Archive for April, 2011

29.04.2011 von Christian Ihle
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My Favourite Records mit Frankie & The Heartstrings

von Christian Ihle

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Bereits im Januar 2010 haben wir Frankie & The Heartstrings zu den great white hopes der britischen Gitarrenszene ausgerufen und spätestens als sie ihren Orange-Juice-meets-Dexys-Sound bei der brillanten Single “Ungrateful” um die Blondie-circa-Atomic-Komponente erweiterten, durften wir uns bestätigt fühlen.

Nun ist das Debütalbum endlich erschienen und – passender könnte es nicht sein – sogar von Orange Juice Mann Edwyn Collins selbst produziert worden, was man durchaus als verdienten Ritterschlag sehen darf!

* Your three favourite Punk singles/songs?

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** Stop that girl by vic godard
** Ever fallen in love by buzzcocks
** Totaly Wired by the fall

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* A record that will make you dance? … weiter lesen

28.04.2011 von Christian Ihle
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Interview mit Ja, Panik: “Es sind schon unschuldigere Menschen als Merkel und Sarkozy getötet worden”

von Christian Ihle

Das größte musikalische Ereignis des Jahres kommt aus Österreich und wohnt in Berlin. Die Band Ja, Panik hat mit ihrem neuen Album “DMD KIU LIDT” in eingeschlägigen Kreisen bereits seit einiger Zeit die Gespräche beherrscht, wie man das bei einem deutschsprachigen Album zuletzt vielleicht zu Blumfelds “Old Nobody” – Zeiten beobachten konnte.

ja panik

Letzte Woche ist das Album nun veröffentlicht worden und wir haben uns mit Andreas Spechtl und Stefan Pabst zum Interview getroffen um über Bombenandrohungen, Drogenaufforderungen, Situationismus, Rassismus und, ja, auch die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben, die die Traurigkeit ist, zu sprechen. Heute Teil 1 des Interviews:

Popblog: Ihr seid von Wien nach Berlin gezogen, was man auch an der einen oder anderen Stelle in den Texten eurer neuen Platte merkt. Hatte Berlin darüber hinaus einen Einfluss auf das Songwriting?

Andreas Spechtl (Sänger & Songwriter von Ja, Panik): Wir sind noch nicht richtig angekommen gewesen in Berlin als wir die Platte geschrieben haben. Ich finde, man hört der Platte viel mehr ein hermetisches Sichzurückziehen, ein arges „wir kommen zu Fünft in eine neue Stadt und ziehen uns erstmal in uns selbst zurück“ an.

Stefan Pabst: Die Umstände des Umzugs hatten mehr Einfluss als die Stadt selbst.

Spechtl: Zum Entstehungszeitpunkt der Platte sassen wir nächtelang zu fünft in der Wohnung und haben nur daran gearbeitet hat. Es ist als hätten wir uns völlig abgeschottet in eine Holzhütte im Wald zurückgezogen. Wir hatten in Berlin noch keine sozialen Verpflichtungen, keiner hat angerufen, wir waren ganz für uns, zu fünft.

Wie funktioniert das Songwriting bei Euch überhaupt? Andreas, Du schreibst die Texte allein, wird die Musik zusammen entworfen?

Spechtl: Ich schreibe schon grob den Song, aber der wird dann noch arg verändert. Du kannst es Dir so vorstellen: ich schreibe den Song, habe die Akkorde und die Melodie, wir nehmen ein Demo auf. Dann wird zu fünft zusammen daran gearbeitet: wir sitzen im Wohnzimmer am Computer und jeder trägt etwas bei. Es ist auch nicht so dass der Schlagzeuger sich das Schlagzeug ausdenkt und der Bassist sein Bassding, sondern eine gemeinsame Arbeit an allen Parts. Gerade auf dieser Platte gab es bei jedem Schlag, bei jedem Ton Diskussionen.

Ja, Panik – Trouble by Nein, Gelassenheit

Wie ist euer Status in Österreich was Bekanntheit oder Verkaufszahlen angeht im Vergleich zu Deutschland? Bekommt ihr mehr Beachtung, weil dann doch wieder so ein „das sind unsere Jungs“- Gedanke zum Tragen kommt?

Spechtl: Man hat Respekt vor uns, aber innerhalb Österreichs gibt es viel größere Bands als uns – die man aber in Deutschland eher nicht kennt, wie 3 Feet Smaller.
Aber es gibt auch ein paar gute Sachen aus Österreich – Clara Luzia zum Beispiel. Bei ihr kommen auch mehr Leute zum Konzert als bei uns.

Wir haben schon die Aufmerksamkeit aus Deutschland gebraucht, um in Österreich angemessen rezipiert zu werden, damit wir österreichische Aufmerksamkeit bekommen. In der Zwischenzeit ist es ambivalent: für die einen sind wir Staatsfeinde, Nestbeschmutzer und Verräter, weil wir ausgezogen sind nach Berlin, was uns manche immer noch übel nehmen.

Interessiert euch das Konzept Heimat? Sehr ihr euch als österreichische Band? Oder ist das für Euch ein widersinniges Konstrukt?

Pabst: Mit der Bezeichnung „österreichische Band“ kann ich gar nichts anfangen. Es ist sicher kein identitätsstiftendes Merkmal, dass wir Österreicher sind.

Bei Thomas Bernhard gibt es eine Stelle, in der er schreibt

„In Österreich musst du entweder erzkatholisch oder nationalsozialistisch sein. Alles andere wird nicht geduldet, alles andere wird vernichtet“

Gibt es dann – wie bei Bernhard zum Beispiel oft – das Gegenteilige, also einen Heimathass? Eine Abkehr von Österreich? Dagegen zu sein, für was Österreich – oder auch Deutschland im gleichen Maße – steht?

Spechtl: Ich finde das grundsätzlich schwierig, denn im Umkehrschluss ist man dann genau das, was man eben nicht sein will. Das ist ein ziemlich faschistischer Gedanke, womit Du ganz schnell wieder im Jahr 1940 bist, in dem es heißt „die Österreicher sind so, die Deutschen sind so, die Türken sind so und die Juden sind so“… Die Grenze verläuft für mich nicht bei Passau. Ich will nicht über Österreicher schimpfen, ich schimpfe über ganz bestimmte Personen. Sonst ist es im Kern erneut eine rassistische Denke.

Ihr hattet für die letzte Platte einem Internetmagazin namens „Die Blaue Narzisse“, das sich als zumindest rechtskonservativ herausgestellt hat, ein Interview gegeben.

Spechtl: Das war wirklich eine schlimme Geschichte. Das Label hat eine Interviewanfrage von einer „Schülerzeitung“ … weiter lesen

27.04.2011 von Christian Ihle
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Schmähkritik (406): Urban Priol

von Christian Ihle

“Urban Priol macht Kabarett auf dem kleinsten intellektuellen Nenner. Er ist ein entfesselter Keifer, eine affektierte Heulboje mit eingebautem Politikerhass, und seine komplett witzfreie Münchner Rede war von der eines im gerechten Zorn erstickenden Volkstribuns durch wenig zu unterscheiden. Hinsichtlich der Solidaritätsbekundungen für Karl-Theodor zu Guttenberg schäumte er: “Hier verteidigen adelsbesoffene obrigkeitshörige Untertanen-Würstchen auf Facebook die verlorene Ehre eines arroganten blasierten…”, und der Rest des von jeder Kunstanstrengung freien Idiosynkrasie-Gebrülls ging im Jubel der Menge unter, der endlich mal jemand die Augen geöffnet hat, wie widerwärtig die politische Klasse sei.
(…)
Aber Priol ist kein Provokateur, dazu fehlen ihm Geist und intellektuelle Kühnheit. In Wahrheit ist Urban Priol das Schießgewehr eines entfesselten Spießbürgertums, das alle Politiker an den Galgen wünscht, weil es sie grundsätzlich für verlogen, machtgierig und korrupt erachtet. (…) Witzig, klug und großartig – Urban Priol ist das Gegenteil von all dem. (…) Das politische Kabarett… weiter lesen

26.04.2011 von Christian Ihle
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Charlotte Roche vs. BILD

von Christian Ihle

Keine neue Geschichte, aber an Groteskheit kaum zu überbieten und deshalb hier noch einmal aus dem letzten ZEIT-Magazin zitiert (für Unkundige findet sich ein Abriss der zugrundeliegenden Vorgeschichte hier)

Seit Bild die Aufnahme vom Unfall ihrer Familie druckte, kämpft Charlotte Roche gegen das Blatt. Als sie einmal im gleichen Flugzeug wie Mathias Döpfner saß, ging sie zu ihm und sagte ihm, dass sie ihn für einen schlechten Menschen halte. Sie trug im Fernsehen T-Shirts mit dem Schriftzug von bildblog.de, jenem Onlineformat, das es sich seit Jahren erfolgreich zur Aufgabe macht, Bild Fehler nachzuweisen. Auf eBay versteigerte Roche ein gelbes Kleid, auf dem »Kill Bild« stand.

Und irgendwann erschien dann doch noch ein Foto von ihr in der Bild- Zeitung. Vor drei Jahren war das, ihr Buch begann gerade sehr erfolgreich zu werden, da sah man sie neben einem Mann und dazu die Zeile: »Das ist ihr Feuchtgebieter«. Roche ging dagegen vor, schließlich habe sie sich nie öffentlich mit ihrem Mann gezeigt, sie sind nie gemeinsam über einen roten Teppich gegangen, es gibt keine Homestorys, keine gemeinsamen Interviews. Die Zeitung verpflichtete sich freiwillig, das Foto nicht mehr zu drucken. Wegen des Texts kam es zum Gerichtstermin, Bild wollte beweisen, dass sie und ihr Mann in dem Roman vorkommen, also beide Personen des öffentlichen Lebens sind. Ihr Mann musste vor Gericht bestätigen, dass sich seine Frau, im Gegensatz zu Helen, der Heldin des Romans, regelmäßig wäscht. Bild darf nun Roches Mann nicht mehr als ihren »Feuchtgebieter« bezeichnen und auch keine weiteren Details über ihn berichten.

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25.04.2011 von Christian Ihle
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Kristof Schreuf und das Publikum

von Christian Ihle

Die Liveauftritte von Kristof Schreuf, ehemals Kolossale Jugend & Brüllen, erweisen sich von Zeit zu Zeit als Variation einer Schmähperformance, so auch in Köln als er einen mehrminütigen Dialog mit einem rätsellustigen Zuschauer auf der Bühne führte (ab ca. 1:00):

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22.04.2011 von Christian Ihle
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My Favourite Records mit Bodi Bill

von Christian Ihle

Eher selten geschieht es, dass sich Bands aus dem elektronischen Sektor gerade mit ihren Liveshows und weniger über ihre Platten eine Fanbasis erspielen, aber Bodi Bill gelang ihr steter Aufstieg vor allem dank toller Auftritte. So ist auch das neue Album eher okay, die Gigs aber fabelhaft – weshalb es auch wenig wundert, dass vier Berlin-Konzerte in Folge ausverkauft sind.

Die verschmitzten, pfiffigen Bodi Bill über ihre Lieblingsplatten:

* Die drei besten Punksongs/-singles?

** da da da – trio
** sabine sabine – trio
** ganz wien – falko (sic!)

* Ein Song, der Dich immer zum Tanzen bringt?

herzilein – wildecker herzbuben

* Ein Song für Berlin?

new york I love you but you’re bringing me down – lcd soundsystem

* Die interessanteste / beste „neue“ Band ist?

bodi bill

* Der beste Song über das Geld?

money – dire straits feat. kanye west

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21.04.2011 von Christian Ihle
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Konzerttip: Chuckamuck in Berlin und Dresden

von Christian Ihle

chuckamuck

Bei der Frage nach dem nächsten großen Ding, der neuen Band, die alle mitreißen und begeistern kann, landet man immer wieder bei jungen Briten oder frischen Amerikanern. Dass wir nur alle Jubeljahre vor der eigenen Haustür Kandidaten finden, liegt auch daran, dass hiesige Gruppen oft bereits bei ihrer ersten Platte als glattgebügelte, karrieregeile Rockvolontäre und Pseudorevolverhelden auftreten und schon gleich mit ihren ersten Schritten in die Arme einer Plattenfirma vergessen haben, warum man als Junge oder Mädchen damals Rock’n’Roll machen wollte: weil es kracht und lärmt, Spaß macht und wild ist! Und eben nicht, um Geld damit zu verdienen oder eine Celebrity zu werden.

Chuckamuck – Caroline by Christian76

Gerade deshalb sind die blutjungen Berliner Burschen von Chuckamuck eine solche Offenbarung. Hier ist die Proberaum-Unfertigkeit jedem Song anzumerken und die Unbekümmertheit der Jugend zu spüren wie sich das für Unter-20-Jährige gehört. Als würde man die… weiter lesen

20.04.2011 von Christian Ihle
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Interview mit Smith Westerns: “Bevor Nirvana uns verklagt, müssten wir erst mal mehr als 3.000 Platten verkaufen”

von Christian Ihle

smith westerns

Die Smith Westerns haben den Popblog mit ihrem nur auf Vinyl veröffentlichten Debütalbum im Sturm genommen – so viel Pophits in krachender Verpackung hatten wir eine lange Zeit nicht mehr gehört. Album Nummer Zwei, das erstmals auf einem halbwegs großen Label (Domino) und nun auch offiziell in Europa erscheint, zeugt von einer erstaunlichen Weiterentwicklung für eine Band, deren Mitglieder immer noch kaum 20 Jahre alt sind. Erheblich mehr der Idee eines “Albums” anstatt einer “Songsammlung” folgend und deutlich beeinflußt von psychedelischerem Sound der 70er ist “Dye It Blonde” ein anderes Biest als das selbstbetitelte Debütwerk. Grund genug, sich mit unserer Album-des-Jahres-2010-Band über die Weiterentwicklung zu unterhalten.

Popblog: Euer erstes Album hatte einen Garage-Rock- und Lo-Fi-Sound, aber auch da konnte man schon Spuren von Bowie und T.Rex-Songwriting heraushören. Für euer zweites Album “Dye It Blonde” habt ihr einen viel feineren, klareren Sound gewählt – war das eine bewusste Entscheidung?

Smith Westerns: Ja, wir wollten bewusst weg vom Sound des Debüts, wobei ich nie verstanden habe, wo man da einen Garage-Rock-Sound heraushört. Aber es stimmt: unser erstes Album war dreckiger, war unser Versuch wie eine Power-Pop-Band aus den 70ern zu klingen.

Durch das Älterwerden verbesserst du eben auch deine musikalischen Fertigkeiten, man hört neue Musik, ist mit anderen Bands unterwegs, denen du zuschaust und zuhörst, das alles hatte Einfluß auf den Sound des zweiten Albums. Wir wollten einfach ein Album machen, das wir selbst so richtig lieben können.

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Popblog: Ihr mögt Euer Debüt nicht?

Smith Westerns: Naja, wir mochten es natürlich, als wir es geschrieben und veröffentlicht haben, aber wir sind jetzt schon ein wenig gelangweilt davon, die Songs wieder zu hören. Und jede Nacht spielen zu müssen. Wir hatten beim Debüt den Sound bewusst fuzzy gestaltet, ganz einfach weil wir so ein Scheiß-Equipment hatten, dass eine klarere Produktion total cheesy geklungen hätte. Also haben wir alle Instrumente so arg verzerrt, dass du gar nicht mehr hören konntest, wie billig die Teile waren… *lacht*
Aber auch das Debüt war schon eine Popplatte im Herzen, das war nicht einfach Akkorde runterreißen und ein wenig auf dem Schlagzeug trommeln wie das viele Lo-Fi-Bands heute machen.

Popblog: Hattet ihr euch denn je Sorgen gemacht, dass das neue Album zu glatt klingen könnte im Vergleich zur Verzerrerattacke des Debüts?

Smith Westerns: Von der ersten Platte haben wir 3.000 Stück weltweit verkauft, also ist die Gefahr nicht so groß, dass viele Leute Erwartungen an uns haben *lacht*
Wir sind schon eine richtige grassroots-Band: das Debüt wurde nur auf Vinyl gepresst, keine CD, wir hatten ein Indielabel aus Chicago, nie eine richtige Europa-Veröffentlichung, ja, wir hatten nicht einmal ein offizielles Release-Datum. Die Platte war einfach irgendwann da, dann hat Pitchfork über uns geschrieben, wir sind mit Girls auf Tour gegangen, dann mit MGMT… gerade auf Tour mit den beiden zu sein, hat uns eine Idee gegeben, was wir mit unserem Sound in Zukunft machen wollen.

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Wenn manche jetzt sagen, sie mögen das neue Album nicht, weil es “glatter” klingt, dann verdienen sie es eh nicht, das Album zu hören. Sie können das erste Album haben und tschüss…

Ich selbst würde auch nicht Bands zuhören wollen, die das immergleiche Album wieder und wieder veröffentlichen, die einfach den gleichen Song in verschiedenen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Tonarten aufnehmen!

Popblog: Wurdet ihr denn bisher schon dafür kritisiert wie ihr jetzt klingt?

Smith Westerns: Nein, ich glaube dass die Leute, die nur Lo-Fi-Musik hören eh auf keine Konzerte gehen, ihr Zimmer nicht verlassen und nur illegal Alben herunterladen *lacht*

Popblog: Beim Cover-Artwork des Debüts habt ihr das Cover von Nirvanas “Nevermind” zerschnitten und benutzt. Habt ihr da je Ärger mit Nirvana bekommen?

Smith Westerns: Wir haben nicht genug Platten verkauft, dass sich jemand dafür interessiert hätte. Courtney Love würde wahrscheinlich anfangen, uns zu verklagen, wenn wir 15 Millionen Platten verkaufen…

Popblog: Wie ihr schon erwähnt habt, seid ihr bereits ziemlich früh als Vorband von Girls, Jay Reatard oder MGMT aufgetreten. Wie kam es dazu?

Smith Westerns: Im Grunde durchs Internet. Girls waren Vorband von Los Campesinos! Gareth von den Campesinos hat einige Songs von uns online gehört und uns eine Nachricht geschrieben, ob wir nicht auch mit ihnen auftreten wollen – so haben wir dann eben Girls kennengelernt, die uns wiederum auf ihre nächste Headline-Tour mitgenommen haben. Girls sind wirklich gute Freunde von uns.

Popblog: Gibt es denn auch eine aktuelle Band, die ihr als Vorbild betrachtet?

Smith Westerns: MGMT sind die beste Band, die es derzeit gibt. Sie sind wirklich großartige, kluge Songwriter. Das erste Album war so eine gute Pop-Platte mit all dem elektronischen Zeug – so fröhlich! Und das Zweite! Das ist sogar noch besser! So interessant, mit so vielen Wechseln zwischen den Songs. Das ist ein Album, das dir wirklich viel gibt.

Popblog: Habt ihr euch eigentlich je als Teil der Lo-Fi-Szene Amerikas gefühlt, die ja in den letzten ein, zwei Jahren so aufgeblüht ist?

Smith Westerns: Nein, gar nicht. Weil wir einfach jünger als alle anderen sind, konnten wir nie auf irgendwelche Aftershowpartys oder in Bars mitgehen, deshalb hat sich da nie eine große Verbrüderung ergeben.

Popblog: Gibt es Unterschiede zwischen euren Konzerten in Amerika und in Europa?

Smith Westerns: Wir sind in der Zwischenzeit in den USA größer, weil dort das Album schon länger erschienen ist. Aber dafür behandeln dich die Promoter in Europa besser, kümmern sich mehr. … weiter lesen

19.04.2011 von Christian Ihle
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Schmähkritik (405): Sascha Lobo über die Blogwelt und alles andere. (Teil 2)

von Christian Ihle

Sascha Lobo bei der Re:publica eigentlich mit einem Vortrag über die “Trollforschung”, aber vor allem zu Beginn mit einer schönen Breitseite gegen die Internetwelt:


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Inhaltsverzeichnis:
* Teil 1: Alle Schmähkritiken über Bands, Künstler und Literatur
* Teil 2: Alle Schmähkritiken über Sport, Politik, Film & Fernsehen

18.04.2011 von Christian Ihle
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Schmähkritik (404): Der Film “World Invasion: Battle Los Angeles”

von Christian Ihle

“”Battle: Los Angeles” is noisy, violent, ugly and stupid. Its manufacture is a reflection of appalling cynicism on the part of its makers, who don’t even try to make it more than senseless chaos. Here’s a science-fiction film that’s an insult to the words “science” and “fiction,” and the hyphen in between them. You want to cut it up to clean under your fingernails.
(…)
When I think of the elegant construction of something like “Gunfight at the OK Corral,” I want to rend the hair from my head and weep bitter tears of despair. Generations of filmmakers devoted their lives to perfecting techniques that a director like Jonathan Liebesman is either ignorant of, or indifferent to. Yet he is given millions of dollars to produce this assault on the attention span of a generation.

Young men: If you attend this crap with friends who admire it, tactfully inform them they are idiots. Young women: If your date likes this movie, tell him you’ve been thinking it over, and you think you should consider spending some time apart. … weiter lesen