Archive for Mai, 2010

31.05.2010 von Christian Ihle
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Album des Monats April / Platz 1: MGMT: Congratulations

von Christian Ihle

Als in der Musikindustrie und -Presse vor Veröffentlichung des zweiten MGMT-Albums geraunt wurde, es sei “kommerzieller Selbstmord” und hätte nichts mit dem überraschenden Mega-Erfolg Oracular Spectacular zu tun, waren die Tränen des Popblogs schnell getrocknet. Natürlich hatten wir damals MGMT (dank “Time To Pretend”) als next big things auf unserer Liste und selbstredend haben es die beiden New Yorker (dank “Kids”) auch in unsere Endjahrescharts geschafft, aber abseits der beiden großen Hits hielten wir das Album dann doch für ziemlich prätentiösen Mist.

Von kommerziellem Selbstmord kann auch nur insoweit die Rede sein, … weiter lesen

30.05.2010 von Christian Ihle
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Schmähkritik (330): Mr. Big aus “Sex & The City”

von Christian Ihle

“Back to the humdrum married life of our gal Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker) and the loathsome Mr. Big (Chris Noth). Carrie, honey, how can you endure life with this purring, narcissistic, soft-velvet idiot? He speaks loudly enough to be heard mostly by himself, his most appreciative audience. And he never wants to leave the house at night, preferring to watch classic black-and-white movies on TV. This leads to a marital crisis. Carrie thinks they should talk more. But sweetheart, Mr. Big has nothing to say. At least he’s provided you with a Manhattan apartment that looks like an Architectural Digest wet dream.”

…so Roger Ebert in der Sun Times. Auch der restliche Film war nicht seine Tasse Tee: … weiter lesen

29.05.2010 von Christian Ihle
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Der schlechteste Sänger der deutschen Pop-Geschichte? Uli Borowka!

von Christian Ihle

Es ist wohl schon gut fünfzehn Jahre her als ich “Barfuß oder Lackschuh”, die Coverversion der Dimple Minds mit dem Abwehrrecken und Exnationalspieler Uli Borowka (Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach, Widzew Lodz) in einem Laden entdeckte. Natürlich hatte ich kein verzärteltes Postrockmeisterwerk erwartet und war schon auf gegröhlten Gossenalkpunk eingestellt, aber was der gute Uli Borowka, der einst selbst Guido Buchwald zum Weinen brachte, dann bei seinem Einsatz ab 0:38 brachte, das war nun wirklich kaum zu glauben:

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28.05.2010 von Christian Ihle
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My Favourite Records mit Ash

von Christian Ihle

Ach, Ash! Helden meiner Jugend! Und: die erste Band, die ich verehrt habe, die jünger war als ich, was sie mir frecherweise auch noch unter die Nase rieben, indem sie ihr Debütalbum “1977″ nach ihrem Geburtsjahrgang benannten!

Schön zu sehen, dass die – nach Verlust der zauberhaften Charlotte Heatherley – wieder als Dreimannband auftretenden Nordiren immer noch ihre ewige Teenagermusik spielen können, ohne dabei albern zu wirken, wie die jüngste Singles-Compilation “A-Z” noch einmal unter Beweis stellte. Zweifler mögen “Joy Kicks Darkness” hören!

Your three favourite Punk singles/songs?

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* Teenage Kicks. The Undertones.
* Straight to Hell. The Clash.
* Sheena is a Punk Rocker. The Ramones. … weiter lesen

27.05.2010 von Christian Ihle
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Schmähkritik (329): Gary Lightbody und Snow Patrol

von Christian Ihle

“Gary Lightbody began the decade as the gormless, floppy-haired frontman of a no-mark, studenty indie band and ended it much the same. Yet somewhere in between, he managed to sell 10m albums and ruin the romantic denouement of every TV miniseries with his insistently bland and wheedling marshmallow rock. To be fair, the other members of Snow Patrol are probably equally deserving of a spell in the stocks, if only we had the faintest clue who they were or what they looked like.” … weiter lesen

26.05.2010 von Christian Ihle
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The Miserable Rich: Drinks, „Double Dutch“, deutsches Kino

von Christian Ihle

„Of Flight And Fury“ heißt das zweite Album des Kammerquintetts The Miserable Rich. Es handelt von Drogen, Wut, Sommer, Hoffnung und Schmerz und ist eine ziemlich gute Sozialstudie zur Finanzkrise. Bevor die Männer aus Brighton ein großartiges Showcase in einer Berliner Fabrikwohnung ablieferten, verriet uns Sänger James de Malplaquet seine Theorie zum Grunge, seinen persönlichen Titelsong für die WM 2010 und seine Lieblingsdrinks.

Popblog: Woher kommt der Albumtitel „Of Flight And Fury“?

James de Malplaquet: Viele Leute haben ein anstrengendes Jahr hinter sich, nicht nur wir. Die Wut über die Finanzkrise war deutlich spürbar. Der Albumtitel handelt von dieser Wut. Aber auch von Eskapismus in Form von Romantik, Poesie und Drogenmissbrauch. Unsere Musik hat ebenfalls zwei Seiten: die eine ist leidenschaftlich, brutal und aufgeladen, die andere sehr sanft und gelassen.

Ihr vertretet die Theorie, dass aus wohlhabenden Ländern überwiegend traurige und aus ärmlichen Ländern fröhliche Musik kommt.

James de Malplaquet: Die Theorie ist nicht absolut. Aber es ist erwiesen, dass in Kriegszeiten aus Europa sehr viel fröhliche Musik kam. Meiner Meinung nach steht amerikanische Grunge-Musik für den Höhepunkt westlichen Reichtums. … weiter lesen

25.05.2010 von Christian Ihle
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Schmähkritik (328): Der Film “Nightmare On Elm Street”

von Christian Ihle

“Die Geisterbahn einer Dorfkirmes ist spannender: Vom anspielungsreichen Charme des Gruselklassikers “Nightmare on Elm Street” ist im Remake nichts mehr übrig. Statt handfestem Horror gibt es schmierige Sozialkritik. Ein Kino-Alptraum.

(…) Umso trauriger nun zu sehen, wie ein uninspirierter Aufguss die Grundidee in knapp 90 Minuten komplett verhunzen kann. Dabei ist das Maß an Phantasielosigkeit und Zynismus das einzig Erschreckende, was … weiter lesen

24.05.2010 von Christian Ihle
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All Tomorrow’s Parties

von Christian Ihle

Auf den ersten Blick: eine Himmelshochzeit! Da feiert das indier-than-thou-Festival All Tomorrow’s Parties seinen zehnjährigen Geburtstag und verpflichtet den Über-DIY-Regisseur Jonathan Caouette („Tarnation“) für eine Dokumentation. All Tomorrow’s Parties versteht sich als das „andere Festival“: alles, was den gemeinen Cordhosen- & Kastenbrillenträger auf ROCK-Festivals nervt, wird eliminiert. Übernachten in Chalets, keine kommerzträchtigen Headliner, sondern von Künstlern kuratiertes Programm! Gibt man nun Caouette die Aufgabe, eine „Dokumentation“ zu drehen, darf es nicht wundern, wenn keine geradlinig erzählte Geschichte eines Festivals präsentiert wird, sondern eine Collage aus zehn Jahren Festivalgefühl. Und natürlich gibt es kein besseres Argument pro ATP als Daniel Johnston nachmittags auf einem Rasen sitzend Gitarre spielen zu sehen. In diesen Momenten wird die Idee des ATP als antikommerziellem Festival deutlich, die auch mittels Gesprächen über die Abschaffung des Kapitalismus auf der Tonspur befördert wird. Doch wird jene Idee des Antikommerziellen nie wirklich ausformuliert. Wir erfahren nichts über die Hintergründe, ob ATP sich nun tatsächlich in der Finanzierung von anderen Festivals unterscheidet, wir wissen nie, ob ATP nicht doch nur geschickte Vermarktung des „anderen Festivals“ ist oder ob Altruismus tatsächlich dem Kapitalismus eine lange Nase dreht. … weiter lesen

23.05.2010 von Christian Ihle
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Ticketverlosung: William Fitzsimmons

von Christian Ihle

Nachdem der bärtige Folksänger eines unserer schönsten My-Favourite-Records-Interviews geliefert hatte, freuen wir uns natürlich, Euch deutschlandweit Eintrittskarten für seine derzeit laufende Deutschland-Tour schenken zu können.

Pro Stadt gilt: 1×2 Karten, bei e-Mail an ihle.christian at googlemail.com!

24.05.10: Düsseldorf – Zakk
25.05.10: Frankfurt – Mousonturm
26.05.10: Hannover – Faust / 60er Jahre Halle
27.05.10: Bremen – Lagerhaus
30.05.10: Erlangen – Markgrafentheater
31.05.10: München – Feierwerk
01.06.10: Wien – Haus der Musik 10 Jahre
02.06.10: Hartberg (AT) – Rittersaal im Schloß Hartberg
03.06.10: Zürich – Rote Fabrik
05.06.10: Freiburg ­– Jazzhaus
06.06.10: Stuttgart – Wagenhallen
07.06.10: Saarbrücken Garage
08.06.10: Osnabrück – Lagerhalle
09.06.10: Heidelberg – Karlstorbahnhof

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22.05.2010 von Christian Ihle
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Don’t Mention The War (13): Alec Empire (Atari Teenage Riot)

von Christian Ihle

Der britische NME präsentiert in einem Feature die 20 “greatest unsung heroes” und erwischt erstaunlich viele hier ebenfalls hochgeschätzte Künstler: unter anderem Bill Drummond, Billy Childish, Lydia Lunch, Dan Treacy, Richard Hell, Alex Chilton und Mark E. Smith (als “Sieger”).
Zwischen all die großen Namen hat es überraschenderweise auch der Berliner Alec Empire von Atari Teenage Riot geschafft:

“Atari Teenage Riot’s record “Live At Brixton Academy 1999″ was the first album to ever score 11/10 in NME. There’s a valid reason for this – it is TERRIFYING. It’s such an insane act of cutting off your nose to spit your face- of hijacking your own gig to turn it into a half-hour of blank white noise, then releasing it.
With Atari, Alex Empire invented digital hardcore and reconnected techno with politics, while as a label boss of Digital Hardcore Recordings, he’s been the leading light in the Berlin

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