30.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Warum sich der Rechtsanwalt Prof. Dr. Friedrich Karl Kaul mit dem Bankier Josef Abs und der Deutschen Bank verglich und deshalb der ›OMGUS-Bericht‹ nicht im März Verlag erschien, steht heute in unserer Kolumne in der jungen Welt.
(BK / JS)
28.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in südöstlicher Richtung.
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Christine Dombrowsky, die Seele des Archivs 451 (die Trikont-Bücher in ihrer Zeit), ist am 20. Juli im Alter von 59 Jahren in München an Krebs gestorben. Wir begegneten Christine öfter, als wir Anfang der 90er in Süddeutschland lebten und sie gerade begann in ihren privaten Räumen die Materialien eines der wichtigsten Verlage der Linken zu archivieren. Außerdem sammelte sie Dokumente, Texte, Flugblätter und Plakate der Achtundsechziger Bewegung (Straßenkampf, Guerilla, Dritte Welt, Che Guevara, Ton Stein Scherben).

Es war eine Sisyphosarbeit, wie wir aus den Begegnungen mit Christine und aus den vielen Telefonaten wissen. Sie hat sich nicht kleinkriegen lassen und glücklicherweise noch rechtzeitig vor ihrem Tode ›ihr‹ Archiv 451 (nach Fahrenheit 451 von Ray Bradbury und der Verfilmung von François Truffaut) an das ›Archiv der Münchner Arbeiterbewegung‹ übergeben können. Dessen… weiter lesen
22.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert munter in südöstlicher Richtung.
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Als der März-Verlag im Jahr 1972 den ›OMGUS-Bericht‹ ankündigte, verursachte dies allergrößte Aufregung in der Vorstandsetage der Deutschen Bank. Es handelte sich um die Ermittlungen gegen die Deutsche Bank, welche eine Gruppe von Mitarbeitern der US-Finanzabteilung 1946 – 1947 im Auftrag der Militärregierung der Vereinigten Staaten für Deutschland vorlegte. Das Resümee des über vierhundert Seiten starken Manuskripts lautete: »Es wird empfohlen, dass:
1. die Deutsche Bank liquidiert wird,
2. die verantwortlichen Mitarbeiter der Deutschen Bank angeklagt und als Kriegsverbrecher vor Gericht gestellt werden,
3. die leitenden Mitarbeiter der Deutschen Bank von der Übernahme wichtiger oder verantwortlicher Positionen im wirtschaftlichen und politischen Leben Deutschlands ausgeschlossen werden.«

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20.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in westlicher Richtung.
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Der Hund unserer Nachbarin ist ein alter schwarzer Mischlingsrüde. Wenn ich ihm begegne, bleibt er stehen und will gestreichelt werden. Nach dem dritten Treffen im Flur fragte ich die Nachbarin, wie der Hund heißt. Da meinte sie: »Gatsby.« Das hat mich erstaunt, aber sie: »Na, Mensch, weil er so groß ist, ›Der große Gabsby‹!«
(BK / JS)
19.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in westlicher Richtung.
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»Wie herrlich ist es, nichts zu tun und von dem Nichtstun auszuruh’n«, reimte Heinrich Zille. Wir jedoch saßen am Schreibtisch und arbeiteten an unserer Folge, die eigentlich schon fertig sein sollte. Wegen der hohen Temperaturen – Höchstwert war 35,5 Grad auf dem Schreibtisch, Durchschnittswert 32 Grad, abends 29 Grad – hatten wir unseren Rythmus umgestellt und lebten nun wie die Griechen: Aufstehen um fünf und um halb zehn eine Runde im Volkspark, Mittagsschlaf. Dann schwitzten wir bis in die kühleren Abendstunden und arbeiteten an ›Wenn Baby bellt‹.

Leserin im Volkspark
(BK / JS)
18.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Gestern noch Demonstration gegen ›Pro Deutschland‹ um das Schönebergerger Rathaus herum, heute zeigte uns der Chef-Bouquiniste eine neue Rarität aus dem Bereich der künstlich herbeigeführten Alterung, die ›Émile – Zeitschrift für Erziehungskultur, ROST‹, 2. Jahrgang 1 / 1989 in einer rostigen Blechhülle, ungelesen.

Auf dem Nebentisch ein umfangreiches Foto-Erotika-Konvolut eines kürzlich verstorbenen Sammlers. Nicht zu fassen, was Benedikt Taschen und zahlreiche ehrbare Verlage alles zusammengetragen haben – um nicht nur den Umsatz zu heben!
(BK / JS)
17.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Alles, was links ist in Berlin, ca. 35 Parteien und Organisationen – und wir natürlich als Parkflaneure – waren heute auf den Beinen und protestierten gegen den Bundesparteitag der rechten Vereinigung ›Pro Deutschland‹, die nächstes Jahr zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses antreten wird. Dass die im historischen Schöneberger Rathaus tagen dürfen ist grotesk, aber so isses nun mal in der Demokratie.
Die Flohmarkthändler vor dem Rathaus verkauften ungehindert weiter. »Ick muss nachher noch ne Vase für meene Frau koofen«, hörten wir einen der gepanzerten Polizisten sagen, als wir an ihm und seinen martialisch gewandeten Kollegen vorbeigingen.

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17.07.2010 von Schröder & Kalender
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Es regnet endlich, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Ein Freund mailte uns: »Mein Alice-Festnetzanschluss ist nach dem Umzug immer noch außer Betrieb, für Kontakte steht bis auf Weiteres bedauerlicherweise nur meine e-Mail-Adresse und meine Mobilfunknummer zur Verfügung …« Er ist nicht der einzige, dem das passiert ist, wir schickten ihm deshalb »Who the fuck is Alice«:
Trotz Gewitterstimmung drehten wir unsere Runde im Volkspark, vorbei am Speerwerfer, der ausnahmsweise nicht beschmiert ist. Selbst die Sprayer vermieden bei dieser Hitze jede Anstrengung.

(BK / JS)
16.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nordwestlicher Richtung.
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Bei den Temperaturen, die gegenwärtig herrschen, denkt man gern an die kühle Briese auf dem Wannsee zurück. Im letzten Jahr hatten Freunde uns zu einem Törn eingeladen, das Schiff trug den schönen Namen ›Omen‹.

v.l.n.r.: Karim, Peter und Heike Oeltze von Lobenthal, Jörg Schröder und der Skipper
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Ich (JS) habe den Törn nur unter der Bedingung mitgemacht, dass ich weder Ruder noch Schoten anfassen muss. Der Grund steht heute in unserer Kolumne in der jungen Welt.

Barbara Kalender steigt an Deck
(BK / JS)
08.07.2010 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert heute nicht.
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Neulich, während der großen Hitze, hatten wir 35 Grad auf dem Schreibtisch. Da waren uns ›Shakespearean Insult Gums‹ eine große Hilfe – speziell Prinz Heinrichs Ausruf (in der Übersetzung von Schlegel / Tieck):
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