31.08.2008 von Christian Ihle
“The Notwist sind das Werder Bremen der Indiemusik. Die Band aus Weilheim gilt als zurückhaltend und verschroben. Ihr Verhältnis zum Klang ist weniger funktional denn spielerisch, sie sind sozusagen die Antithese der Ergebnismusik.
(…)
… weiter lesen
30.08.2008 von Christian Ihle
So So Modern – Friends And Fires

“High Performance With High Ethics” – was im Wirtschaftsslang-Kontext wie eine hohle Phrase klingt, wird bei So So Modern zur Lebenseinstellung. Ein ganzes Album voller Amphetamine.
Die quakigen Wave-Punks aus Wellington haben ein Debütalbum, das eigentlich gar keines ist. Denn “Friends And Fires” kommt im Titel nicht ohne den Zusatz “+ 000 EPs” aus. Das muss man wissen, sonst könnte man schnell glauben, hier handele es sich um ein Debüt. Die DIY-Attitüde der Neuseeländer aber hat dazu geführt, dass die unzähligen EPs und Singles nun auf einer Platte vereint wurden. Da macht es für Interessenten ohne entsprechenden subkulturellen Background leichter, Zugang zu finden. … weiter lesen
29.08.2008 von Christian Ihle
Eden Lake (UK, James Watkins)
Nachdem man sich in den letzten Jahren immer entschlossen hatte, lustige Blutspritzereien zum Festivalauftakt zu servieren, ist Eden Lake dagegen ein knochentrockener Thriller, der Humor nicht mal erkennen würde, wenn ihm Mario Barth einen Frauenwitz erzählt. Und das ist natürlich auch gut so, denn diese „Deliverance” goes „Kids“-Variante rührt an ein Thema, das schwer verdaulich ist: Gewalt gegen Jugendliche und Gewalt durch Jugendliche.
… weiter lesen
28.08.2008 von Christian Ihle
Für den Eingeweihten ist dieses Album nicht weniger eine Überraschung als für all jene, die von Reinhold Messners new favourite band noch gar nichts gehört haben. Kurz zur Erklärung: bei Yeti handelt es sich sozusagen um die dritte Post-Libertines-Band. Während Hutfetischist Doherty mit den Babyshambles auftritt, sind Gitarrist und Drummer zu den Dirty Pretty Things gewechselt. John Hassall, ehemaliger Bassist der wichtigsten britischen Band dieses Jahrzehnts, ging dagegen eigene Wege und gründete „Yeti“.

… weiter lesen
27.08.2008 von Christian Ihle
Man ist vom Veröffentlichungseifer der meistunterschätzten deutschen Gitarrenband diesmal doch regelrecht überrascht. Nicht umsonst betitelten sie ihr Debütalbum „These Rooms Are Made For Waiting“, denn auf Lebenszeichen von Sport zu warten, hieß bisweilen Geduld und Langmut zu beweisen. Doch nach dem wuchtigen „Aufstieg und Fall der Gruppe Sport“ aus dem Herbst 2006, das ihnen so enorm episch geraten war wie der Name vermuten lässt, legen die drei Hamburger diesmal sofort „Unter den Wolken“ nach.

… weiter lesen
26.08.2008 von Christian Ihle
Die kommentierte Playlist…
… weiter lesen
25.08.2008 von Christian Ihle
Warum sind es eigentlich immer die ganz großen Erneuerer der Popmusik, die ihre Kinder zumindest äußerlich nach ihrem Ebenbild formen? John und Julian Lennon, anyone? Oder: Bob und Jakob Dylan!
Damit erschöpft es sich zumindest bei letzterem glücklicherweise nicht.

… weiter lesen
24.08.2008 von Christian Ihle
“The Monkees haven’t split up they’re just going under the name as the Kaiser Chiefs. I done drugs for 18 years, 365 days in a row for 18 years, I never got that bad that I would go ‘You know what, I think the Kaiser Chiefs are brilliant!’. Kaiser idiots. Anybody whose drummer writes the songs are not to be trusted.”
(Noel Gallagher auf BBC Radio 1 über die Kaiser Chiefs)
Weiteres:
* Nr. 109: Noel Gallagher über Mark Ronson
22.08.2008 von Christian Ihle
Dirty Pretty Things – Romance At Short Notice

Ach, Carl! Ja, wirklich, alle sind so undankbar! Da ist der alte Kumpel, der über die Bühnen torkelt, so er sie denn betritt, hier mal ’nen Song schreibt, da mal mit Amy Winemouse spielt und die ganze Welt widmet ihm Zeitungsseiten und Diskussionsrunden bei jeder Regung. Du dagegen: der nicest man in rock, wäschst nie dreckige Wäsche, sagst kein böses Wort und bemühst Dich einfach, mit deiner neuen Band erfolgreich zu sein. Es ist ja auch so vieles richtig daran: Euer alter Drummer sitzt mit im Boot, Didz von der Cooper Temple Clause ist bei Euch untergekommen, auch Eurem ehemaligen Tourgitarristen bietest du ein musikalisches Dach über dem Lockenkopf. Eine schöne Last Gang In Town Mentalität bildet sich heraus, ganz wie Dein alter Produzent Mick Jones damals vor vielen, vielen Jahren gesungen hatte. … weiter lesen
21.08.2008 von Christian Ihle
Ein wenig erinnert der momentane Stand des Fantasy Film Fests an das, was gerade mit der landläufig „Indie“ genannten Musiksparte passiert: einst an den Rändern arbeitend und auf einmal vom Mainstream eingeholt. Sowohl der drastische Horrorfilm als auch das asiatische Kino, zwei der Sparten, um deren Förderung sich das FFF besonders verdient gemacht hat, sind in der Zwischenzeit in unseren Multiplexen angekommen.
Das kann natürlich nicht dem FFF vorgeworfen werden, aber dadurch wird die Entdeckungsreise weniger aufregend, was sich auch im diesjährigen Programm widerspiegelt: zwar kaum richtige Rohrkrepierer, aber auch wenig Anwärter auf den Film des Jahres. Wobei die Rohrkrepiereraussage eingeschränkt werden muss, denn nicht umsonst werden wohl (die von mir nicht gesehenen) „Lady Blood“ und „Trailer Park Of Terror“ nach der Berliner Aufführung in dieser Startwoche in allen anderen Festivalstädten aus dem Programm genommen…

Fantasy Filmfest, gestern
… weiter lesen