05.12.2012 von Christian Ihle
1. This Many Boyfriends – Tina Weymouth

Soundcloud-Link hier
Wenn es am besten Indiepop-Album des Jahres etwas zu bekritteln galt: die meisten Songs von This Many Boyfriends waren uns durch EPs und Singles schon bekannt. Aber “Tina Weymouth”, der Albumopener über die Bassistin der Talking Heads, war neu – und was für eine Art ein Album zu eröffnen. Die Zeile “You love pop songs about love more than being in love in the first place” scheint auf den ersten Blick eine schrankenlose Affirmation des Nerdtums zu sein, doch bei genauerem Hinhören fällt auf, dass es sich eher um eine wehmütige Absage dem Eskapismus gegenüber handelt. Das Leben, es ist hier.
2. Palma Violets – Best Of Friends
Der heißeste Tipp aus… weiter lesen
30.10.2012 von Christian Ihle
1. Peace – California Daze

Die junge britische Band Peace ist neben den Savages (siehe unsere Songs des Monats Juni) und Palma Violets (siehe unsere nächsten Songs des Monats…) die spannendste neue Gitarrengruppe des Königreichs. Wo die einen Siouxsie & The Banshees und die anderen den Libertines huldigen, präsentieren Peace auf ihrer “Delicious”-EP einen erstaunlichen Genre-Mix. Auf dem zehnminütigen Binary Finary – Cover “1998″ erwecken sie die gute alte Madchesterzeit zu neuem Leben, wohingegen “California Daze” exakt so klingt wie es der Name verspricht: psychedelischer Sonnenbrennpop, der Big Star und Teenage Fanclub genauso ins Gedächtnis ruft wie die zweite Hälfte von “Abbey Road” der Beatles. Meine anfängliche Skepsis der Band gegenüber hat sich in sonniges Wohlgefallen aufgelöst. Das, meine Lieben, ist ein Hit.
2. Toy – Motoring

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25.07.2012 von Christian Ihle
Teil 2 unseres Monatsrückblicks, was man im letzten Monat gehört haben sollte. Erstmals haben wir eine Playlist für die im letzten Monat erschienen Alben erstellt, damit sich der geneigte Leser bequem einmal quer durch die Veröffentlichungen hören kann: Spotify Playlist.
6. Japandroids – The House That Heaven Built

Aus der Lo-Fi-Klasse von 2010 haben leider wenige ihre Versprechen erfüllt. Schön, dass ausgerechnet die Japandroids, die man damals eher als Mitläufer wahrgenommen hatte, nun zeigen, was alles in ihnen steckt. “The House That Heaven Built” steht exemplarisch für ein wuchtiges Album, das seine Lo-Fi-Wurzeln nicht verleugnet, aber mehr als deutlich mit Bruce-Springsteen-Anklängen auf eine mögliche Anerkennung im Rockmainstream schielt. Die cooleren Gaslight Anthem.
7. F.S.K. – Äpfel und Birnen

Auch bei F.S.K.s neuem Album… weiter lesen
24.07.2012 von Christian Ihle
Erster Teil unseres Monatsrückblicks, was man im Juni gehört haben sollte. Erstmals haben wir eine Playlist für die im letzten Monat erschienen Alben erstellt, damit der geneigte Leser sich bequem einmal quer durch die Höhepunkte der Veröffentlichungen hören kann: Spotify Playlist.
Der Vorteil: mit 19 Songs (Tracklist siehen unten) ist die Playlist ausführlicher als unser mit YouTube-Videos geschmückter Text. Der Nachteil: nicht alle Bands sind auf Spotify vertreten, so dass man nach Slime beispielsweise vergeblich sucht.
1. Slime – Zum Kampf

Die alten Punks von Slime kommen nach zwei Jahrzehnten zurück und vertonen einjahrhundert alte Gedichte von Erich Mühsam? Zugegeben, klang nicht gerade wie ein Rezept, das einem vor Relevanz das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Aber, sieh da, in Slime ist noch genug Leben, um uns ein Punkalbum vor den Latz zu… weiter lesen
11.06.2012 von Christian Ihle
1. Fehlfarben – Lang Genug

“Xenophonie” ist das beste Fehlfarben-Album seit dem “Knietief im Dispo”- Comeback vor zehn Jahren – und während die erste Single aus diesem Album mit “Platz Da” eher ein öder Stampfer ist, zeigt b-Seite und Albumtrack “Lang genug” warum: das Saxophon ist wieder so irritierend präsent wie auf “Monarchie & Alltag”, die Band spielt lebendiger denn je und Peter Hein hat bei aller Egalheit wieder genug Wut gesammelt, die er uns entgegenbrüllt.
Hein gelingt in einem der schönsten Momente des Albums gleichzeitig an der Tatenlosigkeit der Masse zu verzweifeln, zur Revolution aufzurufen, den Herrgott zu beschimpfen und sich in typisch Hein’scher Lakonie letztendlich einfach nur das nächste Bier herbeizuwünschen. “Was passiert in Bankenland? / Wann werden Banken wieder niedergebrannt? / Hört hier wer einen Aufruf zur Gewalt? /Bleibt nach der Revolution die Küche kalt? /… weiter lesen
29.05.2012 von Christian Ihle
Bevor wir bald die besten Songs des Monats Mai vorstellen, hier noch fünf Hörtipps aus dem letzten Monat, die – mit Ausnahme von Jack White natürlich – zu Unrecht untergegangen, aber absolut hörenswert sind:
6. Graham Coxon – Seven Naked Valleys

Während Kollege Albarn sich Red Hot Chili Peppers anlacht und African Funk nach England bringt, spielt sich Blur-Gitarrist Coxon wieder einmal durch seine eigene Vergangenheit. Das neue Album “A+E” ist bei aller Rauheit und im besten Sinne Unproduziertheit neben seinem großen Pop-Wurf “Happiness in Magazines” sein zugänglichstes Solo-Album. Vorausgesetzt man schätzt Blurs orangenes Album, ihr an den US-Indie-Rock angelehntes, unterschätztes Meisterwerk von 1997.
Soundcloud-Link
7. Jack White – Hip (Eponymous) Poor Boy

Endlich. Endlich vertrödelt Jack White… weiter lesen
07.05.2012 von Christian Ihle
1. Die Heiterkeit – Für den nächstbesten Dandy wirst du mich verlassen

Es ist erst die zweite Single überhaupt, die Die Heiterkeit veröffentlicht, aber mit ihrem Dandy-Song erhöhen die drei Hamburger Damen nun ihre Trefferquote auf 6 Hits aus 6 Songs. “Für den nächstbesten Dandy wirst du mich verlassen” ist auf einer Split-Single mit Ja, Panik erschienen – und hat als netten Bonus ein gegenseitiges Gecovere der beiden befreundeten Bands. So versuchen sich Die Heiterkeit semierfolgreich am wunderbaren “Evening Sun” von Ja, Panik, wohingegen sich die Österreicher “Dandy” einverleiben und man nun wirklich einmal feststellen muss, dass es kaum einen Text gibt, der besser zu Andreas Spechtl passen würde.
Auf das Heiterkeit-Album, das im Sommer auf dem Ja, Panik – eigenen Label “Nein, Gelassenheit” erscheinen wird, kann man nur gespannt sein.
2. Mystery Jets – Lost… weiter lesen
04.04.2012 von Christian Ihle
Song des Monats:
1. Gary – You, Lou and Stephen ca. 1995

Robert Stadlober ist ja vom Darling der deutschen Indie- und Filmszene zu einem bei mancherorts eher umstrittenen Schauspieler geworden, der “mit seiner Band in den Mitt90ern stehen geblieben” ist. Und ganz ehrlich: natürlich klingt Stadlobers Band Gary auch auf ihrem neuesten Album immer noch wie eine Mischung aus Teenage Fanclub, den Lemonheads und einem Klecks Pavement – aber, Hölle, wen interessiert das denn, wenn dabei eine dermaßen meisterhafte und aufrichtige Verneigung vor den eigenen Helden wie beispielsweise in “You, Lou and Stephen ca 1995″ entsteht, das den Pavementkopf Stephen Malkmus und Mister Sebadoh, Lou Barlow, besingt.
Zudem: Jedes Lied, das den Aufschrei “Malkmus, he is god!” enthält, ist Song-des-Monats würdig!
Bandcamp-Link: “You, Lou And Stephen Ca. 1995″ by Gary
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29.02.2012 von Christian Ihle