vonChristian Ihle 13.05.2021

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

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Im Rahmen einer groß angelegten Retrospektive, die auf eine Idee meines Freundes Lassie zurückgeht und in einem der letzten Podcasts mit Horst Motor zur Umsetzung gebracht wurde, blicken wir gemeinsam auf ein Jahr zurück und nominieren die besten Songs, Alben und Filme. Wer die Rankings der beiden ebenfalls lesen will und zudem die schöner aufbereiteten Listings finden will, kann sich hier auf motorhorst.de direkt vergnügen.
Hier meine persönliche Liste, beginnend mit den Plätzen 45 bis 30!

30. Wooly Bully von Sam The Sham & The Pharaohs

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„Wooly Bully“ von Sam the Sham and the Pharaohs ist praktisch die Definition eines Novelty Hits (und wäre womöglich heutzutage im Fadenkreuz von Cultural Appropriation Diskussionen auf Twitter) – war aber 1965 tatsächlich die erfolgreichste Single des Jahres. Obwohl „Wooly Bully“ nie auf Platz 1 der Billboard Charts kletterte, war das nach der Katze des Sängers benannte Lied der meistverkaufte Song des Jahres in Amerika!
In „Moonlighting“ (aka „Das Model und der Schnüffler“) – einer meiner liebsten Fernsehserien überhaupt – gibt es auch eine schöne Sequenz, in der Büro-Faktotum Herbert Viola zum Füllen einer aufgrund eines Autorenstreiks zu kurz geratenen Episode von Bruce Willis überredet wird, „Wooly Bully“ zu singen. Wie konnte ich mich also in diesen Song nicht verlieben?

So quatschig „Wooly Bully“ auch scheinen mag, B-Seite „Ain’t Gonna Move“ ist übrigens ein bluesig-grooviger Song, der auch von Booker T & The MGs stammen könnte.

31. What A Way To Die von The Pleasure Seekers

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Bevor Suzi Quatro zum Weltstar des Glamrock wurde, spielte sie in den Pleasure Seekers, dieser räudigen All-female-garage-rock-Band aus Detroit. „What A Way To Die“ ist die b-Seite ihrer Debütsingle „Never Thought You’d Leave Me“.

32. I Fought The Law von The Bobby Fuller Four

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„I Fought The Law“ ist natürlich vor allem durch die fantastische Power-Version von The Clash bekannt, die 1979 auf der „The Cost Of Living EP“ erschienen ist. Die texanische Rocknroll-Band Bobby Fuller Four coverte diesen ursprünglichen Crickets-Song jedoch bereits 1965 und brachte leichte Country-Untertöne in diesen stampfenden Rocksong, der in der Fuller-Four-Version #9 in den USA erreichte und so ihre einzige Top-Ten-Single wurde.
Ein Jahr später starb Bandleader Bobby Fuller unter ungeklärten Umständen im Auto vor seinem Haus.

33. I’ve Been Loving You Too Long von Otis Redding

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Zwei Versionen existieren von Otis Redddings bis dato größtem Hit „I’ve Been Loving You Too Long“ – auf der einen spielt Booker T Klavier, auf der anderen Isaac Hayes.
Noch besser als diese beiden Studioversionen ist aber die Liveaufnahme vom Monterey Festival 1967, die kürzlich auch in der einen großen romantischen Szene der dritten Staffel von Twin Peaks zum Einsatz kam.

34. Crawdaddy Simone von The Syndicats

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„Crawdaddy Simone“ ist die B-Seite zur dritten und letzten Single der britischen Beat-Band The Syndicats – und ihr schroffster Song, der gegen Ende in eine regelrechte Kakophonie abdriftet. Harter, von der britischen Studio-Legende Joe Meek („Telstar“) produzierter Garage-Rock, den ich durch eine Empfehlung von The Horrors kennengelernt habe.

35. Unchained Melody von The Righteous Brothers

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„Unchained Melody“ – im Original 1955 als Titelsong für einen kleinen, unbekannten Film („Unchained“) geschrieben – ist eines der meistgecoverten Lieder der Geschichte. Allein 1955 charteten drei verschiedene Unchained Melodies in den USA sowie sogar vier unterschiedliche Aufnahmen in UK. „Unchained Melody“ erreichte zudem mit vier verschiedenen Interpreten den ersten Platz in den britischen Charts, ein Rekord bis heute. Die Version von Robson & Jerome war 1995 die meistverkaufte Single des Jahres – Jerome (Flynn) sollte übrigens drei Jahrzehnte später als Bronn in „Game Of Thrones“ zu einer anderen Berühmtheit gelangen.
Die bekannteste „Unchained Melody“-Variante ist aber sicherlich die 1965er Aufnahme durch die Righteous Brothers, die (wahrscheinlich) von Phil Spector produziert und ein Jahr nach ihrer Zusammenarbeit mit Spector zu „You’ve Lost That Lovin‘ Feelin'“ veröffentlicht wurde.

36. Guns Of Navarone von The Skatalites

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Der Titelsong zum 1961er Film „Guns Of Navarone“ wurde als Single 1965 veröffentlicht und darf als einer der zentralen Tracks der Ska-Geschichte gelten. Schlüssig, dass der zunächst unter dem Solonamen von Roland Alphonso erschienene Song später den Skatalites, einer der wichtigsten Ska-Bands, zugeordnet wurde.
Lee „Scratch“ Parry ist übrigens Background-Shouter auf „Guns Of Navarone“.

37. Aline von Christophe

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Ein eher auf der Kitschseite der Chansongeschichte gelagerter Song, der in Frankreich 1965 über eine Million Einheiten verkaufte. Dieser Erfolg ist für die zweite Single von Christophe durchaus überraschend, wurden von seiner Vorgängersingle „Elle s’appelait Sophie“ doch nur 27 Stück abgesetzt. „Aline“ ist übrigens der Name der Assistentin des Zahnarztes von Christophe, so viel zur Romantik.

38. Nowhere To Run von Martha Reeves & The Vandellas

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Ein Jahr nach ihrem fantastischen „Dancing In The Streets“ veröffentlichteen Martha & The Vandellas mit „Nowhere To Run“ einen weiteren Soul-Klassiker für Motown.

39. The Tracks Of My Tears von Smokey Robinson The Miracles

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Nochmal Motown: „The Tracks Of My Tears“ von Smokey Robinson und The Miracles ist einer von vier Millionen-Sellern der Band.

40. You Didn’t Have To Be So Nice von The Lovin‘ Spoonful

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„You Didn’t Have To Be So Nice“ ist die zweite Single von The Lovin‘ Spoonful nach „Do You Believe In Magic“ – und neben dem Gassenhauer „Summer In The City“ ihr bester Song.

41. Needle Of Death von Bert Jansch

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Der schottische Folksänger Bert Jansch schrieb diesen Song über den Tod seines Freundes Buck Polly. Thematisch passend auch, dass Jansch ein halbes Jahrhundert später auf einem Babsyhambles-Album zum Doherty-Song „The Lost Art Of Murder“ Gitarre spielte.

42. She’s Not There von The Zombies

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Drei Jahre vor ihrem großen Psych-Pop-Meisterwerk „Odessey & Oracle“ veröffentlichten die Zombies ihr Debüt „Begin Here“, auf dem das vom Orgelspieler Rod Argent komponierte „She’s Not There“ enthalten ist.

43. The Sins Of A Family von P.F. Sloan

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P.F. Sloan ist nicht nur der Autor von „Eve Of Destruction“, sondern hat im gleichen Jahr auch „The Sins Of A Family“ geschrieben, was ebenfalls von Barry McGuire gecovert wurde. Kennengelernt habe ich wiederum „The Sins Of A Family“ vor gut 20 Jahren als eine B-Seite der Strokes-Copycats The Star Spangles, falls die noch jemand kennt!

44. You Can’t Buy My Love von Barbara Lynn

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Dank seiner treibenden Orgel ist dieser R&B-Song der amerikanischen Sängerin Barbara Lynn wie gemacht für Northern-Soul-Allnighters.

45. What’Cha Gonna Do About It von Small Faces

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Der Debütsong der Small Faces ist inspiriert von Solomon Burkes „Everybody Needs Somebody to Love“.

Ein Jahr 1965:
Die besten Songs:
* Die Plätze 30-45
* Die Plätze 15-29
* Die Plätze 1-14

Die besten Alben:
Die Plätze 1-3

Die besten Filme:
* Die besten Film #6-12
* Die besten Film #1-5

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