vonChristian Ihle 04.06.2018

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Auch wenn die Fat White Family uns nicht gerade mit Veröffentlichungen überschüttet (zwei Alben seit 2013) toben die Bandmitglieder sich gerne bei ihren Nebenprojekten aus: Nach The Moonlandingz (Saul Adamczewski & Lias Saoudi) und Insecure Men (Saul Adamczewski, gerade erst Platte der Woche hier im Popblog) kommt nun mit Warmduscher (erneut Saul Adamczewski) bereits die nächste Exkursion. Im Gegensatz zu Insecure Men, die mehr den naiven LoFi-Pop der mittleren Television Personalities spiegelten, ist Warmduscher nah am psychotischen Rockabilly, für den das erste Fat White Family – Album bekannt war, den sie mit Funk und Surf kombinieren. So würden die Gorillaz vielleicht klingen, könnten Comicfiguren Crack rauchen.

Easy Listening it ain’t, aber wenn Warmduscher den Noise dann doch herunterpegeln und sich der Kakophonie entsagen, entsteht auf einmal ein sleazy Psychsoulsong wie „1000 Whispers“, dessen deklamatorischer Gesang direkt an eine Heirat aus Baby Hueys Jahrhundertcover „A Change Is Gonna Come“ und Iggy Pops „Turn Blue“ erinnert!

P.S.:

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https://blogs.taz.de/popblog/2018/06/04/song-der-woche-warmduscher-1000-whispers/

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kommentare

  • Die Bands sind zumeist ja eher neu, die ich bespreche. Die Einflüsse sind oft in den 60ern – 80ern zu verorten, aber die Aussage trifft aus meiner Sicht eigentlich auf praktisch jede (Gitarren-)Musik der folgenden Jahrzehnte zu.

  • Ich verfolge den Blog hier ja schon ne Weile. Aber die Musik ist immer so rückwärtsgerichtet. Was ist da los?

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