Archive for März, 2008

28.03.2008 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (240)

von Helmut Höge

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Der Hausmeister einer Schraubenfabrik in Heathrow (London)  benutzt gerne den Gabelstapler, um damit dies und das auf dem weiträumigen Firmengelände zu erledigen – aber hier – beim Verrücken eines Pilonen – übertreibt er etwas.

28.03.2008 von Helmut Höge
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Auslaufende Konjunkturen

von Helmut Höge

 ”Das Einzige was zählt, ist der Augenblick, aber auch das Jahrhundert!”

Auch wenn sich die Jugendbewegung mit ewigen Wahrheiten garniert, folgt sie doch streng den jeweils neuesten Konjunkturen und Moden – das reicht von Sartre bis Piercing, von Bio bis Techno und von Ernst Jünger bis Punk. So wie letzteres die Hippies negierte, wird derzeit “68″ von den “Bobos” und “Dibos” erledigt.  Wobei allerdings schon die französischen 68er-Marxisten Gilles Deleuze und Félix Guattari zu bedenken gaben, dass das “Revolutionär-Werden” etwas ganz anderes ist als “die Revolution – rückblickend”! Bereits die englischen Romantiker wurden nicht müde, Cromwell zu verdammen, “und ihre Argumente ähnelten  verblüffend den heutigen – z.B. über Stalin”. Zuvor hatt bereits Michel Foucault, der selbst Teil einer “Franzmänner-Mode” wurde,  zu bedenken gegeben: “”Was gibt es überhaupt in der Geschichte, was nicht Ruf nach oder Angst vor der Revolution wäre?”

Hier einige Details über Helmut Salzinger, der uns diesbezüglich ab… weiter lesen

27.03.2008 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (239)

von Helmut Höge

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Diesen “Glitter Poller” bastelte der Hausmeister (Janitor) Gary Balden – des Furniture-Shops “Troth” in Springfield, Colorado und stellte ihn seinem Chef für dessen Parkplatz zur Verfügung. Foto: Peter Grosse

27.03.2008 von Helmut Höge
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Beerdigungen und Nachrufe

von Helmut Höge

Auch das gehört mit zu den Aufgaben eines Aushilfshausmeisters bei der taz

- where people come/people go/and talk of Michelangelo.

1. Günter Schinske

Er gehörte, zusammen mit Max, Uschi und Gabi, zum harten Kern der Pritzwalker Qualifizierungsmaßnahme für langzeitarbeitslose Landarbeiter. Man versprach ihnen anschließend ABM- Stellen, als daraus nichts wurde, zogen sie sich in ihre Wohnungen zurück, tranken und verfolgten die Welt quasi nur noch über dürftige Fernseh-Features und billige US-Serien. Uschi bekam ein Hüftleiden, ihr Freund kam ins Gefängnis, dann auch ihr großer Sohn, dann sogar ihr neuer Freund, und schließlich nahm man ihr den kleinen Sohn weg. Max bewarb sich – vergeblich – bei einigen niedersächsischen Molkereien und mußte dann wegen eines Herzleidens ins Krankenhaus. Dann wurde er mit 1.200 Mark Frührentner. Günter und Gabi wohnten in einem Einzimmerhaus auf dem Dorf, wo – am anderen Ende – auch Gabis früherer Ehemann mit ihren vier Kindern lebte. Jedesmal… weiter lesen

25.03.2008 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (238)

von Helmut Höge

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Auf diesem Photo – von Peter Grosse – beaufsichtigt der Hausmeister Ruahaidy Lombert an der Fachschule für das Druckgewerbe Sin Titulo in Belize (Brasilien) gerade die Anfertigung eines Pollers, der links neben der Toreinfahrt für Papier-Lieferanten aufgestellt werden soll. Der rechts neben der Toreinfahrt wurde bereits eingepflanzt (im Bild nicht sichtbar): Er sieht ähnlich skulpturös aus, ist jedoch eher schwarz-weiß gehalten, wohingegen dieser – im Bild – am Ende weiß-schwarz aussehen soll.  Im Gegensatz zu den ganzen anderen Pollern des Hausmeisters – im Hintergrund gerade noch sichtbar, die eher ins Braune lappen.

25.03.2008 von Helmut Höge
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Schwarzes und Braunes Schreiben

von Helmut Höge

1.

Zwar kommen wir alle aus der afrikanischen Savanne und alle Kühe stammen von den Rindern der Massai ab, die nicht ganz zu Unrecht meinen, dass wir sie ihnen geklaut haben. Aber letztlich hat sich doch die Meinung des preußischen Philosophen Hegel durchgesetzt, dass in Afrika jedes gute Wort (und jeder harte Euro) nahezu spurlos verschwindet. Neuerdings hat ein Schweizer Ethnologe, David Signer, festgestellt, dass dies geradezu “magisch” ist. Die afrikanische Hexerei ist für ihn kein psychologisches, sondern ein soziologisches Phänomen – und dazu ein ökonomisches Problem. Hier und jetzt soll jedoch von fünf wunderbaren afrikanischen Erzählern die Rede sein.

Da ist erst einmal das schmale Werk aus dem algerischen Befreiungskrieg von Frantz Fanon, über den ich hier nichts weiter sagen muß. Dann die Geschichten des in Berlin lebenden Nigerianers Amechi Ochinanwata, der über die hiesige afrikanische Scene schrieb, was er “wishful thinking” nannte – unter dem Autorennamen “Bushdoctor-Truthseeker”.weiter lesen

16.03.2008 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (237)

von Helmut Höge

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Diesen nahezu funktionslosen Doppelpoller am Wattenmeer setzte der Hausmeister Björn Dalboven aus Fedderwardensiel zusammen. Er sammelt in seiner Freizeit Strandgut – vor allem Treibholz. Aus solchen Teilen konstruierte er dann dieses Objekt, das die Gemeindeverwaltung 2007, rechtzeitig vor Beginn der Urlaubssaison, aufstellen ließ. Foto: Peter Grosse, der dieses Bild mit der Frage versah: Poller , Kunst – oder umgekehrt? Das sollen sich angeblich auch die Gemeindevertreter gefragt haben, die jedoch als Friesen tolerant genug waren, um sie, die Frage, erst einmal in der Schwebe zu lassen, und dem Aufstellungswunsch des Hausmeisters unverzüglich per Abstimmung nachzukommen. Dazu traf es sich gut, dass das “Objekt” rechts vom Ort am Prielsteg eingedübelt werden sollte, so wollte es der Künstler. Fedderwardensiel ist gespalten: In den Teil der Bevölkerung, der vom Tourismus profitiert und einen anderen, der nur darunter leidet. Letztere lebt in der linken Ortshälfte – und deren Gemeindevertreter waren am Tag der… weiter lesen

16.03.2008 von Helmut Höge
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Hausmeistereien

von Helmut Höge

Der Hausmeister in der von der bayrischen Härtl-Firma “Priamos” verwalteten Berliner “Oberbaum-City”, Michael Müller, der dortselbst erster und letzter Betriebsratsvorsitzender des Glühlampenwerks “Narva” war, zog es vor, zu schweigen, d.h. sich nicht an die ganze Privatisierungs- und Abwicklungsgeschichte seines Werkes zu erinnern – auf einem Podium der Ausstellung über dieses Viertel, die noch bis Ende April in der nahen Zwingli-Kirche zu sehen ist.

Dazu hieß es vorab in der offline-taz:

Das zu Friedrichshain gehörende Karree zwischen Oberbaumbrücke und Osthafen, Stralauer Allee und Markgrafendamm sowie der S-Bahn-Trasse und dem Endbahnhof der U 1 an der Warschauer Brücke hat viele Namen: Quartier am Osthafen, Rudolf-Viertel, BGW-Kiez, Narva-City, Oberbaum-City. Und nun auch noch “Upper East Side”. Dabei ist es ein ganz normaler Ost-Block: mit vielen geschlossenen Läden und noch mehr leeren Büroflächen.

Als das Glühlampenwerk 1992 von der Treuhand gewissermaßen versenkt wurde und 5.000 Narva-Beschäftigte ihren Arbeitsplatz “im Licht” verloren, zogen viele, die rund… weiter lesen

16.03.2008 von Helmut Höge
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Hausmeisterkunst (236)

von Helmut Höge

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“Der Nordpol ist der Poller,” teilt Peter Grosse zu diesem Bild mit. Es handelt sich dabei um den Stationmanager, so heißen die Hausmeister der Polarforschungs-Stationen der einzelnen Länder. Sie tauschen ihr Personal gelegentlich aus, um sich reihum mit den verschiedenen Polarforschungs-Ansätzen  vertraut zu machen. Und wohl auch aus Langeweile sowie, um dem Beziehungsstress, der irgendwann in allen landsmannschaftlich auf den Stationen zusammengepferchten “Teams” aufkommt, eine Weile zu entgehen. So wechselte z.B. ein langjähriger DDR-Atomphysiker in der deutsch-sowjetischen Neutrino-Expedition auf dem Baikal-See zur amerikanischen Neutrino-Forschungsstation in der Antarktis, weil er die “ewige russische Rumwurstelei” satt hatte.

16.03.2008 von Helmut Höge
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Gen-Kritik

von Helmut Höge

Immer mal wieder wurde hier über die “Feldbefreiungen” von Gen-Kritikern, die sich “Gendreckweg” nennen, berichtet. Anläßlich der Ausstrahlung eines Arte-Films über den Genkonzern Monsanto faßte ich noch einmal das bisher von ihnen erreichte zusammen:

In den Jahren 2005, 2006 und 2007 wurde in Deutschland die gentechnisch
manipulierte Maissorte von Monsanto Mon810 von Landwirten großflächig
angebaut. Immer wieder kam es zu Versuchen von Genkritikern, das zu
verhindern bzw. die Felder davon zu “befreien”. Nach der Aussaat im
Frühjahr 2007 verbot Landwirtschaftsminister Seehofer den Vertrieb der
riskanten Saat. Er verwies unter anderem auf Schädigungen an
Schmetterlingen und Bodenlebewesen durch den Genmais, der in jeder
seiner Zellen ein Nervengift produziert. In Brüssel lief außerdem die
Zulassung für den Genmais aus, der noch nach altem Recht zum Anbau
freigegeben worden war. In Frankreich sprach der Premierminister ein
Verbot des Anbaus ab 2008 aus, Ähnliches… weiter lesen