Archive for September, 2007

27.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

Schmähkritik (34): Goose über The Rakes und Indie-Musik

von Christian Ihle & Horst Motor

“When I hear a band like The Rakes, I realise why I got into music: not to be in a band like The Rakes.
(…)
I don’t understand indie music generally. We’re all about creating an energy; someone like Bloc Party are just putting on a “performance”. When we add an instrument to our sound it’s to bring fresh sonic textures, It’s very deliberate: we just don’t add things for no reason. The Rakes had a keyboard player, but I barely heard any keyboard. There was a guy with a laptop onstage, too, but I’m not sure what it was meant to be for – maybe he was checking his emails.”

(Mickey von der belgischen Band Goose über The Rakes im NME)

26.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

Der letzte Schrei online, fast wörtlich!

von Christian Ihle & Horst Motor

Da glaubt man, alles ausprobiert zu haben, was das Internet so hergibt – von MySpace bis LastFM keinen Online-Puff ausgelassen, eine Open ID und einen Gravatar besorgt, damit man auch überall erkannt wird, Fotos auf flickr, öffentliche Bookmarks auf del.icio.us und schließlich den kompletten Liefstream auf Jaiku. Dann kommen plötzlich ein paar Verrückte und programmieren in zwei Tagen soundbadge.net, und man stellt fest: Wie konnte ich nur ohne auskommen?

Objektiv völlig sinnbefreit und genau das, was der musikaffine Online-Nerd unbedingt braucht: Einen eigenen Sound, als Badge zu tragen wie die altbekannten Indie-Buttons. Nur eben online, wie man das in der virtuellen Welt mit seinen Avataren bildmäßig ja schon lange tut. Eine Zeile HTML reicht aus, und schon hat der Blog, die Seite, die virtuelle Heimat eine Soundbadge.

Zwischen drei Stilrichtungen kann der geneigte User dabei wählen und natürlich haben die Programmierer zum Hippsten des Hippsten gegriffen: Hip-Hop, Electro und, ehm ja, Country…
… weiter lesen

25.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

Im Plattenladen im August (2): Manu Chao, Turbostaat

von Christian Ihle & Horst Motor

Manu Chao – La Radiolina

Welche absurden Wellen der persönliche kommerzielle Erfolg schlagen kann, beweist Manu Chao Ende der 90er Jahre. Der als Weltmusiker gefeierte, sozialistische Dauerreisende Chao wurde schlagartig auch außerhalb Lateinamerikas bekannt. Mit “Bongo Bong”, einem ziemlich simplen, aber effektiven Song. Da hatte er sie plötzlich alle: die Peru-Begeisterten Soziologie-Studentinnen aus Weimar, den sakko-tragenden Sparkassenangestellten mit Kassengestell und den ewigen Revoluzzer mit obligatorischen Rastas. “Bongo Bong” und das dazugehörige Album “Clandestino” wurden zu Welthits. Das verstanden einige gar nicht mehr: die französische Punkband Les Wampas, Ex-Mitglieder des Kollektivs Mano Negra (unter Federführung Manu Chaos), polterten in mehreren Songs gegen den kommerziellen Erfolg des Sängers und meinten spießbürgerlich anfügen zu müssen, Manu Chao habe „das System akzeptiert.“

Gottseidank kümmern die ewig gleichen, automatisch abgefeuerten Reflexe der Linken herzlich wenig. Schließlich ist Manu Chao weiterhin ein Musiker mit einer weltumarmenden Herzlichkeit. Der Sänger und Gitarrist galicischer Abstammung versteht es bis… weiter lesen

24.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

My Favourite Records… mit Victorian English Gentlemens Club

von Christian Ihle & Horst Motor

Eine neue Reihe des Popblog: Künstler und Bands antworten auf 10 Fragen über die Platten, die ihnen die Welt bedeuten.

Die Briten des Victorian English Gentlemen Club mögen zwar den englischsten Namen vorstellbar haben, doch ist ihr Sound neben heimischen Postpunkhelden wie The Fall und Wire auch stark von Größen des amerikanischen Indie-Rocks (Pixies) beeinflusst.
… weiter lesen

19.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

My Favourite Records… mit Los Campesinos!

von Christian Ihle & Horst Motor

Eine neue Reihe des Popblog: Künstler und Bands antworten auf 10 Fragen über die Platten, die ihnen die Welt bedeuten.

Heute die britischen Indiepop-Newcomer Los Campesinos!, die sich auch schon mit unseren “Album des Monats”-Ehren schmücken durften.

… weiter lesen

18.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

London vs. Kopenhagen – ein Stylevergleich

von Christian Ihle & Horst Motor

Bill Drummond war einst davon überzeugt, ein kosmischer Energiestrahl würde die Erde an einer Straßenkreuzung in Liverpool treffen, in Island noch einmal auftauchen und in Papua-Neuguinea schließlich im Erdinneren verschwinden. … weiter lesen

17.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

Im Plattenladen im August (1): David Dondero, M.I.A., Moonbabies

von Christian Ihle & Horst Motor

David Dondero – Simple Love

Als David Dondero in diesem Frühjahr als Vorband mit Bright Eyes über deutsche Bühnen tourte, war die Ignoranz, die ihm entgegenschlug, immens. Seine kleinen, von ihm alleine auf Gitarren vorgetragenen Lieder gingen zumeist im Stimmengewirr der unablässig redenden Conor-Oberst-Verehrer unter. Wie ungerecht, ist Dondero doch eine der Hauptinspirationsquellen für Obersts Bright Eyes Band, was nie deutlicher wurde als in diesem Jahr: die deutlich mehr dem Country und Americana verpflichtete Bright Eyes Platte „Cassadaga“ klingt wie ein Geschwisterwerk des neuen Dondero-Albums. Leider ist wie schon auf „Cassadaga“ auch bei Dondero festzustellen, dass die volle Bandmontur nicht jedem Song gut zu Gesicht steht und auf Albumlänge sich das Delikate der einzelnen Lieder doch zu oft verliert. Trotzdem: alleine die beiden Songs „Rothko Chapel“ und „Lone Rose“ wiegen diese Unzulänglichkeiten auf und sind besser als alles, was Conor auf „Cassadaga“ veröffentlichte. Hätten die Bright-Eyes-Konzertbesucher… weiter lesen

16.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

Schmähkritik (33): Polylux und Katrin Bauerfeind

von Christian Ihle & Horst Motor

“Das RBB-Magazin Polylux soll ein junger Fleck im ARD-Abendprogramm sein: ironisch, modern, mutig. Es ist leider nichts davon. Dreißig Minuten dauert “Polylux”, und wer bis zum Ende durchhält, weiß nachher nicht, wieso eigentlich. Das liegt unter anderem, dass “Polylux” über Themen berichtet, die ohne jede Bedeutung sind – für die Zuschauer und, so hat man den Eindruck, auch für die Redakteure. Und wenn mal jemand etwas aufgreift, was Relevanz besitzt, unternimmt er alles, um den Beitrag so belanglos wie möglich erscheinen zu lassen.
(…)
Und Katrin Bauerfeind? Die konnte mit ihren Sekundenmonderationen auch nicht mehr viel retten. Am Anfang hat sie gesagt “Ich bin nicht Tita von Hardenberg” und am Ende: “Ich fand’s gut fürs erste Mal.” Nun ja, wenn man sich damit zufrieden gibt, statt witziger Internetseiten unwitzige Fernsehbeiträge anzusagen, die noch den letzten “Altershippen” eindösen lassen, ist das wohl korrekt. Falls Katrin Bauerfeind aber wirklich so… weiter lesen

14.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

My Favourite Records… mit Ben Lee

von Christian Ihle & Horst Motor

Eine neue Reihe des Popblog: Künstler und Bands antworten auf 10 Fragen über die Platten die ihre Welt bedeuten.

Heute: Ben Lee, australischer Singer-Songwriter.
… weiter lesen

13.09.2007 von Christian Ihle & Horst Motor
blogavatar

Schmähkritik (32): Thomas Berthold über Stefan Effenberg

von Christian Ihle & Horst Motor

Hintergrund ist der (ungefragte) Ratschlag Effenbergs an Michael Ballack, Chelsea zu verlassen:

“Sensationell wer in diesem Fall alles mitredet: Gerade Stefan Effenberg, der in der Nationalelf nie etwas gerissen hat und nach zwei Jahren in Florenz weinend nach Hause kam.”

(Ex-Nationalspieler Thomas Berthold, kicker sportmagazin)