vonChristian Ihle 12.02.2020

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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7inch #recordoftheday
Suede – Stay Together
1993, Nude Records / Charts: UK #3, D #98

Überraschender Fakt: „Stay Together“, diese Zwischen-den-Alben-Single ist bis heute der größte Chart-Hit* der Brit-Pop-Heroen von Suede („Trash“, die Lead-Single zu“Coming Up“ sollte ein paar Jahre später „Stay Together“s #3-Peak ebenfalls erreichen). Zudem war „Stay Together“ der letzte Suede-Release mit Gitarrist Bernard Butler in der Band. Zwar sind sowohl Kompositionen als auch Gitarrenarbeit auf dem folgenden Album „Dog Man Star“ noch von Butler, aber bei Veröffentlichung dieses Albums hatte er sich bereits von der Band verabschiedet. „Stay Together“ ist ein schöner Endpunkt der ersten Suede-Phase und sowohl eine logische Folge-Single der frühen Smashs wie „The Drowners“ oder „Animal Nitrate“, zeigt aber gemeinsam mit der B-Seite „The Living Dead“ bereits die in „Dog Man Star“ dann stärker ausgespielte, theatralisch-ruhige Seite von Suede.

Überhaupt diese B-Seite: für mich mindestens die beste Suede-B-Seite (kann hier übrigens auch nur die erste Hälfte der Suede’schen B-Seiten-Sammlung „Sci Fi Lullabies“ empfehlen), aber auch eine meiner liebsten Butler/Anderson-Kompositionen überhaupt. Bernard Butler, ewiger Contrarian, ist natürlich auch da nicht meiner Meinung: „I’ve written this really beautiful piece of music and it’s a squalid song about junkies“. Brett Anderson dagegen mag die A-Seite nicht: „I don’t think the fuss about Stay Together was justified, I think that was just hype. I just find it a bit bombastic. I don’t think the lyrics are that good either. It’s okay“.
Aber gut, die beiden können ja auch nicht immer recht haben.

*Die deutschen Single-Charts zu Suede lesen sich mindestens kurios, haben sie doch in ihrer langen Karriere genau drei Songs in den Top100 platzieren können – und mit „Stay Together“, „Electricity“ und „Positivity“ eine geradezu absurde Selektion. Das wäre eine schöne Einmillionen-Frage für „Wer wird Popionär?“!

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