31.12.2009 von Christian Ihle
10. Felice Brothers: “Penn Station”

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So muss es klingen, drückte man dem Dylan von “Positively 4th Street” eine Flasche Whiskey in die Hand und ließe ihn mit einer räudigeren Band trunken closing time – Songs aufspielen. In gewisser Weise sind die Felice Brothers damit auch ein New Yorker Äquivalent zu den Pogues (man achte übrigens bei obigem Video unbedingt auf das Ende!).
9. Fehlfarben: “Nichts erreicht meine Welt” (live)
Im Großen und Ganzen bleibt zu konstatieren: die nun auch schon sieben (!) Jahre andauernde Fehlfarben-Reunion hat mehr Gutes als Schlechtes gebracht. Und das allein ist schon bewundernswert bei einer Band, die ein so großes Denkmal wie “Monarchie & Alltag” zur freien Beschädigung vor sich hätte. In diesem Jahr erschien kein reguläres Album, aber ein eigenwilliges Livedokument der aktuellen Tour, auf dem ausgerechnet einer der Songs aus der “blinden” Fehlfarben-Phase (also jener Zeit Anfang der 90er als eine erste Fehlfarben-Reunion völlig unbeachtet blieb) alle anderen turmhoch überstrahlt: “Nichts erreicht meine Welt”.
8. Julian Casablancas: “11th Dimension”

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Vielleicht hat man Julian Casablancas Solo-Debüt doch nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit versehen … weiter lesen
27.10.2009 von Christian Ihle
Jamie T bezeichnet sich selbst als Dieb, als Pirat, und das kann man auf dem Zweitwerk auch hören. Selbst das Debüt “Panic Prevention” war schon kein Kind von Traurigkeit, als es darum ging, 2007 stilvoll Reggea, Rock, Hip-Hop und Lo-Fi-Punk zu vermischen. Der junge Mann aus Wimbledon begeisterte in erster Linie Musikjournalisten und Mädchen, weil seine Art zu Texten und zu arrangieren direkt aus dem Herzen kam und dabei trotzdem noch einen Umweg durch den nächsten Pub nahm. Man höre nur die erste Single “Sheila”. Das hatten zwar bis dahin auch einige andere Musiker der jüngeren Vergangenheit ganz gut hinbekommen. Im Gegensatz zu Lily Allen und Mike Skinner aber hatte Jamie T – zumindest behauptet er das selbst – weder eine Drogenkarriere noch ein besonders ausgeprägtes Selbstdarstellungsproblem. Er war eben einfach der freakige kleine Junge aus der Nachbarschaft, der neben exzessivem Bier- und nicht minder exzessivem Musik-Konsum noch selbst Songs schrieb.

Auch “Kings & Queen” klaut sich wieder Ideen zusammen, steckt sie in einen Computer und schüttelt einmal kräftig durch. … weiter lesen
03.03.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Kaum über 20 ist der Brite Jamie Treays, doch schon seit einigen Jahren veranstaltet er Konzerte, tritt selbst auf und rief die „Panic Prevention Disco“ – Reihe ins Leben. Auf jenen Veranstaltungen verteilte er selbstgemachte Mixtapes, die derrwischgleich durch die Genres Hip-Hop, Punk, Reggae, Ska, Folk und Indie jagten und nichts könnte auch das Debütalbum des Wimbledon Wunderkind besser beschreiben: ein kaum zu fassender Genre-Mischmasch, der sich nie wirklich festnageln lässt. Man denkt gleichermaßen an Mike Skinner von den Streets, die Wortspiele eines Alex Turner, eine Ein-Mann-The-Clash oder gar Billy Bragg, dem Jamie mit einer Neuaufnahme von „A New England“ (hier) auch schon die Ehre erwiesen hat.
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05.01.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
Die Idee: Bands und Künstler, die bisher noch kein Debütalbum veröffentlicht haben, aber ob ihrer bisherigen Singles, EPs oder gar nur Demos bereits für Aufsehen sorgen und deren erste Langspielplatte ungeduldig erwartet wird:
Jamie T
Jamie T ist die neue Stimme des britischen Independent-Untergrund und füllt die (bisher nicht bemerkte) Lücke zwischen Mike Skinners Streets, Reggae, Folk, Punk und Singer/Songwriter-Material.
Auf dem unwiderstehlichen „Sheila“, das wie eine reggaefizierte Version des ersten Streets-Albums vorbeitorkelt, macht Jamie auch genau das, was Mike Skinner nun nicht mehr kann: von der Straße erzählen, von den Momenten, in denen dein Bier umfällt.
Das ganze Album „Panic Prevention“ hat eine Bandbreite, wie man sie lange nicht mehr gehört hat und Jamie T ist der sicherste Tip in dieser Liste.
Die einzige Frage, die sich wiederum stellt: warum müssen wir uns mit Gentleman herumplagen, wenn England Jamie T bekommt?
Hören: Sheila, Salvador, If You… weiter lesen