vonChristian Ihle 11.03.2009

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Benefiz-Sampler, das muss man leider zugeben, haben oft einen schalen Beigeschmack. Bands, die ihre unveröffentlichten Songs für diese Zusammenstellungen zur Verfügung stellen, geben oft eben genau jene Songs her, die aus guten Gründen vorher unveröffentlicht blieben. Lieder, die es nicht auf die regulären Alben geschafft haben und oft nicht mal als B-Seiten auf Singles landeten.

darkwasthenight

Mit umso mehr Spannung musste der Release von „Dark was the Night“ erwartet werden. Die Sampler, die die Aids-Hilfe-Organisation „Red Hot“ unterstützen, waren meist auf hohem Niveau.
Man hatte vorgesorgt: Damit da kein halbgares Song-Werk darauf landet, standen Aaron and Bryce Dessner von The National als Paten und Produzenten zur Verfügung. Und sie haben zusammengetrommelt und -gesammelt, was dem Indie-Hörer mit großem Herz wichtig und heilig ist.

Ich neige bestimmt nicht zu Übertreibungen, wenn ich jetzt behaupte, dass die wohl wichtigsten Acts der aktuellen (amerikanischen) Musikgeschichte vollständig angetreten sind, um für „Dark was the Night“ nicht nur Songs zur Verfügung zu stellen, sondern sie extra für diese Zusammenstellung aufzunehmen.

Andächtig sollten hier nur folgende Namen (in alphabetischer Reihenfolge) zum Frohlocken und Jubilieren animieren:

Antony Hegarty
Arcade Fire
Beirut
Blonde Redhead
Bon Iver
Cat Power
The Decemberists
Feist (zusammen mit Death Cab for Cuties-Kopf Ben Gibbard)
Iron & Wine
Stuart Murdoch (Belle & Sebastian)
My Morning Jacket
Conor Oberst (nahm zusammen mit der Bluegrass-Sängerin Gilian Welch den Bright Eyes-Song “Lua” neu auf)
Dave Sitek (TV on the Radio und laut NME „the most forward thinking person in pop”)
Spoon
Sufjan Stevens
und Yo la Tengo…

Und jetzt bitte die Freudentränen zurückhalten, denn: Das ist gerade mal die Hälfte der an “Dark was the Night” mit eigens eingespielten Songs beteiligten Künstler. Um auf anfängliche Bedenken zurückzukommen: Niemand hier gibt sich die Blöße, nur halbgutes Songwerk zur Verfügung zu stellen. Punkt.
„Dark was the Night“ hält durch die Bank das Niveau, das die Bandauswahl verspricht. Und gutes tut man mit der Anschaffung ja auch noch. Eine Win-Win-Situation, quasi. (Säm)


Im Netz:

* Indiepedia
Label Homepage

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https://blogs.taz.de/popblog/2009/03/11/album_des_monats_februar_platz_3_various_artists_-_dark_was_the_night/

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