09.12.2011 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Gestern Abend schickte unser Freund HP uns den Tipp: »Auf dem neuen Album “Pull Up Some Dust And Sit Down” singt Ry Cooder den schönen Song “No Banker Left Behind”:
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Heute erhielten wir den nachfolgenden Aufruf von Avaaz mit der Bitte um Verbreitung. Wir haben unterschrieben.
Liebe Freundinnen und Freunde,
in 24 Stunden könnten unsere Politiker einen erschreckenden Merkel/Sarkozy-Plan durchwinken, das unser Recht, gute Wirtschaftspolitik zu wählen, abschaffen würde. Doch gemeinsam können wir unsere Politiker davon abhalten, unsere Demokratie und unsere Jobs zu zerstören.
Von Banken in Panik versetzt wollen die Regierungen Europas nun unsere Verfassungen und den EU-Vertrag ändern, damit wichtige Sozialausgaben permanent verboten werden könnten. Es ist verrückt: In den 1930er Jahren erlaubten genau solche Ausgaben Europa und den USA, der Großen Depression zu entkommen. Europa muss Stärke zeigen und die… weiter lesen
07.12.2011 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
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Die Politiker der Euro-Zone nähen an einem Super-Rettungsschirm von 500 Milliarden Euro aus: EFSF, ESM und Mitteln des IWF. Noch spekulieren die Akteure auf den Finanzmärkten auf ein Plus an den Börsen, obwohl Standard & Poor’s das Spitzenrating der USA zurückgenommen hat und das gleiche der Euro-Zone droht. Wird die systemische Schuldenkrise sich bald weltweit so auswirken wie 1929 beim ›Great-Wall-Street-Crash‹, dem die zwölfjährige ›Great Depression‹ folgte, die alle westlichen Industrienationen ins Elend stürzte?
Am 4. Dezember 1929 sang Blind Alfred Reed:
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There once was a time when everything was cheap,
But now prices nearly puts a man to sleep.
When we pay our grocery bill,
We just feel like making our will –
Tell me how can a poor man stand such times and live?
I remember when… weiter lesen
18.09.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert heute nicht.
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In Karl Marx’ ›Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie‹ findet sich eines seiner meistzitierten Zitate: »Es gehört zu den geschichtlichen Erfahrungen, dass alle ›überstandenen‹ Phasen der geschichtlich-gesellschaftlichen Entwicklung früher oder später als komisch empfunden werden, mögen sie noch so tragisch gewesen sein. Die erste Form der Erledigung ist die satirische Form, die zweite das reine Lachen. Der tiefere Grund dafür ist, dass Menschen zu der Überzeugung gelangt sind oder immer mehr gelangen, dass die bloßgestellten Zustände überwindbar sind.«

Foto: Susanne Klippel
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Allerdings bleibt uns gegenwärtig das Lachen im Halse stecken, denn es wiederholt sich in grotesker Aufblähung ein Geschehen, welches die Weltwirtschaft vor ziemlich genau hundert Jahren bereits einmal an den Rand des Abgrunds geführt hat. Das Komische an diesem Geschehen ist lediglich: Der Akteur bzw. seine Nachfahren sind identisch. Es handelt sich um den Magnaten John Pierpont Morgan und die heutige… weiter lesen
02.07.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
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Wer bei Wikipedia ›Selmi-Hochhaus‹ eingibt, der erfährt etwas über die Baugeschichte des Frankfurter City-Hochhauses.
Über den Bankier Selmi gibt es keinen Eintrag, denn den »Bankier des Schahs« gab es gar nicht, sondern nur den Teppichhändler Ali Selmi. Der aber war ein Strohmann der kriminellen Vereinigung von fünf Vorstandsmitgliedern der Selmi-Bank, die illegal Wertpapiere in Höhe von 4,1 Milliarden Mark verdealten. Und damals war eine Milliarde noch ein Haufen Geld! Also ein vergessener Bank-Skandal aus dem Jahr 1975, an den uns diese Todesanzeige erinnerte:

Mehr dazu in unserer heutigen Kolumne in der jungen Welt.
(BK / JS)
29.03.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert in östlicher Richtung.
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Zum Titelfundus des März Verlags gehören neben den Originalveröffentlichungen und Übersetzungen der Gegenwartsliteratur auch einige Nachdrucke älterer Werke. Dazu zählt ›Die großen amerikanischen Vermögen‹ von Gustavus Myers, das 1916 in deutscher Übersetzung zuerst im S. Fischer Verlag erschienen war. Ich fand den Titel in einem Antiquariat und plante einen Nachdruck im Melzer Verlag. Nach der Sezession veröffentlichte ich das Werk als eines der ersten Bücher im gerade gegründeten März Verlag.

Gustavus Myers, ›Die großen amerikanischen Vermögen‹ in zwei Bänden. Aus dem Amerikanischen übersetzt und mit einer Einleitung versehen von Max Schippel. Engl. brosch, 800 Seiten, März Verlag 1969 (nur noch antiquarisch erhältlich). Nach der gelben März-Ausgabe erschien das Buch zehn Jahre später noch einmal unter dem Titel ›Money‹ als März-Buch im Vertrieb Zweitausendeins und erlebte zwei Auflagen.
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Gustavus Myers war einer der ersten sozialistischen Analytiker des amerikanischen Großkapitals. Dieses Werk der Kapitalismusforschung hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Nach Jahren intensiver Studien und Nachforschungen stellte Myers die skandalösen, vertuschten und manipulieren kriminellen Hintergründe der Entstehung des Großkapitals, der Astors, Rockefellers, Vanderbilds und anderer minuziös dar. Eindrucksvoll und faszinierend an diesem Buch ist, daß es Myers gelang, die Zusammenhänge so darzustellen, daß sie Laien, die nicht geübt sind mit wissenschaftlichen Texten umzugehen, einleuchtend und ohne Schwierigkeiten zugänglich sind. … weiter lesen
26.03.2009 von Schröder & Kalender
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Es ist schon dunkel, wir sehen nicht, wie der Bär flattert.
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Eine Bank oder eine Aktiengesellschaft muß nicht teuer sein. In Delaware kostet eine Incorporated nur 100 Dollar

und eine Bankfiliale auf den Antillen bekommt man für schlappe 20.000 Dollar. Mehr haben auch die Deutsche Bank und andere Big Player nicht für ihre Offshore-Filialen bezahlt, über die sie Milliardenströme laufen lassen. Das sollte wissen, wer am 28. März für Transparenz demonstriert. Mehr darüber heute in unserer Kolumne in der jungen Welt.
(BK / JS)
23.03.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert heftig in östlicher Richtung.
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Post von Povl aus Dubai, er schreibt: »Anbei ein netter Erklärungsversuch des ›credit crunch‹, deshalb auch
kein Komasaufen im COMA, sondern lieber bei ›Mandy‹.
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Die Ursachen und Wirkungen der Kreditkrise sind schwer zu verstehen. Hier nun endlich ein Erklärungsmodell zur Finanzkrise, das jeder versteht:
Mandy besitzt eine Bar in Berlin-Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschließt sie, die Getränke der Stammkundschaft – hauptsächlich Hartz-IV-Empfänger – auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren. Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandys Bar.
Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit auch massiv ihren Umsatz. Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandys Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung.
Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND®, ALKBOND® und KOTZBOND®. Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung ›SPA‹ – Super Prima Anleihen – und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per Email abgesichert. Daraufhin werden sie von mehreren Rating-Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in Mandys Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen. … weiter lesen
19.03.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert wütend in nordöstlicher Richtung.
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Endlich ein Lichtblick in der Bankenkrise! Auf unserem Philosophenweg durch den Volkspark Schöneberg sahen wir heute diese Bank, welche Spaßvögel fachgerecht vergoldet mit roten Sitzkissen gepolstert und mit Goldkordel verziert hatten. Sogar der Abfallbehälter wurde nicht ausgelassen.

Ein junges Paar erzählte uns: »Wir wollten auf dieser tollen Bank nur sitzen und die Sonne genießen. Da kam einer von der Parkaufsicht und schnauzte uns an: ›Waren Sie das etwa?! Das ist Sachbeschädigung!‹ Am liebsten hätte er uns verboten, hier zu sitzen.« Berlin – the place to be.
(BK / JS)
13.03.2009 von Schröder & Kalender
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Der Bär flattert munter in nordöstlicher Richtung.
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Gestern haben wir uns in der Burgstraße bei der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken einen Scheck über 1,7 Millionen abgeholt. Das ist zwar nur ein Bruchteil des Betrages, den wir als Opfer der Finanzkrise verloren haben, aber in diesen Zeiten wird man ja bescheiden.
Gleich neben dem Bundesverband deutscher Banken residiert die Buchhandlung Walther König, die größte und bestsortierte Kunstbuchhandlung in Berlin. Dort stehen seit neuestem die fünf Jubiläumskassetten von ›Schröder erzählt‹ in der Vitrine zum Vorzugspreis von 1750,– Euro. … weiter lesen
11.09.2006 von Schröder & Kalender
Der Bär flattert in nördlicher Richtung.
Weil wir davon ausgehen, daß nur wenige taz-Leser den Finanzmarkt der FAZ studieren, bringen wir ausnahmsweise den vollständigen Text über Mirko Saccani und seine Mäzenin. Und zwar ohne Kommentar, denn eine bessere Realsatire haben wir lange nicht gelesen!
(BK / JS)
Der teure Tango Tango der Mimi Monica Wong
Eine Bankerin nimmt Tanzstunden für 12 Millionen Euro und gerät aus dem Tritt / Von Christoph Hein (FAZ vom 7. September 2006)


