Kohle ist eines der wichtigsten Exportprodukte Kolumbiens. Doch der schwarz glänzende Energieträger wird allzuoft unter Verletzung von Arbeits- und Umweltstandards abgebaut. Für die Kohle, die auch in Deutschland verheizt verheizt wird, wird aber auch vertrieben, bedroht und gemordet. Eine Tatsache, die deutsche Stromkonzerne weitgehend ignorieren, die aber auf den Hauptversammlungen von EON, RWE und Co. Thema war.
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Bevor hier gleich das Internet zusammenbricht, weil die fussballbegeisterten ChilenInnen alle live erleben wollen, wie die Borussen den Bayern die Lederhosen ausziehen, oder, was -leider!- wahrscheinlicher ist, umgekehrt, noch schnell eine Zeichnung des begnadeten Wuppertaler Künstlers André Poloczek, die den ganzen Wahnsinn treffend auf den Punkt bringt:
PS: Wer errät, aus welcher Stadt im Brandenburgischen der Schöpfer des wunderbaren Kunstmann-Biers aus Valdivia stammt, darf sich eine Flasche “Original Anwandter Rezept” bei mir abholen!
Vor wenigen Tagen berichtete die taz ueber Vertreter der Autonomen Gemeinden am Curvaradó-Fluss, die von der Interkirchlichen Kommission Gerechtigkeit und Frieden begleitet werden und zu einer Demonstration zum gegenwaertigen Friedensprozess nach Bogotá gereist waren. terre des hommes-Mitarbeiter William León berichtet im Folgenden vom Nachbarfluss des Curvaradó, dem Cacarica. Zusaetzliche Anspannung herrscht in der Region, weil demnaechst ein Urteil des Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshofes zu den Vertreibungen erwartet wird. Und immer wenn es so aussieht, als ob den Menschen Gerechtigkeit widerfahren koennte, nehmen auch die Angriffe auf die Gemeinden zu, die es gewagt haben, die Taeter von damals anzuzeigen.
Morddrohungen per Telefon, bewaffnete Schergen an der eigenen Haustür und schwarze Geländewagen hinter ihrem Kleinwagen – Dina Meza kennt das Instrumentarium der Einschüchterung. Ein paar Monate Pause vom Terror in Honduras hat ihr eine Fortbildung an der Universität York gebracht. Doch bald geht es zurück nach Tegucigalpa. … weiter lesen
Auch in einer globalisierten Welt, kann man sich den Schreck einer deutschen Maerchenhexe vorstellen, die mit ihrem Besen im bolivianischen Tiefland eine Bruchlandung erleidet und nicht nur exotische Aromen reicht und auf Pflanzen, Vogelspinnen und einen merkwuerdig schrill pfeiffenden Kobold mit breitem Strohhut trifft, sondern feststellen muss, dass sie ihre Zauberkraefte verloren hat und sich wie ein normaler Mensch, oder besser gesagt eine schrullige alte Frau, in der Fremde zurecht finden muss. Nach “Das magische Portal” von Isabel Mesa de Inchauste ist nun ein zweites bolivianisches Kinderbuch auf deutsch erschienen. Die Maerchenhexe von Rosalba Guzmán. Und wie die meisten Erzaehlungen der Autorin hat auch diese Geschichte mit Interkulturalitaet und einer Rebellion zu tun. … weiter lesen
Groß sind die kubanischen Hoffnungen mit dem großen Erdölfund vor der eigenen Küste die latente Wirtschaftslkrise endlich zu beenden. Doch letzte Woche hat die Hoffnung einen ersten Dämpfer erhalten. Mit Repsol wirft ein Ölkonzern das Handtuch und zieht sich aus Kuba zurück. … weiter lesen
In der Dominikanischen Republik sind am Sonntag (20. Mai) rund 6,5 Millionen stimmberechtigte BürgerInnen aufgerufen, den neuen Präsidenten des Landes zu wählen. Der bisherige Amtsinhaber Leonel Fernández von der Partei der Dominikanischen Befreiung (Partido de la Liberación Dominicana – PLD) darf aus Verfassungsgründen nicht wieder kandidieren.
Wahlkampf um das Präsidentschaftsamt, alle Fotos: Hans-Ulrich Dillmann
Die Nachfolge soll ein ehemaliger Weggefährte, Minister seines Kabinetts und Mitglied des Zentralkomitees seiner Partei antreten, der 60 Jahre alte Ökonom Danilo Medina. Um das Amt der Vizepräsidentin bewirbt sich für die Morados, mit den lila Fahnen, die Frau von Fernández, Margarita Cedeño de Fernández (44). … weiter lesen
Vergangenheitsaufarbeitung in der Karibik
31 Jahre terrorisierte Rafael Leonidas Trujillo Molina die Dominikanische Republik. 50.000 Menschen fielen dem Regime des Diktators zum Opfer, der im Mai 1961 einem Attentat erlag. Fünf Jahrzehnte später streitet man im Urlaubsparadies über den richtigen Umgang mit der blutigen Vergangenheit.
Ein Beitrag von Brigitte Kleine in Zusammenarbeit mit Hans-Ulrich Dillmann in ARD, Sonntag, den 26. Juni 2011 um 23 Uhr
http://www.daserste.de/ttt/beitrag_dyn~uid,gxwec2cimgqvc9ob~cm.asp
Wahlen im Macholand: Ist ein Gringo Mann´s genug, die Peruaner(innen) zu regieren ?
von Hildegard WillerAm 1. April stellte das Ehrentribunal der obersten peruanischen Wahlbehörde (JNE) folgendes klar: es läge kein Beweis dafür vor, dass sich der Präsidentschaftskandidat Pedro Pablo Kuczynski (PPK) aus wahlkampftaktischen Gründen unsittlich betasten habe lassen. Das Ehrentribunal ermahnte des weiteren die Bevölkerung, seinen Kandidaten aufs höchste Amt im Staat den gebührenden Respekt zu erweisen.
Ein peruanischer Aprilscherz ? Weit gefehlt!
Das unziemliche Ereignis geschah Ende Februar. Der “Gringo” Kandidat PPK – ein 73-jähriger Peruaner europäischer Abstammung und US-amerikanischer Doppelbürger – hatte gerade eine Wahlkampfveranstaltung in der Hafenstadt Callao hinter sich und begab sich in die Volksmenge. Eine schon etwas ältere Frau mit Baselball-Mütze näherte sich ihm und fasste ihm an seine besten Teile, angeblich ein Zeichen ihrer Wertschätzung und, wie sie später sagte, weil sie fühlen wollte, wie es bei einem Gringo unten herum bestellt sei. PPK lächelte dazu und nahm die Sache mit Humor. Zufällig (?) war eine Kamera zugegen,… weiter lesen
Eine gute Frage. Nun ist mit Hugo Chávez heute kein grosser Staat mehr zu machen. Sein Status als Revolutionsheld a la Che Guevara verfällt immer mehr. Seit George W. Bush als hemdsärmliger Gegenspieler von der politischen Weltbühne abgetreten ist, steht Chávez heute ziemlich isoliert da als Haudegen mit diktatorischen Allüren in der politischen Landschaft Südamerikas. Seine Verbündeten sind zunehmend Diktatoren oder demokratisch gewählte Autokraten: Fidel Castro, Daniel Ortega, Gaddafi. Vor allem aber: Seinem Land, Venezuela, geht es trotz seines Ölreichtums, wirtschaftlich immer schlechter – nicht gerade ein Leistungsausweis für den bolivarianischen Sozialismus.
Dennoch ist die Frage der Leserin berechtigt, denn in Peru mochte man Hugo Chávez noch nie. Auch nicht zu den Zeiten, als der Bolivarianismus a la Chávez noch als hoffnungsvoller Gegenentwurf… weiter lesen


