Es war zu Beginn dieses Jahrzehnts als ein Stil elektronischer Musik wieder heiß wurde, der letztmals 20 Jahre zuvor aktuell war. Der Früh-80er-Electro-Sound, der immer noch mit Songstrukturen arbeitete, die Lieder aber monoton aufbaute und dabei in erster Linie eine eisige Distanziertheit verbreitete, fand um das Jahr 2000 in den Szenen von New York bis Berlin seine Wiederkehr. Die Band der Stunde war das New Yorker Duo Fischerspooner, das zunächst vom Münchener DJ Hell und seinen Gigolo Records unter Vertrag genommen wurde bis sie für eine absonderliche hohe Summe bei Ministry Of Sound unterschrieben. Legendäre Liveauftritte, eine der besten Singles dieses Jahrzehnts (das Monster „Emerge“) und dann – nichts. Fischerspooner verschwand und mit ihnen der Electroclash genannte Stil, der geradezu verlacht wurde, als die New Yorker einige Jahre später ihr unterschätztes zweites Album auf den Markt brachten.
Archive for Juni, 2008
“Sorry, aber es hilft nichts. Es klingt wie ein Witz. Es ist ein Witz. Niemand kann dabei ernst bleiben. Weiß der Himmel warum, aber Düsseldorf ist ein Stadt gewordener Kalauer. Fast jeder außerhalb Düsseldorfs kennt einen, der gerade laut über Düsseldorf lacht.
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Als vor zwei Jahren auf einem Sampler des Transgressive Recordlabels die Demoversion eines Songs von Johnny Flynn enthalten war, dachte man an einem wohlmeinenden Wiedergänger von Nick Drake. Zart, verhuscht, fragil klang „Tickle Me Pink“.
Spiegel Online über die aktuelle Berliner Bühnenadaption von Tschechows “Drei Schwestern”:
“Die drei Schwestern und besagte drei Männer, auf die Gusner und König das vierzehnköpfige Tschechowsche Personal dezimiert haben, lösen vorbildlich ein, was Riemann vorab in einem Interview mit einem Berliner Stadtmagazin versprochen hatte: “Was bei den ‘Drei Schwestern’” – also bei Tschechow – “nach innen geht, machen wir sichtbar nach außen.”
Santogold ist gewissermaßen ein Kind ihrer Zeit – hektisch und ungestüm. Genauso wie ihr großartiges Debütalbum. Die Nordamerikanerin ist die vielleicht hoffnungsvollste Entdeckung des Jahres.
“…Er schiebt die Worte hin und her
Wie schlapp getretne Bälle.
Sein geistlos Mittelfeld spielt quer
Und kommt nicht von der Stelle.
“Chris Martin ist also offenbar ein vom Glück überversorgter, dennoch bescheiden gebliebener, vorbildlicher Bürger – und ein totaler Langeweiler.
Die Wunderlichkeiten im SpiegelOnlineUniversum werden nicht weniger: wer sich schon immer mal gefragt hat, wie eigentlich die Heckklappe eines Porsche 924 klingt oder danach dürstet, sich am Computer von einem 924S anhupen zu lassen, bitte sehr! Der Auto-Soundcheck auf SpiegelOnline hilft weiter!
Unsere Radiosendung des Monats Juni dreht sich ausschließlich um das Jahrzehnt, in dem die Popmusik geboren wurde: die 50er Jahre.
Deutscher Electro aus Berlin, möglicherweise die hiesige Antwort auf Hot Chip
und amerikanischer Country-Folk, wie er schöner nicht sein könnte.


