11.05.2012 von Christian Ihle
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My Favourite Records mit Blood Red Shoes

von Christian Ihle




Nachdem Blood Red Shoes 2007 mit “It’s Getting Boring By The Sea” zum ersten Mal so richtig auf sich aufmerksam gemacht hat, ist die britische Mann/Frau-Band in der Zwischenzeit auch schon bei ihrem dritten Album, “In Time To Voices” angekommen. Im Mai befindet sich das Tandem auf Tour durch Deutschland.

Your three favourite Punk singles/songs?


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fugazi – bed for the scraping
the sex pistols – holidays in the sun
the slits – shoplifting


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A record that will make you dance?


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devo – whip it


Your favourite song lyrics?


prince – controversy


The White Stripes, The Strokes or The Libertines –weiter lesen

10.05.2012 von Christian Ihle
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Der unverschämteste Beitrag zum Urheberrecht

von Christian Ihle

Die Debatte um das Urheberrecht hat mit ihren Polemiken auf beiden Seiten schon viele unangenehme Beiträge in den Medien und im Internet hervorgebracht. Selten war aber ein Aufsatz so fehlgeleitet wie “Telefonat mit einem griechischen Freund” von Michael Krüger in der gestrigen Frankfurter Allgemeinen Zeitung.





Der Dichter, Schriftsteller und Leiter des Hanser-Verlag schreibt dort von einem Gespräch mit einem befreundeten griechischen Autor. Nachdem er ihn zwei kleine Absätze lang von den Armutsverhältnisse im Griechenland des Spardiktats erzählen lässt, schließt sein griechischer Freund ironisch damit, dass die Menschheit wohl auf seinen noch nicht fertiggestellten Roman verzichten müsse, weil er derzeit mit zwei Aushilfs-Jobs beschäftigt sei, um seine Familie nicht verhungern lassen zu müssen.


Wie jeder vernünftige Mensch nutzt Krüger die darauf folgende kurze Pause seines Freundes um ihm von der eigenen misslichen Lage… weiter lesen

09.05.2012 von Christian Ihle
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Gallagherisms: Der Kunde stört oft.

von Christian Ihle

“Fuck the customer. The customer doesn’t know what he wants. You fucking give it to him and he likes it. Customers are idiots. 99 percent of them are fucking idiots. You know. Not my customers. They’re fucking brilliant. But the customers of other bands? They are fucking idiots!”



ab Minute 5:23:
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(mit Dank an Charlott Tornow!)

08.05.2012 von Christian Ihle
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Schmähkritik (491): Wolfgang Kubicki und die FDP

von Christian Ihle

“Wolfgang Kubicki ist eine nordische Mischung aus Möllemann, Seehofer und Westerwelle: ein Intrigant, Quertreiber und Windmacher, Star und Schuft, ein Springteufel – ein ungewöhnlicher, unberechenbarer, manchmal ausfallender, immer egomanischer Politiker von beachtlichen, aber oft destruktiven Talenten, einer, der das liberale Gummitier für seinen Geltungsdrang braucht und der für ein fetziges Morgeninterview im Deutschlandfunk seine Großmutter, hätte er noch eine, verkaufen würde.
(…)
In der jüngeren Vergangenheit hieß es immer wieder, die FDP sei dem Sterben näher als dem Leben. Das war falsch. Sie ist schon lange tot. Sie starb irgendwann, das Datum kennt keiner genau, während der Zeit, als Guido Westerwelle ihr Vorsitzender war. Todesursache war programmatische Auszehrung. Westerwelle und Co. haben aber die verblichene Partei heimlich durch eine aufblasbare Attrappe ersetzt. Seitdem gibt es die FDP nur noch in Form dieses Ersatzes. (…) Man kann sich also die real existierende FDP vorstellen als ein Gummitier, wie es Kinder dabei haben, wenn sie im See schwimmen gehen. Die Protagonisten der FDP haben dieses Prinzip auf den politischen Betrieb übertragen, ohne dass die Öffentlichkeit es bemerkt hätte. Das ist eine Leistung, die sich lohnt: Die Öffentlichkeit glaubt, dass die FDP noch lebendig ist. Der Eindruck entsteht, weil sich die Attrappen-FDP ständig verändert, je nachdem, mit wie viel Luft sie gefüllt ist. Wenn einer viel Puste hat, kann er Luft in die geschrumpelte Attrappe pumpen. Sie wird dann wieder schwimmfähig. Das passiert soeben in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen.”

(Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung über den Wahlerfolg der FDP unter Kubicki in Schleswig-Holstein)

… weiter lesen

07.05.2012 von Christian Ihle
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Songs des Monats April (1): Die Heiterkeit / Ja Panik, Mystery Jets, Islet, Joe Goddard, Blue Angel Lounge

von Christian Ihle

1. Die Heiterkeit – Für den nächstbesten Dandy wirst du mich verlassen
Heiterkeit


Es ist erst die zweite Single überhaupt, die Die Heiterkeit veröffentlicht, aber mit ihrem Dandy-Song erhöhen die drei Hamburger Damen nun ihre Trefferquote auf 6 Hits aus 6 Songs. “Für den nächstbesten Dandy wirst du mich verlassen” ist auf einer Split-Single mit Ja, Panik erschienen – und hat als netten Bonus ein gegenseitiges Gecovere der beiden befreundeten Bands. So versuchen sich Die Heiterkeit semierfolgreich am wunderbaren “Evening Sun” von Ja, Panik, wohingegen sich die Österreicher “Dandy” einverleiben und man nun wirklich einmal feststellen muss, dass es kaum einen Text gibt, der besser zu Andreas Spechtl passen würde.
Auf das Heiterkeit-Album, das im Sommer auf dem Ja, Panik – eigenen Label “Nein, Gelassenheit” erscheinen wird, kann man nur gespannt sein.

2. Mystery Jets – Lostweiter lesen

04.05.2012 von Christian Ihle
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My Favourite Records mit Howler und Kartenverlosung!

von Christian Ihle

howler


Wir haben ja bereits zweimal auf Howler, die junge amerikanische Band aus Minnesota aufmerksam gemacht: in unseren Next-Big-Things-Tipps und unseren Songs des Monats. Und zurecht, ist das Debütalbum von Howler doch die beste Anlehnung an den Sound der frühen Strokes seit langer, langer Zeit!

Für die Konzertrunde im Mai verlosen wir deshalb auch freudig Karten.
Bei Interesse bitte e-Mail an ihle.christian at googlemail .com

* Your three favourite Punk singles/songs?


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** Blank Generation- Richard Hell,
** White Riot – The Clash,
** Sonic Reducer- The Dead Boys

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* A record that will make you dance?

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Crystal Castles – Crystal Castles

* Your favourite song lyrics?


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Swinging… weiter lesen

03.05.2012 von Christian Ihle
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Tomboy (Regie: Céline Sciamma)

von Christian Ihle




1. Der Film in einem Satz:


Girls will be boys.


2. Darum geht‘s:


Die zehnjährige Laure zieht mit ihrer Familie in einen neuen Häuserblock. Als sie ein Mädchen aus der Nachbarschaft kennenlernt, gibt die blonde, kurzhaarige Laure sich als Mikael aus und spielt den Jungen, der sie wahrscheinlich sowieso sein möchte. Auch als sich eine zarte Bande zwischen dem Nachbarschaftsmädchen und Laure/Mikael entwickelt, weigert sich Mikael ihre Identität preiszugeben.

Der Französin Céline Sciamma gelingt mit “Tomboy” ein fein beobachteter, behutsamer Film über geschlechtliche Orientierungssuche, der bei durchaus vorhandenem Humor keine platten … weiter lesen

27.04.2012 von Christian Ihle
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My Favourite Records mit No More

von Christian Ihle

Es gibt wohl keinen größeren Klassiker des deutschen Minimal Wave als “Suicide Commando” von No More von 1981:


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Nachdem sich die Band Ende der 80er aufgelöst hatte, kam 2006 ein erstes neues Album heraus (Remake/Remodel) und folgt nun in diesen Monaten eine weitere Platte in einer Zweierbesetzung aus dem Original-Line-Up mit Tina Sanudakura und Andy Schwarz.

* Die drei besten Punksongs/-singles?

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- Bored Teenagers (Adverts)
- 12XU (Wire)
- Where’s Captain Kirk? (Spizzenergi)


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* Ein Song, der Sie immer zum Tanzen bringt?


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- Je T’aime Moi Non Plus (Jane Birkin et Serge Gainsbourg)


* Die interessanteste / beste „neue“ Band/Künstler ist?
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26.04.2012 von Christian Ihle
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Die besten Filme der Dekade: Platz 10 – 1

von Christian Ihle

Nachdem alle in hektischer Aufregung ihre Jahrzehntcharts zusammenstellten, zog sich das Popblog in ein einsames Programmkino zurück und tüftelte einige Monate an seiner definitiven “Die besten 50 Filme der letzten zehn Jahre” – Liste. Ausgiebiges Debattieren und Abstimmen später ist die “besten Filme des Jahrzehnt”- Liste nun vollständig.


(Die bisherigen Folgen Platz 50 – 35, Platz 34 – 21 und Platz 20-11 verbergen sich hinter den jeweiligen Links)


Der Countdown kann beginnen:

10. Oldboy (Regie: Chan-Wook Park, Südkorea, 2003)


oldboy


“Oldboy” war ein Ungetüm. Auf den ersten Blick war der koreanische Cannes-Sieger nur ein Genrefilm, ein Vengeancemovie, ein Rachestreifen. Doch als uns Chan-Wook Park nach 40 Minuten mit der Auflösung des “wer?” zum ersten Mal den Boden unter den Füßen weggezogen hatte, dämmerte uns, dass wir hier keinem Film, sondern einem Ereignis beiwohnen – in dem (selten genug!) nach einem “warum?” gefragt wird. Und der koreanische Meisterregisseur, vielleicht der talentierteste Bilder-Arrangeur seiner Generation, hat auch in den kommenden eineinhalb Stunden seiner Geschichte von shakespear’schen Ausmaßen nicht nachgelassen, uns zu überraschen, zu überwältigen und – wie die Hauptfigur selbst – sprachlos zurückzulassen, weil uns das offene Ende, nach allen möglichen Brutalitäten zuvor, aus dem Kino hinauslächelte und wir nicht wussten, ob wir gerade tatsächlich das letzte verbliebene Tabu gut heißen sollten. (CI)



9. 28 Days Later… (Regie: Danny Boyle, UK 2002)


28 days later


Das letzte Jahrzehnt läutete in mehrfacher Hinsicht das furiose Comeback des britischen Regisseurs Danny Boyle ein, der mit “The Beach” nach Hollywood ausgezogen war, nur um dann mit der … weiter lesen

25.04.2012 von Christian Ihle
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Die besten Filme der Dekade: Platz 20 – 11

von Christian Ihle

Der dritte und vorletzte Teil unserer die besten Filme der letzten Dekade – Liste. (Teil 1: Plätze 50 – 35 und Teil 2: Plätze 34 – 21)



20. Der Knochenmann (Regie: Wolfgang Murnberger, Österreich 2009)


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Jetzt ist schon wieder was passiert. Und immer wenn es passiert, ist zufälligerweise der Brenner in der Nähe, um als muffiger, lebensmüder und bis an die Schmerzgrenze zynischer Privatdetektiv den Mörder zu finden. Wie ist die Kinowelt eigentlich bis zum Jahr 2000 ohne das österreichische Dreiergespann Wolf Haas (von ihm stammen die Buchvorlagen), Wolfgang Murnberger (Regisseur) und Josef Hader (spielt den Brenner) ausgekommen? Mit seinem dritten Brenner-Film hat das Trio dem Ganzen die Krone des schwarzen Humors aufgesetzt. „Der Knochenmann“, gespielt von Josef Bierbichler, bringt um, was ihm nicht in den Kram passt und lässt die Leichen praktischerweise… weiter lesen