Archive for Dezember, 2009

31.12.2009 von Christian Ihle
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Die zehn besten Songs 2009

von Christian Ihle

10. Felice Brothers: “Penn Station”


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So muss es klingen, drückte man dem Dylan von “Positively 4th Street” eine Flasche Whiskey in die Hand und ließe ihn mit einer räudigeren Band trunken closing time – Songs aufspielen. In gewisser Weise sind die Felice Brothers damit auch ein New Yorker Äquivalent zu den Pogues (man achte übrigens bei obigem Video unbedingt auf das Ende!).


9. Fehlfarben: “Nichts erreicht meine Welt” (live)


Im Großen und Ganzen bleibt zu konstatieren: die nun auch schon sieben (!) Jahre andauernde Fehlfarben-Reunion hat mehr Gutes als Schlechtes gebracht. Und das allein ist schon bewundernswert bei einer Band, die ein so großes Denkmal wie “Monarchie & Alltag” zur freien Beschädigung vor sich hätte. In diesem Jahr erschien kein reguläres Album, aber ein eigenwilliges Livedokument der aktuellen Tour, auf dem ausgerechnet einer der Songs aus der “blinden” Fehlfarben-Phase (also jener Zeit Anfang der 90er als eine erste Fehlfarben-Reunion völlig unbeachtet blieb) alle anderen turmhoch überstrahlt: “Nichts erreicht meine Welt”.


8. Julian Casablancas: “11th Dimension”


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Vielleicht hat man Julian Casablancas Solo-Debüt doch nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit versehen … weiter lesen

30.12.2009 von Christian Ihle
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Der Filmjahresrückblick 2009. A Year In Pictures.

von Christian Ihle

10. The Exploding Girl (USA, Regie: Bradley Rust Gray)

explodinggirl

Ich gebe es gerne zu: ich war spät dran. Erst in diesem Jahr habe ich mich erstmals mit dem so wundervoll betitelten “Mumblecore”-Genre befasst, das sich durch die Absenz jeglicher plottreibender Einflüsse auszeichnet, kaum mit Kamerabewegungen, Close-Ups oder gar Montage arbeitet, die Improvisation bevorzugt und so ein direktes, “unverfälschtes” Bild vom “Leben” zeichnen will. Und so bemüht das klingen mag: in The Exploding Girl funktioniert es derart gut, dass man geneigt ist, “Mumblecore” als die einzige artgerechte filmische Ausdrucksweise für Coming-Of-Age-Geschichten im Nerdfeld zu betrachten. kinda zauberhaft.

9. Antichrist (Dänemark, Regie: Lars von Trier)

Oh, was war das für ein Rauschen im Feuilleton, als Lars von Trier … weiter lesen

29.12.2009 von Christian Ihle
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David Lynchs The Angriest Dog In The World

von Christian Ihle

Da ich gerade das recht zu empfehlende Buch “Lynch on Lynch” lese, das mehr oder minder ein einziges 294-seitiges Interview mit dem Regiegroßmeister ist, bin ich wieder an seinen Comicstrip erinnert worden, den er einige Jahre lang für den L.A. Reader geschrieben hatte.

Mit einem normalen Comicstrip gibt sich Lynch natürlich nicht zufrieden: generell ist jedes Bild des Comics immer identisch und zeigt einen sehr, sehr wütenden Hund. Lediglich die Texte ändern sich – kryptisch bleibt es dennoch:

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(Größer? Klick)
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28.12.2009 von Christian Ihle
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Schmähkritik (284): 50 Cent

von Christian Ihle

“Good work on destroying hip-hop there, Curtis Jackson. Your relentless – and highly profitable – pursuit of the lowest common denominator has turned what was once actually exciting, a musical form that had wit and imagination and some glorious fire in its belly, into something crushingly, ball-achingly tedious, a tail-chasing, scab-picking parody of itself. I mean, well done on the cash and all that, but couldn’t “Fiddy” have done something more interesting with it other than just buy an ugly house, some bullet-proof vests and a bunch of vulgar motors while writing rhymes like, “‘Til the sun comes up, every night, we party, yeah we party ’til daylight”, or, if you prefer, “I’m in my Lambo maggot, my 4, 4 faggot …” Is that it? Is that all the hip-hop fan deserves? Apparently, yes; yes it is.”

(Der britische Guardian über Curtis Jackson aka 50 Cent aka “Fiddy”)… weiter lesen

27.12.2009 von Christian Ihle
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Die zehn besten Alben 2009

von Christian Ihle

10. Peter Doherty: “Grace/Wastelands” (Indiepedia)



Der erste Eindruck war zwiespältig und die Gorillaz-on-H-Hymne “Last Of The English Roses” tat auch nicht viel, um ihn zu zerstreuen. Nein, “Grace/Wastelands” war nicht die ersehnte kreative – oder gar kommerzielle! – Wiedergeburt des verlorenen Goldenboys Britanniens, aber wie die Monate so ins Land zogen, klopfte doch Song um Song deutlicher an die Jahresendcharttür, so dass wir spätestens bei den bezaubernden Solokonzerten Anfang Dezember wieder wussten, warum wir uns noch einmal so nach dem Herrn allein mit einer Akustikgitarre gesehnt hatten. Deshalb ist auch der herausragende Song des Albums der reduzierteste: “Lady Don’t Fall Backwards”, der auch wieder eine jener Textstellen bereithielt wegen der man Doherty einst verehrte – “and I will love you forever / Or at least ’til morning comes”

Höhepunkte:
* Lady Don’t Fall Backwards
* The Sweet By & By
* Der Übergang von A Little Death Around The Eyes in Salome

Charts:
D: 20 / UK: 17


9. La Roux: “La Roux” (Indiepedia)

Was für ein Popalbum! … weiter lesen

26.12.2009 von Christian Ihle
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Quentin Tarantinos Lieblingsfilme 2009

von Christian Ihle

Wir hatten ja kürzlich schon QTs Lieblingsfilme seit 1992 (Nummer 1: “Battle Royale”) und auch für das abgelaufene Jahr hat sich Tarantino wieder bereit erklärt, für einen Blog des Hollywood Reporters das abgelaufene Jahr Paroli laufen zu lassen:

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Ziemlich großartig ist dabei nicht nur, dass er eine “Top 8″ aus dem Ärmel schüttelt, sondern dass er auch noch eine zweite Liste an Filmen hat, die er ein zweites Mal sehen muss, weil er ihnen zutraut, ihre Platzierung in seiner – intern wohl längeren Liste – zu verbessern. QT, the nerd’s nerd.

Tarantinos Top 8 aus 2009:

1. “Star Trek” … weiter lesen

25.12.2009 von Christian Ihle
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Jack Bauer und das Popblog wünschen frohe Weihnachten!

von Christian Ihle

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…aber eigentlich auch kein Wunder, dass Jack den Mann mit dem weißen Terroristenbart etwas härter angeht, kennt man seine Vergangenheit: … weiter lesen

24.12.2009 von Christian Ihle
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Die zehn besten Popsongs 2009

von Christian Ihle

2009 war das beste Popjahr seit Ewigkeiten. Kaum sind die Charts nicht mehr relevant, werden sie richtig gut. Was hatten wir dieses Jahr nicht alles? Einen Altmeister der mit einem 1-2-3-Punch zurück kam und endgültig der Elvis des Hip-Hop wurde, ein freches Gör, das bewies, dass mehr als Nacktfotos und große Fresse in ihr steckte, den ersten Hip-Hop-Superstar der Insel und natürlich den größten Popstar des Jahres…

10. Emiliana Torrini: Jungle Drum

Spätestens “Jungle Drum” war der Beweis, dass Fernsehshows das neue Musikfernsehen UND Radio sind. Emiliana Torrini, schon länger unterwegs und komplett unter dem Radar des normalen Musikhörers, hatte das Glück, mit “Jungle Drum” im Background einer “Germany’s Next Topmodel”-Folge zu laufen – die Folge waren acht (!) Wochen auf Platz 1 der deutschen Single-Charts. Wahrscheinlich die größte Hitparadensensation in diesem Jahr.

Charts:
D: 1 / UK: -
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9. Lenka – The Show
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Wäre man… weiter lesen

23.12.2009 von Christian Ihle
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Schmähkritik (283): William Fitzsimmons

von Christian Ihle

“Gegen zehn Uhr tritt Fitzsimmons (…) vor sein Publikum, das sich überwiegend aus jungen Mädchen mit Strickmützen und ebenso jungen Burschen mit Karohemd und nachlässigem Bartwuchs zusammensetzt: ein empfindsam gestimmtes Heer aus uniformiert individualistischen Facebook-Hippies und iTunes-Schluffis. Fitzsimmons selbst sieht mit Mützchen und Wallebart wie der Leader aus. (…) Seine Stimme klingt so weich, dass man weihnachtliche Keramikfiguren darin einwickeln könnte. Und darin erschöpfen sich Fitzsimmons’ Stärken auch schon: Er kann wahnsinnig leise wahnsinnig emotional singen.
(…)
Das Stück selbst bleibt banal und einfältig, derweil der Sänger sich eitel an der eigenen Schmerzentäußerung berauscht. … weiter lesen

22.12.2009 von Christian Ihle
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People who died: die Nullerjahre, ein Punkfriedhof.

von Christian Ihle

Punk war mit seiner Affinität zum Leben außerhalb der Regeln und Konventionen der Gesellschaft schon immer dafür prädestiniert, mehr Opfer zu fordern. Kaum ein Punkmusiker aus den 70ern, der Drogen und Alkohol fern geblieben wäre (bis Ian MacKaye in Washington straight edge auf den Plan setzte). So hatte Punk bereits in seiner Hochphase die ersten Verluste zu beklagen, aber es war schon überraschend, wie viele der Heroen von 76/77 (oder die einst dafür die Grundlagen legten) im zu Ende gehenden Jahrzehnt sich verabschiedeten. Die meisten starben übrigens eines “natürlichen Todes”, nur wenige gingen den Rockstarweg. Nur Iggy, der ist immer noch unterwegs.

In diesem Sinne:

I miss you more than all the others /
and I salute you brothers.

2000

Ian Dury (57, Krebs): Ian Dury & The Blockheads.

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Sex & Drugs & Rock & Roll
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2001

Joey Ramone (49, Krebs): The Ramones.

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Joey Ramone: What A Wonderful World
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2002

Joe Strummer (50, Herzfehler): The Clash

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The Clash – White Man In Hammersmith Palais
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Dee Dee Ramone (49, Heroin-Überdosis): The Ramones … weiter lesen