vonChristian Ihle 12.11.2015

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

Mehr über diesen Blog

Dass Die Nerven die herausragende Band des Landes sind, erzählen wir zwar schon lange und oft, werden aber von dem Stuttgarter Punktrio ja auch mal um mal bestätigt. Erst diesen Herbst auf dem Popkultur-Festival im Berghain haben Die Nerven erneut einen Auftritt absolviert, der von einer Wucht und Intensität war, wie man ihn lange nicht mehr auf einer Hauptstadtbühne sehen durfte – und das obwohl die Band selbst hier unzufrieden war und sich über technische Pannen ärgerte.


YouTube Preview Image


Gerade ist ihr neues Album „Out“ erschienen, das den Weg der Vorgängerplatten „Fun“ und „Fluidum“ konsequent weiterdenkt. War „Fluidum“ noch wunderbar ungehobelter Punkrock, hat sich das folgende Album „Fun“ schon widerspenstiger und noiserockiger präsentiert. So ist es nur folgerichtig, wenn „Out“ im ersten Moment sperrig erscheint, wenig zugänglich.

Doch die erste „Single“ von „Out“ „Barfuß durch die Scherben gehen“ (in dessen Refrain es übrigens „ohne mich zu verletzen“ – nicht „um mich zu verletzen“ – heißt, wie oft missverstanden wird) macht die Tür zu dieser erneut hervorragenden Platte weit auf. War in den frühen Nerven-Alben vor allem Sänger & Gitarrist Max Rieger – vielleicht ungewollt – im Zentrum der Aufmerksamkeit, ist „Out“ noch mehr als der Vorgänger das Gesamtwerk einer bemerkenswert tighten Band. Gerade die Bassläufe von Julian Knoth sind das Herz dieser Lieder und die Fähigkeiten von Drummer Kevin Kuhn haben wir ja jüngst erst besungen. In „Barfuß durch die Scherben“ kommt alles zusammen. Die Nerven sind die deutsche Punkenkel von Joy Division und Sonic Youth!

Mehr zu den Nerven, nämlich ein Interview, in Kürze hier im Blog!

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

http://blogs.taz.de/popblog/2015/11/12/song-der-woche-die-nerven-barfuss-durch-die-scherben-gehen/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.