Archive for the ‘Allgemein’ Category

10.05.2011 von Achmed Khammas
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Literatur berechnend…

von Achmed Khammas

Auch diesmal will ich eine Romanfolge aus zwei Bänden anpreisen: Daemon und Darknet aus der Feder des Spaniers Daniel Suarez, der passenderweise Systemberater und Softwareentwickler ist. Denn um genau solche Dinge geht es in den Büchern, von denen mich der zweite Band noch weit mehr beeindruckt hat als der erste.

Der Daemon, ein selbständiges Programm, das an den ‚Wurm’ aus John Brunners Roman Schockwellenreiter von 1975 erinnert, hat sich im Internet breit gemacht und beginnt einen Feldzug gegen die Vormachtstellung des Global Business. Das von einem inzwischen verstorbenen Spiele-Entwickler geschriebene Programm rekrutiert immer mehr Mitspieler, um über diese direkt in die Wirklichkeit einzugreifen.

Während es im ersten Band primär um den Beginn der Konfrontation geht, und um den Aufbau eines virtuellen Overlays auf der Realität, das mittels spezieller Brillen nur den Mitgliedern des entstehenden alternativen Netzwerks sichtbar ist, präsentiert Suarez im zweiten Teil des überaus spannenden und mitreißenden SF-Thrillers… weiter lesen

07.05.2011 von Achmed Khammas
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Osama, ach Osama…

von Achmed Khammas

Da sich derzeit alle Medien damit hervortun, Bilder aus der Vergangenheit von Osama bin Laden auszubuddeln, möchte ich mich hiermit dem allgemeinen Herdentrieb anschließen. Määäh.

Dieses Familienfoto aus bunten Tagen soll in Schweden aufgenommen worden sein (ich hatte es hier schon einmal gepostet):

In der Parallelwelt ist Osama heute Chef einer arabischen Kelly-Family-Version und spielt regelmäßig beim jährliche stattfindenden Mekka-Festival vor tausenden schmachtender Teenies. Ach ja…

19.04.2011 von Achmed Khammas
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Literatur anpflanzend…

von Achmed Khammas

Sehr merkwürdig, daß mir der vorangegangene Roman von Margaret Atwood Oryx und Crake bislang durch die Lappen gegangen ist. Um so größer die Begeisterung über ihn neues Werk Das Jahr der Flut.

Zwar kommen die mich interessierenden Technologen eher peripher vor, wie Solaranlagen, Solarkocher, Elektrofahrzeuge und ein Druckluft-Pickup. Einmal wird sogar ein SolarTaxi erwähnt – was ist unbedingt Louis Palmers schreiben muß, der mit einem genauso genannten Selbstbau vor einiger Zeit um den Planeten gefahren ist – und einmal auch ein Luftschiff.

Das wesentliche Element des Romans sind jedoch die menschlichen Charaktere sowie bestimmte ‚grüne’ Ideologien – wobei zu den Gottesgärtnern, die auf den Dächern halbverfallener Hochhäuser vegetarische Oasen einrichten, auch Jungbioniere mit grünen Halstüchern gehören. Die Gärtner, die jede Form von Gewalt gegen andere Lebewesen ablehnen, wissen schon lange, daß es früher oder später eine tödliche Seuche geben wird, die ‘wasserlose Flut‘,  die so… weiter lesen

13.04.2011 von Achmed Khammas
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Burka? No-La la…

von Achmed Khammas

Strafzettel von den Flics? Keine Vollmaskierung mehr? Und wie kommst du jetzt unerkannt zu deinem Liebhaber?!

Pas de problém!

Die Regenschirm-Lösung von Tamara Barrage heißt sinnigerweise in-cognito:

Quelle: hier

17.03.2011 von Achmed Khammas
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Ich hatte einen Traum…

von Achmed Khammas


HINWEIS:  Diesen bislang unveröffentlichten Text habe ich 1986 in Damaskus geschrieben.

Ich hatte einen Traum.

Es war der 27. April 1986 und ich schaute fern.
Der Parteichef der UdSSR hielt eine Rede.
Seltsamerweise erschien sein Gesicht gleichzeitig auf allen Kanälen.
Seine Stimme klang besorgt – doch ich verstand kein Wort.

Plötzlich erschienen Untertitel auf dem Bildschirm.

Ich las…

…mitteilen, daß wir über die Vorgänge tief erschüttert sind. Seit heute morgen wird alles versucht, die Katastrophe in Grenzen zu halten. Jenes Feuer, das wir für den Frieden UND für die Erhaltung des Friedens durch ein ‘atomares Gleichgewicht’ dachten gezähmt zu haben, ist in aller Wildheit über uns hereingebrochen. Die bisherigen Kriege waren dagegen Sandkastenspiele – während wir jetzt versuchen, durch das Abwerfen von Tonnen an Sand und anderen Materialien das atomare Wüten zu dämpfen. Zehntausende unserer Mitbürger sind durch die Strahlung schon betroffen, stündlich werden es mehr. Nur durch den vollen Zusammenhalt unseres Volkes läßt sich noch Schlimmeres verhüten.

Doch allen Menetekeln zum Trotz ist keine Panik ausgebrochen, im Gegenteil! Seitdem wir am heutigen Vormittag den tragischen Unfall bekanntgegeben haben, erreichen uns ununterbrochen Anrufe und Telegramme von Brigaden aus allen Teilen des Landes, die sich für freiwillige Rettungseinsätze melden – wohl wissend, daß ihr Einsatz lebensgefährlich sein kann.

Genossinnen und Genossen! Ihr Menschen überall auf diesem Planeten…

Wo immer ihr auch seid, ihr werdet von dem Unglück in Tschernobyl mitbetroffen sein, über kurz oder lang.

WIR hatten Glück – jawohl! Denn unser zerschmolzener Reaktor liegt nicht fast mitten in Stadtgebieten, wie man es zum Beispiel aus der Bundesrepublik Deutschland kennt. Seit gestern WISSEN wir nämlich, daß nach 30 Kilometern im Umkreis die Strahlung NICHT haltmacht, wie es uns die Wissenschaftler auf ihren Plänen so schön gezeigt hatten. Wir werden riesenhafte Verluste haben, direkte und indirekte.

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02.03.2011 von Achmed Khammas
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Literatur aufgezogen…

von Achmed Khammas

Ein betörend fremd wirkendes Debüt voller WOW!-Momente ist der vor kurzem auch in Deutsch erschienene SF-Thriller The Windup Girl von Paolo Bacigalupi (von 2010). Der Begriff ‚Aufziehmädchen’ für japanische Geisha-Biokonstrukte erscheint im zwar im Text des Öfteren – für den deutschen Titel wählte Heyne jedoch das zumindest etwas leichter auszusprechende Wort Biokrieg, auch wenn es dem Inhalt des Buches kaum gerecht wird.

Meinen persönlichen Rechercheprioritäten entsprechend habe ich mich über die beschriebene Energieversorgung mittels muskelbetriebenen Spannfeder-Systemen gefreut, die von Menschen oder Tieren aufgeladen werden (s. 14 ff.), es gibt Schwungradspeicher (S. 143), Schüttel-Taschenlampen (S. 43, S.440), Radios mit Kurbelbetrieb (S. 356), Methan-Straßenlampen (S. 46) und irgendwo werden ein Luftschiff (S. 90) wie auch ein Windflügel-Clipper erwähnt (S. 386).

Doch um was geht es in dem mit Hugo und Nebula Award als bester Roman des Jahres ausgezeichneten Zukunftsthriller eigentlich?

In wenigen Worten: Es geht… weiter lesen

21.02.2011 von Achmed Khammas
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Digitales Hackebeilchen…

von Achmed Khammas

Nur mal so nebenbei:

Mitte letzter Woche wurde meine Seite Buch der Synergie … gehackt. Oder so.

Kennt irgend jemand die Mailadresse masters-crew@hotmail.com, von welcher aus der digitale Anschlag durchgeführt wurde?!

Sobald der Zugang neu eingerichtet ist, geht die Seite wieder Online – bis dahin habe ich sie vorsorglich sperren lassen.

Ich bitte um Verständnis.

11.02.2011 von Achmed Khammas
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Auf Nimmerwiedersehen…

von Achmed Khammas

Na endlich!!

Ich beglückwünsche das ägyptische Volk zu seinem erfolgreichen ersten Schritt in Richtung Freiheit. Soeben haben wir hier eine aufgehobene Sylvesterrakete gestartet… :-)

Als nächstes sollte nun der Assuan-Staudamm zurücktreten, damit der Nil wieder zum ‘Blut des Gottes Osiris’ wird (voller fruchtbarem Lehm), und damit die jährlichen Nilfluten das ganze Tal bis zum Delta reinigen.

Vielleicht klingt das für viele von Euch etwas seltsam – daher solltet Ihr einen Blick auf den entsprechenden Artikel werfen, den ich im Zuge meiner Zusammenarbeit mit dem – leider schon verstorbenen – ägyptischen Filmemacher Abdelwahed Askar geschrieben habe, dessen Film ‘Das wahrhaftige Wort des klugen Bauern‘ (1985) anläßlich der Festivitäten in Ägypten ruhig wieder einmal im Fernsehen gesendet werden sollte!

mabrouk ya schaab misr al-arab, mabrouk alfi marra!

Das ist übrigens die kolossale Statue des Gottes Hapi (Gott der Nilflut und Fruchtbarkeit), die nahe des… weiter lesen

07.02.2011 von Achmed Khammas
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Literatur gefesselt…

von Achmed Khammas

Es ist mir etwas peinlich zugeben zu müssen, daß ich für die erste Hälfte dieses Buches mehrere Jahre gebraucht habe. Dafür hat die zweite Hälfte dann nur noch wenige Tage gedauert.

Eines sollte klar sein, Fesselndes Arabisch von Robert Marzari, das im Verlag meines Freundes Hans Schiler erschienen ist, erfordert ein umfangreiches Verständnis des Arabischen, denn es geht darin um ‚Strukturelle Schwierigkeiten und künstliche Barrieren in der arabischen Sprache’ – so der Untertitel. Was eindeutig ein Understatement ist!

Doch gerade in dieser, am südlichen und östlichen Rand des Mittelmeers so umstürzlerischen Zeit ist eine dermaßen fesselnde Analyse der Hinter- und Gründe für das durch Sprache, Grammatik und Schrift dominierte Denken und Selbstverständnis der Menschen in den Arabisch sprechenden Ländern eigentlich unbezahlbar.

Obwohl ich selbst in Damaskus zur Schule gegangen bin und ein arabisches Abitur im wissenschaftlichen Zweig mein Eigen nenne, habe ich erst nach der Lektüre von… weiter lesen

02.02.2011 von Achmed Khammas
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Ägypten, aua Ägypten…

von Achmed Khammas

Ja-ja, ich komm ja schon… mit meinem Kommentar zur Stimmung dort unten. Also:

In Ägypten am Nil, da wohnt ein Krokodil,
das frißt seit 30 Jahren, und findet das nicht viel!

(ähm, nun ja… ich bin ja auch nicht Schiller oder Ringelnatz)

Dazu ein Foto, das es m.W. bislang noch nicht in die hiesige Presse geschafft hat:

Auf dem Plakat steht: Hau endlich ab, mir tut schon die Hand weh!

:-)

Mit Dank an Lina!