vonBlogwart 12.06.2012

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus der und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Gestern haben wir auf Facebook unsere taz.kommune gefragt, was die EM neben Pyros, Papierkugeln und Freiluftbühnen vor Usedom kaputt macht.Das war wohl die richtige Frage. Bis heute morgen kamen 536 Antworten – ernst, lustig und völlig abstrus und einige, auf die die Redaktion niemals gekommen wäre. Vielen Dank für eure Beteiligung! Wir haben uns wirklich gefreut, dass ihr so zahlreich mitgemacht habt! Das ist ein neuer Kommentarrekord bei Facebook.

Diese 15 Antworten haben es in die EM-Beilage und in die Bildergalerie geschafft:

15. „Rassismus, Antisemitismus, Schwulenhass.“

14. „Hässlich bunte Fußballschuhe!“

13. „Fußball-Fanatiker(innen), die nur alle zwei Jahre mal ein paar Spiele gucken und plötzlich große Fans sein wollen.“

12. „Positiv besetzte Platzstürme.“

11. „Sepp Blatter & Michel Platini.“

10. „Unterwäschewerbespots mit Cristiano Ronaldo.“

9. „Augenkrebs bei der EM-Logo-Einblendung.“

8. „Reporter, die zwei Sekunden nach Spielschluss durchdachte Analysen von den schwitzenden Spielern erwarten, selbst aber außer ,Woran lag’s?‘ nichts draufhaben.“

7. „Außenspiegel-Bezüge.“

6. „Frauen, die bloß Fußball schauen, um lautstark betonen zu können, welche Spieler sie süß finden!“

5. „Holland-Bashing!“

4. „Dieses Schulabbrecher-Techno-Lied vor jedem Spiel und in der Halbzeit.“

3. „Das 90er-Jahre-Uefa-Logo, das aussieht wie ein geplatzter Super Mario.“

2. „Die SPD, wer sonst.“

1. „Harndrang.“

Außer diesen den Fußball betreffenden Antworten bezogen sich die meisten Kommentare allerdings auf ein ganz anderes Thema, das wir in der Zeitung schon im vergangenen November behandelt haben: die Tötung von Straßenhunden in der Ukraine im Vorfeld der EM. Die Masse der Kommentare, mit der die Facebook-Community auf die Tierschutzproblematik reagierte, war beeindruckend. Eine Resonanz, die wir uns künftig auch bei anderen Themen wünschen.

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https://blogs.taz.de/hausblog/was-macht-die-em-kaputt-kommentarrekord-bei-der-taz-kommune/

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kommentare

  • „Außer diesen den Fußball betreffenden Antworten bezogen sich die meisten Kommentare allerdings auf ein ganz anderes Thema, das wir in der Zeitung schon im vergangenen November behandelt haben: die Tötung von Straßenhunden in der Ukraine im Vorfeld der EM. Die Masse der Kommentare, mit der die Facebook-Community auf die Tierschutzproblematik reagierte, war beeindruckend. Eine Resonanz, die wir uns künftig auch bei anderen Themen wünschen.“

    Was geht ihr denn so ab Leute? Die TAZ hat sich schon immer dem breiten Spektrum und eben nicht der Schaulust verschrieben. Genau deswegen ist es doch nur gut und eben nicht „RTL blabla“, dass sie andere Aspekte aufgreift und nicht 24/7 auf den Hundetötungen rumberichtet. Ihr widersprecht euch selbst in diesem Fall. Des weiteren ist diese Liste durchaus humoristisch zu verstehen und in ebendieser haben die Hunde noch weniger verloren, denn – da habt ihr teils Recht – dieses Thema ist (zwar diffiziler als manch einer von euch denkt) aber sicher nicht lustig.

    Ich finde dieser Liste unterhaltsam, würde mich niemals so drüber aufregen und freute mich regelrecht über eine „kritische“ EM-Satire, die nichts mit toten Hunden zu tun hat. Ich kann wie gesagt nicht verstehen, dass ihr der taz hier Boulevardjournalismus vorwerft, denn genau das ist hier auf keinen Fall geschehen.

    Eine echte Sensationspresse hätte ( und HAT ) dieses Thema tausendfach aufgegriffen. Die Taz hat eben dies nicht getan. Freut euch doch da mal drüber und werdet nicht selbst Opfer des Emotionsjournalismus. Habt einfach mal ein wenig Achtung und denkt euch in die Rolle des anderen rein, es wird euch viele Einsichten bescheren. Danke für euer Verständnis!

    Liebe Grüße, Neon.

  • „haben wir auf Facebook unsere taz.kommune gefragt“.

    Da habt ihr ja ein tolles virtuelles Zuhause gefunden und die Antworten sind entsprechend.

    Warum zieht ihr im real life nicht analog dazu ins Axel-Springer-Hochhaus ein? Da würdet ihr ebenso gut hinpassen wie bereits auf Facebook und Euer Kai räumt Euch sicher ein paar Büros leer.

    Und ich hatte Euch mal im Abo. Hahahaha.

  • Soso … da wünscht man sich also Resonanz … um diese dann mit einem zynischen Titelbild, einem lapidaren Kommentar und einer unglaublich dummen Hitliste mit Füssen zu treten.

    Das ist Journalismus der untersten Schublade und stellt die taz mit RTL und der BLÖD-Zeitung auf eine Stufe.

    Die Rote Karte auch von mir !

  • Nach diesem Artikel ist die TAZ für mich ebenso gestorben wie die zigtausend Straßentiere, die hier mit kaum mehr als einer Silbe erwähnt werden!

  • Es ist unglaublich, was für eine schwachsinnige Liste hier veröffentlicht wird und das wirklich wichtige Thema, was alle berührt, als ignorante Randnotiz erscheint! Pfui, TAZ lese ich nie wieder!

  • Ich finde es sowas von geschmacklos, einen Hund im Trikot und Ball als Titelbild zu nehmen.
    Es kann auch nicht sein, sich so wenig auf den Tiermord der Blut-EM einzulassen obwohl es die größte Anzahl der Meldungen war. Außerdem kann es nich…t angehen, alberne Antworten vor dem zu stellen, was wirklich die EM kaputt gemacht hat-nämlich das schreckliche Abschlachten unschuldiger und nicht auf der Sonnenseite geborener Tiere :( Die Gleichgültigkeit jener, die es nicht für nötig gehalten haben, die EM rechtzeitig zu boykottieren wozu sie in der Lage gewesen wären- denn ohne Spieler keine EM!
    Aber nein, keinem passte der Schuh- es wurde ja von niemanden gewünscht. Es geht ja um des Menschen lieben Geld….
    Tiere sind keine Gegenstände die man einfach nach Belieben entsorgen darf!
    Warum tun sich die Medien so schwer, sich auch mal mit unbequemen Themen ernsthaft, gezielt und nachhaltig auseinander zu setzen?!
    Vielleicht weil es auch nur Menschen sind die denken „mir passt der Schuh nicht“ ? :(

  • Ich war sehr gespannt, wie die taz mit den Ergebnissen der Umfrage umgeht. Was ich dann lesen durfte, war unterste Schublade und an Ignoranz nicht zu überbieten.
    Das Thema Tierschutz scheint der taz nicht mehr wichtig zu sein, sonst würde man sich wenigstens ansatzweise mal mit diesem Verbrechen an den Tieren und den Leuten, welche darauf hinweisen auseinandersetzen.
    Ihr steht hier aber mehr auf Klamauk und ergebt euch in Geschmacklosigkeiten a la RTL und Co.
    Arme TAZ !!!

  • Mit der Randnotiz zu der riesigen Resonanz betreffs der Hundemorde habt Ihr Euch selbst disqualifiziert. Der Zusammenhang zwischen Fußball, Millionengeschäften und „sauberen“ Straßen in der Ukraine sollte sich auch der TAZ-Redaktion erschließen können. Offensichtlich pffeift die TAZ auf ihre Leser. Dafür pfeife ich künftig auf ihr Blatt. Im Fußball nennt man das Rote Karte.

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