Archive for Juni, 2008

30.06.2008 von Schröder & Kalender
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März-Efeu und eine Landpartie

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert munter in östlicher Richtung.


Am Samstag waren die Schriftstellerin Annett Gröschner und der Dichter Ralf S. Werder bei uns zum Abendessen. Zwischen Salat und Lammhaxe verliehen wir Annett den März-Efeu, ein Literaturpreis, den wir seit 1999 an Autorinnen und Autoren verleihen, die wir im März Verlag, wenn er noch ein allgemeines Programm produzierte, gern verlegen würden.

Die bisherigen Preisträger sind (in der Reihenfolge der Verleihung): … weiter lesen

28.06.2008 von Schröder & Kalender
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Tomayer was here

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Gestern um zwölf kam ich (B) vom Einkaufen und traf Horst Tomayer auf der Wexstraße. Er fuhr natürlich Fahrrad und wollte gerade bei uns klingeln. Horst war vorgestern um fünf mit dem Rad zu seiner alljährlichen Wallfahrt nach Berlin aufgebrochen und kam abends um halb elf in seinem Hotel an. Er war 291 km gefahren.


Tomayers Fahrradtacho, 39313 km seit 2004

Wir verabredeten uns auf ein tschechisches Bier in einem Gasthaus am Bundesplatz. Ich brachte noch schnell … weiter lesen

27.06.2008 von Schröder & Kalender
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Oldtimer (12)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.

Im Jahr 1970 berichtete mir Otto Jägersberg, der damals manchmal als Scout für die Olympia Press tätig war, von einem Pornoalbum aus bürgerlichem Schweizer Nachlaß. Es handelte sich um Fotos aus der Zeit der Jahrhundertwende, und wer annimmt, man habe damals ›sauberer‹ gelebt, der irrt.

Ich bat den Autor, die Fotos auf Verlagskosten zu kaufen, wir veröffentlichten sie mit einem Vorwort von Göran Göransson – ein Pseudonym, das Otto Jägersberg gewählt hatte und später … weiter lesen

25.06.2008 von Schröder & Kalender
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Hochprozentiges Gefahrengut

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nördlicher Richtung.

In seinem Gedicht ›10. Psalm‹ schreibt Brecht: »Ich betäube mich mit Musik, dem bitteren Absinth kleiner Vorstadtmusiken, Orgeln nach der Elektrizität, davon blieb Kaffeesatz in mir, ich weiß es. Aber es ist meine letzte Zerstreuung.«

Deshalb wollten wir jetzt auch mal wieder Absinth bestellen, der kam auch mit einem Brief unseres Händlers … weiter lesen

24.06.2008 von Schröder & Kalender
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Pin-up-Prothese

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in östlicher Richtung.

Was will uns der Mainzer Apotheker damit sagen? Sollen wir täglich 3 x seine Glucosaminsulfat-Pillen schlucken, damit uns die Pin-up-Prothese erspart bleibt?

(BK / JS)

23.06.2008 von Schröder & Kalender
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Unerwünschte Ratschläge (1)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert munter in östlicher Richtung.

***

Auf dem Flohmarkt probierte ich Kleider an. Eines war wie im Biedermeier mit hoher Taille geschnitten, ich las das Etikett: »Modell: Kurt, Istanbul«. Das nächste war aus Rohleinen und gefiel mir. Als ich es Jörg vorführte, machte ich ein paar Faxen, war eben gut gelaunt.

Da schoß eine Frau auf mich zu, ihre Mundwinkel hingen, als sie rief: »Du siehst aus wie eine Semmel, vor dem Backen! Du brauchst Kontraste!« Dann rannte sie zurück zum Wühltisch und zerrte weiter Teile aus dem Kleiderhaufen.

(BK / JS)

21.06.2008 von Schröder & Kalender
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Apropos Marktwirtschaft (2)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert schwach in östlicher Richtung.

Oppenheimers Sohn wollte die Lebenserinnerungen seines Vaters vor dem Vergessen bewahren und gab sie 1964 dem Joseph Melzer Verlag. Was heißt gab? Er bezahlte den Druck. Anständig, aber dumm. Hätte er das Manuskript bloß dem Erwin Barth von Wehrenalp für seinen Econ Verlag geschickt! Dann brauchte ich heute den Namen Oppenheimer nicht in der Wüste auszurufen. Melzer trug das Manuskript lediglich zum Kalima-Druck in Düsseldorf und versandte nach Fertigstellung zehn Besprechungsexemplare an die Presse, damit hatte es sich. Der Oppenheimer-Sohn wurde wütend, weil so gar keine Resonanz kam, und rang endlich Joseph Melzer jenen Prospekt ab, den ich dem Verleger entwarf und der wegen der falschen Daten zu unserem ersten Zerwürfnis führte. Die fünftausend Exemplare ›Erlebtes Erstrebtes Erreichtes‹ lagen seitdem wie Blei bei der Auslieferung.

Das durfte doch nicht wahr sein! Ein Buch mit einem Geleitwort von Ludwig Erhard lag auf Halde! … weiter lesen

20.06.2008 von Schröder & Kalender
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Apropos Marktwirtschaft (1)

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert schwach in östlicher Richtung.

Es war im Jahr 1965, mit den Fahnen und dem Umschlagandruck von Thomas Manns Manifesten fuhr ich nach Bonn zum Bundespresseamt. Wer würde es wagen diesen Autor nicht anzukaufen? Ich dachte, ich könnte mich auf Frau Bauch verlassen mit ihrer jubilierenden Stimme, sie war Sachbearbeiterin im Referat des Oberregierungsrats Hans Stercken, eines bramarbasierenden rothaarigen Wichtigtuers, später Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Schon damals war er der eigentliche Außenpolitiker im Bundespresseamt. Wenn ich ihn wie immer unangemeldet besuchte, seierte er mich voll, wie wichtig … weiter lesen

19.06.2008 von Schröder & Kalender
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Drei zu zwei für Portugal

von Schröder & Kalender

Es ist dunkel, wir sehen also nicht, wie der Bär flattert.

(Horst Tomayer)

19.06.2008 von Schröder & Kalender
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Nützliche Empfehlung

von Schröder & Kalender

Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.

Mit gutem Gewissen können wir den soeben erschienenen Ratgeber ›Der Journalist im Arbeits- und Medienrecht‹ empfehlen. Sein Autor Albrecht Götz von Olenhusen hat uns in Prozessen und bei kniffligen Rechtsfragen stets gut beraten und vertreten. Darunter auch in einem Prozeß gegen die millionenschwere VG Wort. Den haben wir mit vereinten Kräften nach sechs Jahren schließlich gewonnen. So betrachtet lohnen sich die fünfundzwanzig Euro für sein neues Buch – vor allem zur Vermeidung solcher zeit- und geldfressenden Rechtsstreite.

(BK / JS)