gewalt? /Bleibt nach der Revolution die Küche kalt? /… weiter lesen
16.08.2011 von Christian Ihle
Boy Division – Message In A Bottle EP

Boy Division sending out a message in a bottle – Hamburgs bestgekleidete Coverband ist zurück! Boy Division stellen nach ihrer vor zwei Jahren veröffentlichten Pet Sounds EP (auf der nur Songs über Tiere gecovert wurden) nun mit „Message In A Bottle“ ein weiteres Meisterwerk der Konzeptkunst vor.
Der alte Police-Klassiker wird dem Genöle von Sting entrissen und nun im unverkennbaren Boy Division – Soundgewand präsentiert: alle Regler auf 11, Mega- statt Mikrofon und an Stelle eines Schlagzeugs wird mit zwei Klöppeln auf alte Eimer eingedroschen als gäbe es kein Morgen mehr.
Neben dem Hauptsong finden sich auf der 3-Inch-CD noch Remixe von illustren Kollegen aus der Hansestadt wie Tocotronics Rick McPhail, H.Gicht, Misses Next Match und Chefproduzent Tobias Levin.
Der eigentliche Clou aber liegt in der Verpackung, haben die Boys doch ihre kleine CD in eine Plastikflasche gezwängt. Dass der Aufdruck auf der Flasche dabei „ABSOLUT BOYDIVSION“ lautet und einer bekannten Getränkemarke nachempfunden ist, dürfte niemanden überraschen, der die Hamburger Jungs je auf der Bühne gesehen hat, sind ihre Liveauftritte doch mehr Performance-Kunst mit Schnaps als herkömmliche Gigs.
(Streng limitiert und von der Band handgearbeitet ist Boy Divisions „Message In A Bottle“ nun beim Label Fidel Bastro und in einigen Independent Plattenläden für 7 Euro erhältlich.)
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Various Artists – Rave On Buddy Holly

Tribute-Alben sind oft eine nette Idee mit wenig Substanz, eine … weiter lesen
26.12.2008 von Christian Ihle
Was das Popblog im Laufe der Monate empfehlenswert fand, Teil 2…
Juli 2008
Platz 1: Yeti – The Legend Of Yeti Gonzales
“Mehr oder minder unerwartet bläst einen nun aber das Debütalbum mit dem albernen Titel „The Legend Of Yeti Gonzales“ aus den Schuhen: nicht nur dass der Mod-Rock eingemottet wurde und die Byrds wieder als Hauptinspiration gelten dürfen, nein, dazu kommt auch noch feingeistiges Gitarrenspiel und Arrangements die gar an das legendäre „Forever Changes“ von Love erinnern.”
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20.11.2008 von Christian Ihle

* Die drei besten Punksongs/-singles?
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18.11.2008 von Christian Ihle

Würde das Popblog ein Musikfestival veranstalten, Boy Division wäre die erste Band, die wir buchten. Jedes Jahr. … weiter lesen
24.09.2008 von Christian Ihle
Jaja, eigentlich ehren wir keine EPs mit „Album des Monats“-Lorbeeren. Aber andererseits ist die Geschichte der Hamburger Band Lars Bang Larsen schon wieder zu gut: 2004 hatte man sich einen Platz als Vorgruppe des Popblogs liebster Coverband Boy Division erkämpft und nach dem Auftritt sofort einen handgeschriebenen Vertrag der Fidel-Bastro-Labelherren über den Tisch geschoben bekommen.

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19.05.2008 von Christian Ihle
Diese Unmengen an Musik, die jedes Jahr veröffentlicht werden! Man kommt kaum noch nach, all die neuen Releases – oder zumindest die aus dem eigenen Lieblingsgenre – wirklich anzuhören, geschweige denn sich auf die Suche nach Goldstücken aus der Vergangenheit zu begeben.
Hier setzt das Schwesterblog von Monarchie & Alltag, „Abenteuer & Freiheit“, an, das sich mit all den kleinen Schwestern der großen Hits befassen will. Die Nichtalbumsingle, die keiner mehr kennt, die b-Seite, die der a-Seite schon immer hands down überlegen war, der vergessene Albumtrack, der unverständlicherweise nie Single wurde…
Zu jedem Wochenbeginn soll ein neues Stück vorgestellt werden und die ersten vier “Ausgaben” sind bereits veröffentlicht.
* Wild Billy Childish: „Punk Rock Ist Nicht Tot“
Die Independent-Legende Großbritanniens hier beispielhaft mit einem Song aus seinem über 100 Platten großen Backcatalog. Nebenbei ist er auch noch verantwortlich für den Refrain von Art Bruts Song „St. Pauli“ aus deren letztem Album: „Sorry if my accent’s flawed / I learnt my German from a 7 inch record / Punk rock ist nicht tot!”
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* Del Shannon: „New Orleans (Mardi Gras)“
Bekannt wurde Del Shannon vor allem durch seinen Hit “Runaway”, doch Ende der 60er Jahre veröffentlichte er ein leider untergegangenes Album, das sich für unseren Gastschreiber Steph auf Augenhöhe mit „Pet Sounds“ und „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ befindet.
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* Boy Division: „Love Will Tear Us Apart“
Nachdem Joy Division in diesem Jahr endgültig vom Mainstream verzehrt wurden und ihre offizielle Kanonisierung erfuhren, tut es gut, Hamburgs bestgekleidete Coverband mit einem fantastisch respektlosen Cover von „Love Will Tear Us Apart“ zu hören, das nebenbei auch alle anderen Coverversionen dieses Songs (und welcher Song der Indiegeschichte wurde bitte häufiger nachgespielt?) mühelos in den Schatten stellt.
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* Die Bienenjäger: „Große Städte, Flaches Land“
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