vonChristian Ihle 21.06.2021

Monarchie & Alltag

Neue Bands und wichtige Filme: „As long as the music’s loud enough, we won’t hear the world falling apart“.

Mehr über diesen Blog

1. Highway 61 Revisited von Bob Dylan

Hier wurde ein eingebetteter Medieninhalt blockiert. Beim Laden oder Abspielen wird eine Verbindung zu den Servern des Anbieters hergestellt. Dabei können dem Anbieter personenbezogene Daten mitgeteilt werden.

1965 gehört Bob Dylan. Allein dass in meiner Liste gleich fünf Ewigkeitssongs von Dylan aus diesem Jahr stehen (verglichen mit 3 der Beatles und 2 der Stones beispielsweise) und ich hier noch nicht einmal „Like A Rolling Stone“ mit aufgenommen habe. Dass Dylan gleich zwei Alben innerhalb von fünf Monaten veröffentlichte, die jede für sich genommen Platte des Jahres in so gut wie jedem Jahr seit der Erfindung der Gitarre sein könnten. Und dass darüber hinaus auch noch sonst überall in ’65 seine Spuren zu hören sind – von den offiziellen Coversongs (Mr Tambourine der Byrds) zu den inoffziellen (A Public Execution von Mouse & The Trapps), von den nicht zu überhörenden Einflüssen ins Songwriting der Beatles (You’ve Got To Hide Your Love Away) bis Sonny Bono (Laugh At Me).
1965 war Dylan, Dylan war 1965.

2. Bringing It All Back Home von Bob Dylan

Hier wurde ein eingebetteter Medieninhalt blockiert. Beim Laden oder Abspielen wird eine Verbindung zu den Servern des Anbieters hergestellt. Dabei können dem Anbieter personenbezogene Daten mitgeteilt werden.

„Bringing It All Back Home“ steht meiner Nummer 1 „Highway 61 Revisited“ kaum nach, in der Frage nach den größeren Einzelsongs ist „Bringing…“ vielleicht sogar die *noch* bemerkenswertere Platte – oder wer mag gegen „Subterranean Homesick Blues“, „It’s Allright Ma (I’m Only Bleeding)“ und „It’s All Over Now, Baby Blue“ anreden? „Highway 61 Revisited“ erreicht dennoch für mich den Album-des-Jahres-Platz um eine wirre Lockenlänge eher, da auf „Highway“ kein einziger durchschnittlicher Song ist, ich bei „Bringing It All Back Home“ aber vielleicht auf den einen oder anderen Track in der Mitte des Albums auch verzichten könnte (was aber Kritik auf sehr hohem Niveau ist).

3. Here Are The Sonics!!! von The Sonics

Hier wurde ein eingebetteter Medieninhalt blockiert. Beim Laden oder Abspielen wird eine Verbindung zu den Servern des Anbieters hergestellt. Dabei können dem Anbieter personenbezogene Daten mitgeteilt werden.

Die Definition von Garage-Rock und ein nicht unerheblicher Wegbereiter für die spätere Punkexplosion.
Ein Album randvoll mit Hits, Gekreische, Gitarrengekrache, Klaviergehaue und hatte ich schon Hits erwähnt? Mit „Strychnine“, „Have Love Wil Travel“ und „Psycho“ sind drei der größten Garagerock-, ach was: 60ies-Songs!, überhaupt enthalten und dabei habe ich hier noch nicht mal „The Witch“, „Money“ oder „Do You Love Me“ erwähnt.
Dass sich Boss Hoss nach „Boss Hoss“ von diesem Sonics-Album benannt haben, gut, dafür kann man die alten Garagenrockhunde ja nicht verhaften.

Ein Jahr 1965:
Die besten Songs:
* Die Plätze 30-45
* Die Plätze 15-29
* Die Plätze 1-14

Die besten Alben:
Die Plätze 1-3

Die besten Filme:
* Die besten Film #6-12
* Die besten Film #1-5

Im Rahmen einer groß angelegten Retrospektive, die auf eine Idee meines Freundes Lassie zurückgeht und in einem der letzten Podcasts mit Horst Motor zur Umsetzung gebracht wurde, blicken wir gemeinsam auf ein Jahr zurück und nominieren die besten Songs, Alben und Filme. Wer die Rankings der beiden ebenfalls lesen will und zudem die schöner aufbereiteten Listings finden will, kann sich hier auf motorhorst.de direkt vergnügen.

Anzeige

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/popblog/2021/06/21/1965-die-drei-besten-alben-des-jahres/

aktuell auf taz.de

kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.