19.05.2012 von Hans-Ulrich Dillmann
In der Dominikanischen Republik sind am Sonntag (20. Mai) rund 6,5 Millionen stimmberechtigte BürgerInnen aufgerufen, den neuen Präsidenten des Landes zu wählen. Der bisherige Amtsinhaber Leonel Fernández von der Partei der Dominikanischen Befreiung (Partido de la Liberación Dominicana – PLD) darf aus Verfassungsgründen nicht wieder kandidieren.

Wahlkampf um das Präsidentschaftsamt, alle Fotos: Hans-Ulrich Dillmann
Die Nachfolge soll ein ehemaliger Weggefährte, Minister seines Kabinetts und Mitglied des Zentralkomitees seiner Partei antreten, der 60 Jahre alte Ökonom Danilo Medina. Um das Amt der Vizepräsidentin bewirbt sich für die Morados, mit den lila Fahnen, die Frau von Fernández, Margarita Cedeño de Fernández (44). … weiter lesen
18.05.2012 von Gerhard Dilger
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat den 11. Mai zum “Nationalen Tag des Reggae” erklärt – als Hommage an den “Rhythmus, der weltweit von Robert Nesta Marley verbreitet wurde”. Marley starb am 11. Mai 1981.
Hier die Altmeister Tribo de Jah aus São Luís, dem “brasilianischen Jamaika”, und Mato Seco aus São Paulo.
16.05.2012 von Hans-Ulrich Dillmann
Leben und Sterben des Heinrich Goldberg alias Filareto Kavernido
Elf Kugeln beendeten am 16. Mai 1933 das Leben von Heinrich Goldberg. Im Staub eines schmalen Pfades verblutete der deutsch-jüdische Anarchist in der Nähe eines kleinen Weilers in der Dominikanischen Republik, knapp 53 Jahre nach seiner Geburt. Den Mord haben vermutlich Lokalpolltiker mit Billigung des Diktators Rafael Trujillo organisiert. Das Verbrechen ist bis heute ungesühnt. … weiter lesen
14.05.2012 von Gerhard Dilger
FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk) regt zu einer E-Petition im Bundestag an:
Nach der Katastrophe von Fukushima beschloss die deutsche Regierung den erneuten Ausstieg aus der Atomenergie. Doch statt den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, setzt die schwarz-gelbe Koalition weiter auf fossile Energien. Um den enormen Energiebedarf Deutschlands zu decken, importieren Stromkonzerne wie E.ON, RWE, EnBW, Vattenfall und Steag Kohle aus dem Ausland – und nehmen dabei Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in Kauf.

Kolumbien ist seit 2011 Deutschlands wichtigster Steinkohlelieferant. Doch der Abbau erfolgt auf Kosten der Menschenrechte. Besonders die Wayúu, Kolumbiens größte indigene Volksgruppe, sind betroffen. Sie leiden an den Folgen ihrer Vertreibung, an Krankheiten und Umweltverschmutzung. Das Schicksal der Wayúu ist kein Einzelfall: Immer öfter kommt es zu massiven Landnutzungskonflikten zwischen Bergbaukonzernen einerseits und indigener, afrokolumbianischer und kleinbäuerlicher Bevölkerung andererseits.
Durch die E-Petition wird der Bundestag dazu aufgefordert, ein Gesetz zu beschließen, das Lieferanten… weiter lesen
09.05.2012 von Hans-Ulrich Dillmann
Die dominikanische Wahlbeobachtergruppe Participación Ciudadana fühlt sich von der Wahlbehörde in ihrer Arbeit behindert
Santo Domingo (textosdom)– Die Dominikanische Republik steht am 20. Mai vor Präsidentschaftswahlen. Der derzeitige Staatschef, Leonel Fernández Reyna von der Partei der dominikanischen Befreiung (Partido de la Liberación Dominicana – PLD), darf nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren. Ein Mitglied des PLD-Zentralkomitee, Danilo Medina, der über Jahre Chef des Präsidentschaftsamtes war, will ihn beerben und der Partei weitere vier Jahre an der Macht bescheren. Als Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten hat er die Gattin von Leonel, Margarita Cedeño de Fernández, erkoren.
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08.05.2012 von Gerhard Dilger
Der im südkolumbianischen Dschungel verschollene Reporter Roméo Langlois befindet sich offenbar tatsächlich in den Händen der “Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens” (Farc). Am Sonntag stellte sein Kollege, der Kriegsreporter Karl Penhaul, ein Video ins Netz, auf dem der Guerillero Ancízar alias Monazo eine bereits zuvor verbreitete Erklärung der 15. Farc-Front vom 30. April verliest. Darin wird Langlois als “Kriegsgefangener” bezeichnet, und als neue Information fügt der “Geschwaderführer” hinzu, man habe die Identität von Langlois bestätigt und hoffe, “bald aus dieser Sackgasse herauszukommen”.
Am 28. April hatte der 35-jährige Franzose, der seit zwölf Jahren als freier Journalist in Kolumbien arbeitet, einen Antidrogeneinsatz der Armee in der Farc-Hochburg Caquetá begleitet. Dabei kam es zu einem heftigen, siebenstündigen Gefecht mit den Rebellen. Laut Monazo starben dabei 19 Soldaten und drei Guerilleros. Der verletzte Langlois nahm Armeeangaben zufolge Helm und kugelsichere Weste ab und ging ohne Kamera auf die siegreichen Rebellen zu, um… weiter lesen
07.05.2012 von Knut Henkel
Schwedens Nummer Eins unter den Möbelkonzernen hat ein Image-Problem. Ende der 80er Jahre hat Ikea in Kuba und in der ehemaligen DDR produzieren lassen – von Häftlingen. … weiter lesen
05.05.2012 von Knut Henkel
Jung, erfolgreich und zielstrebig sind Attribute, die man gern mit der Jugend eines Landes in Verbindung bringt. Auf zwei kubanische Schauspieler, die gerade einen Film zur Flucht von der Insel abgedreht haben, trifft all das zu. Nun sind sie selbst geflüchtet – wegen der fehlenden Perspektiven. … weiter lesen
05.05.2012 von Gerhard Dilger
Das Video aus Buenos Aires – und eine Reaktion in London.
02.05.2012 von Gerhard Dilger
Ich bin nicht Kommunist geworden, weil ich Karl Marx gelesen habe. Nein, ich bin Kommunist geworden, weil ich Karl May gelesen habe
- so lautet ein klassisches Zitat des sandinistischen Urgesteins Tomás Borge, der 1961 Nicaraguas Sandinistische Befreiungsfront (FSLN) mitbegründete und 20 Jahre später als Innenminister von den einen bewundert, von anderen gefürchtet wurde.

Borge 2005 mit dem Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly
Lesenswert ist der Nachruf seiner einstigen Weggefährtin und späteren politischen Gegnerin, der Schriftstellerin und “Anti-Danielistin” Gioconda Belli. Auszüge:
Jener Satz von ihm, “unerbittlich im Kampf und großzügig im Sieg” (…) klang im kollektiven Gedächtnis nach wie ein Satz von jemandem von der Größe des Che. (…) Tomás war der große, zum Schweigen gebrachte Redner der Revolution (…) Die Grausamkeit der Geschichte und seiner Compañeros war es, jenem die Rolle des Unterdrückers zuzuteilen, der als Wohltäter,
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