Archive for Juli, 2012

31.07.2012 von Christian Ihle
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Schmähkritik (500): Chris Brown

von Christian Ihle

Zum neuen Album von Rihannas Exfreund Chris Brown, “Fortune”:


“Chris Brown has released his fifth studio album – a 19 track repugnant record that we can only hope will be his last.
First track “Turn Up The Music” stes the tone for the whole album; generic overly auto-tuned, commercialised R&B that could be easily be any artist in the charts right now. “Don’t Judge Me” isn’t related to recent events, but rather is Brown asking his significant other not to judge him for cheating on her. Poor guy. “Till I Die” is a castrophic mysoginistic shit of a song, with lyrics: “I super soak that ho / Show ‘em no love / Throw ‘em a towel”.


The whole album is skitzy and has two themes: unprotected sex is super fun and partying is cool. Even if you are into this kind of… weiter lesen

30.07.2012 von Christian Ihle
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Best Of Schmähkritik: #19 – Rage (Regie: Sally Potter)

von Christian Ihle

Zur Feier von “500 Folgen Schmähkritik” sind wir tief ins Archiv gestiegen und haben die 25 schönsten Verrisse herausgekramt, die wir in den nächsten Wochen nun noch einmal präsentieren wollen.


Nachdem der Film “Rage” im Wettbewerb der Berlinale gelaufen war, hat man nicht mehr viel von Sally Potters prätentiöser Polemik gegen das Modebusiness gehört – so schön der Konzeptfilm auch anzuschauen war.


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Warum der Film seine Schwierigkeiten hatte, ein Publikum zu finden, erläutert dieser Berlinale-Verriss aus dem Hollywood Reporter sehr anschaulich:

“Sally Potter’s Berlin competition film “Rage” shows that no matter how shallow, pretentious, self-regarding and irrelevant the fashion industry may be, there will always be a filmmaker who is more so.

The british writer and director has taken a bad idea for a radio play and tarted it up with highly stylized video that

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27.07.2012 von Christian Ihle
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German Blind Date (8): Maximo Park über Tocotronic, Die Sterne, Ton Steine Scherben, Ja Panik

von Christian Ihle




Die großen Namen der Mittnuller kommen zurück: Franz Ferdinand werden bald ein neues Album veröffentlichen, Bloc Partys nächste Platte steht schon vor der Tür und Maximo Park haben das Ihre schon in die Regale gestellt. Da Maximo Park als eine der wenigen britischen Indierock-Bands sogar in Deutschland etwas früher als in England den Durchbruch geschafft hatte, wollten wir Sänger Paul Smith einige deutsche Songs vorspielen:



Ton Steine Scherben – Die letzte Schlacht gewinnen wir (1972)


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1. Ton Steine Scherben: Perky, punky guitars and a spirited vocal – the guitar sounds reminded me of New Zealand band, The Clean. This song has a high degree of likeability! I can’t believe it was from 1972 – in that respect it has a place in my mind alongside early Faust as a German precursor to the punk sound… weiter lesen

26.07.2012 von Christian Ihle
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Best Of Schmähkritik: #20 – Patrick Wagner (Surrogat, Louisville Records) über die Musikindustrie

von Christian Ihle

Zur Feier von “500 Folgen Schmähkritik” sind wir tief ins Archiv gestiegen und haben die 25 schönsten Verrisse herausgekramt, die wir in den nächsten Wochen nun noch einmal präsentieren wollen.


Heute werfen wir einen Blick zurück auf einen offenen Brief, den Patrick Wagner vom Musiklabel “Louisville Records” veröffentlicht hat als das Ende seines Indielabels bevor stand. Wagner war zuvor schon als Sänger der formidablen Surrogat und als Chef des Hipster-Labels Kitty-Yo bekannt geworden und hat zum Ende der Louisville-Zeit diese bemerkenswerte Abrechnung mit der Musikindustrie veröffentlicht:

“Verzweiflung pur – jetzt müssen wir das Navel Album verschenken, damit es gehört wird – denn so wie´s aussieht verkaufen wir grad mal 10 000 – 20 000 Stück und darauf können wir angesichts der Qualität dieses Albums durchaus verzichten. Natürlich ist uns das komplett gleichgültig, was nervt an diesem Geschäft, ist weniger die Tatsache, dass

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25.07.2012 von Christian Ihle
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Songs des Monats Juni (2): FSK, Stereo Total, Japandroids, Savages, Tallest Man On Earth

von Christian Ihle

Teil 2 unseres Monatsrückblicks, was man im letzten Monat gehört haben sollte. Erstmals haben wir eine Playlist für die im letzten Monat erschienen Alben erstellt, damit sich der geneigte Leser bequem einmal quer durch die Veröffentlichungen hören kann: Spotify Playlist.


6. Japandroids – The House That Heaven Built


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Aus der Lo-Fi-Klasse von 2010 haben leider wenige ihre Versprechen erfüllt. Schön, dass ausgerechnet die Japandroids, die man damals eher als Mitläufer wahrgenommen hatte, nun zeigen, was alles in ihnen steckt. “The House That Heaven Built” steht exemplarisch für ein wuchtiges Album, das seine Lo-Fi-Wurzeln nicht verleugnet, aber mehr als deutlich mit Bruce-Springsteen-Anklängen auf eine mögliche Anerkennung im Rockmainstream schielt. Die cooleren Gaslight Anthem.


7. F.S.K. – Äpfel und Birnen


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Auch bei F.S.K.s neuem Album… weiter lesen

24.07.2012 von Christian Ihle
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Songs des Monats Juni (1): Slime, Crocodiles, Friends, Dexys, Velvet Two Stripes

von Christian Ihle

Erster Teil unseres Monatsrückblicks, was man im Juni gehört haben sollte. Erstmals haben wir eine Playlist für die im letzten Monat erschienen Alben erstellt, damit der geneigte Leser sich bequem einmal quer durch die Höhepunkte der Veröffentlichungen hören kann: Spotify Playlist.

Der Vorteil: mit 19 Songs (Tracklist siehen unten) ist die Playlist ausführlicher als unser mit YouTube-Videos geschmückter Text. Der Nachteil: nicht alle Bands sind auf Spotify vertreten, so dass man nach Slime beispielsweise vergeblich sucht.



1. Slime – Zum Kampf


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Die alten Punks von Slime kommen nach zwei Jahrzehnten zurück und vertonen einjahrhundert alte Gedichte von Erich Mühsam? Zugegeben, klang nicht gerade wie ein Rezept, das einem vor Relevanz das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Aber, sieh da, in Slime ist noch genug Leben, um uns ein Punkalbum vor den Latz zu… weiter lesen

24.07.2012 von Christian Ihle
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Best Of Schmähkritik: #21 – Transformers 2, Regisseur Michael Bay und Megan Fox

von Christian Ihle

Zur Feier von “500 Folgen Schmähkritik” sind wir tief ins Archiv gestiegen und haben die 25 schönsten Verrisse herausgekramt, die wir in den nächsten Wochen nun noch einmal präsentieren wollen.


In der heutigen Folge bespricht Europas berühmtester Filmkritiker, Pete Bradshaw vom britischen The Guardian, den zweiten Teil der Transformers-Reihe:


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“Michael Bay, that prince of unsubtlety, royal rejecter of nuance and regal repudiator of light-and-shade, has returned with another of his mega-decibel action headbangers (…) I found it at once loud and boring, like watching paint dry while getting hit over the head with a frying pan.
(…) he famously calls his cinematic technique “fucking the frame”. That phrase might be brutal, but it’s accurate. And there’s no doubt about it: he really has given the frame a right old seeing-to this time. Bay has turned up at the frame’s flat with some unguent massage oils, scented candles and a hundredweight of Viagra. It isn’t long before the headboard of the frame’s bed is crashing repeatedly against the wall, while the frame gazes up at the ceiling … and I think the frame is faking it.
(…)
For about two-thirds of this mind-frazzlingly dull film, we are led to believe that the “fallen” of the title refers to this resurgent army. But then we find out it kind of means something else, and the storyline completely transforms itself into something even more boring than it was originally. … weiter lesen

23.07.2012 von Christian Ihle
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Best Of Schmähkritik: #22 – Sascha Lobos offener Brief an die Blogwelt

von Christian Ihle

Zur Feier von “500 Folgen Schmähkritik” sind wir tief ins Archiv gestiegen und haben die 25 schönsten Verrisse herausgekramt, die wir in den nächsten Wochen nun noch einmal präsentieren wollen.


Sascha Lobo war bereits mehrfach zu Gast in der Schmähkritik-Rubrik – und zwar auf beiden Seiten. Schmähen und geschmäht werden. Von den Lobo-Beiträgen ist dieser ausufernde offene Brief an das Blog wirres.net wohl der bemerkenswerteste.
Da die Treffer auch etwas arg weit streuen, empfehle ich zum tieferen Verständnis der Gemengelage den ganzen offenen Brief (?) zu lesen, statt sich hier von der Beschimpfungshighlightparade verwirren zu lassen:



“ich hielt dich (den Autor des Blogs wirres.net, Anm.) ja immer für den prototyp des bloggers. weil du zwar völligen unsinn geschrieben hast – aber immerhin das, was du wolltest und dich nicht um die lesermeinung gekümmert hast wie spreeblick oder netzpolitik, wo johnny und markus für ein widerwärtig selbstgerechtes publikum schreiben, das jubelt, wenn seine kleingeistigen erwartungen erfüllt werden. niggemeier könnte auch protoblogger sein, aber dann wieder nicht, weil er eine eigene liga darstellt, beyond blogging, niggemeier könnte texte in fantasiesprache in die rinde einer eiche bei leipzig einritzen, seine stumpfen fans würden begeistert hinpilgern und ihm ein flattr-blümchen hinlegen. dabei ist er ganz offensichtlich gelangweilt von der ständigen beschäftigung mit dem dreck, den er kritisiert. (…)
willst du mich verarschen, du erlebnisschrottblogger? hast du meine antwort überhaupt gelesen, bevor du deine ungelenken, fehlerstrotzenden buchstabenketten druntergeflanscht hast? 80% deiner kommentatoren sind im besten fall schwer gestört und im nicht einmal schlechtesten fall von der realität erwachsener, arbeitender menschen eine million kilometer entfernt. (…)
sehe ich so verwirrt aus wie stöcker von der spon netzwelt oder jochen wegner, von dem ich nicht wissen will, mit welchen pillen er es so lange beim focus (“deutschlands beste ampeln – das ultimative ranking”) ausgehalten hat und warum? oder handelt es sich bei deiner festanstellung um die hausmeisterliche betreuung eines wurmlochs, durch das du die 80er jahre in stand halten musst? (…)
lies doch mal meinen disput mit dem unerträglichen turbobesserwisser marcel weiss, mit dessen belehrungsenergie man die polarkappen drei winter lang eisfrei halten könnte, der seit seinem weggang von blogwerk gegen den vollständigen bedeutungsverlust kämpft und der seit jahren mit dem ebenfalls vierzehnjährigen martin weigert der welt erklärt, wie sie im digitalen gefälligst zu funktionieren hat, weil ihre “erkenntnisse” – die jedem fussgängerzonenprediger peinlich wären vor plattheit – sie selbst so sehr berauschen. (…) oder lies, was jetzt.de-journalistendarsteller dirk von gehlen dazu meinte, der glück hat, dass seine chefs von der süddeutschen zeitung das internet für eine mischung aus fax, fernseher und elektronischen leserbriefkästen halten und deshalb sein blog nicht lesen: für jeden zweiten beitrag zum thema urheberrecht in dirks selbstgefälligem blog würden sie nicht nur ihn feuern, sondern auch alle, die so ähnlich heissen oder schon mal in der kantine mit ihm gesprochen haben. (…) mir kommt es da nur aufs geld an, denkst du, ich schreibe bücher aus überzeugung? kann ich von tauschbörsenrelevanz meine teuren hobbies bezahlen? wenn ich so ärmlich und ohne jeden stil leben würde wie niggemeier oder kathrin passig, dann wäre das vielleicht okay, aber ich brauche 10.000 netto im monat, da kann ich mich … weiter lesen

23.07.2012 von Christian Ihle
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The Amazing Spider-Man (Regie: Marc Webb)

von Christian Ihle




1. Der Film in einem Satz:

(500) Days of Spidey.



2. Darum geht‘s:

Die Wiederverwertungszyklen werden immer schneller: “The Amazing Spider-Man” ist kein vierter Teil der Spider-Man-Serie, sondern tatsächlich eine Neuerzählung des erst vor zehn Jahren erschienen ersten Teils (im Filmenglisch: ein “Reboot”). Es ist die alte Geschichte: der Nerd Peter Parker wird von einer Spinne gebissen, entdeckt seine superheldenhaften Spinnenkräfte, probiert sich aus, muss lernen, dass Macht Verantwortung bedeutet, erledigt einen Superschurken, legt dabei die halbe Stadt in Schutt und Asche und verliebt sich ins Mädchen von Nebenan.


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Was neu ist: ausgerechnet der letzte Punkt der Aufzählung ist das Herz des Films. Das mag zunächst verblüffen, geht doch kaum jemand in Spider-Man, um den romantischen Spinnereien eines Nerds zu folgen, doch wirft man einen Blick auf die Karriere des neuverpflichteten Regisseurs, dann scheint… weiter lesen

22.07.2012 von Christian Ihle
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Best Of Schmähkritik: #23 – Harald Martenstein über den Film “Henri 4″

von Christian Ihle

Zur Feier von “500 Folgen Schmähkritik” sind wir tief ins Archiv gestiegen und haben die 25 schönsten Verrisse herausgekramt, die wir in den nächsten Wochen nun noch einmal präsentieren wollen.

In der heutigen Folge ein Bericht von der Berlinale 2010, als Harald Martenstein der Premiere des Films “Henri 4” von Jo Baier beiwohnte:



“Im Friedrichstadtpalast traf ich eine Kollegin, die in der Galapremiere von “Henri 4″ gewesen ist. Zum ersten Mal seit sie die Berlinale besuche, seien nach Ende einer Aufführung etliche Leute aufgestanden und hätten “Scheißfilm!” oder “Scheiße!” gerufen, es habe im Publikum eine ähnlich desillusionierte Stimmung geherrscht wie Ende 1989 in der DDR.

Ich traf einen anderen Kollegen, der dort war, und fragte: “Worum geht es überhaupt in Henri 4?” Er sagt, es sei seiner Ansicht nach, im Kern, ein Film über die Brüste der – mir unbekannten

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