29.04.2008 von Christian Ihle
anlässlich der Verleihung der Deutschen Filmpreise durch die Deutsche Filmakademie:
“Man würde sich allerdings wünschen, dass es der Akademie irgendwann gelingt, selbstbewusster aufzutreten und die Vorwärtsverteidigung zu wählen. Schließlich kann man sich auch in Hollywood mit noch so großen Kassenerfolgen nicht automatisch ein Ticket für die Oscars erkaufen. Das hatte auch Staatsminister Bernd Neumann begriffen, gratulierte aber trotzdem ganz herzlich zu den sechs Millionen Zuschauern (Anm: für “Keinohrhasen”, der aber für keinen der Preise nominiert war, was wiederum Til Schweiger kritisierte), als gehe es darum, beim Vertretertreffen den Mitarbeiter des Monats auszuzeichnen.
Und auch bei der Verleihung der Lolas in Gold, Silber und Bronze fing er wieder an, von den gesunkenen Marktanteilen im letzten und den gestiegenen in diesem Jahr zu schwafeln, als befände er sich auf der Bilanzpressekonferenz eines Pharmakonzerns und als gehe es nicht darum, die nach Meinung der Akademie drei besten deutschen Filme… weiter lesen
24.04.2008 von Christian Ihle
Gerade eben waren Tord Øverland Knudsen (Bass), Dan Haggis (Schlagzeug) und Matthew “Murph” Murphy (Gesang und Gitarre) von den Wombats auf Tour in Deutschland unterwegs. Ihre Platte „A Guide to Love, Loss and Desperation“ schaffte es auf Platz 11 der britischen Albumcharts. Und irgendwie kriegt man so das Gefühl das es sich hierbei nicht um ein Märchen im Stile der Arctic Monkeys handelt.
Just for the Craic
Craic heißt soviel wie ‘enjoyable time spent with other people, especially when the conversation is entertaining and amusing’. Kann man sich schon vorstellen, dass die Wombats aus Liverpool das ernst meinen. Lieber auf “what scientists believe to be the longest and most excruciating UK tour known to rock” unterwegs, anstatt sich den Kopf drüber zu zerbrechen wie es denn bloß weiter gehen soll mit der Karriere. Platte in Japan raus bringen? Geiler Scheiß, machen wir. Auch wenn sie damals gar keinen wirklichen Plattenvertrag… weiter lesen
23.04.2008 von Christian Ihle & Horst Motor
Spätestens seit der berüchtigten “Dig!” Dokumentation über Lebensweg und Karriereverlauf der beiden Frontmänner Courtney Taylor-Taylor (Dandy Warhols) und Anton Newcombe (Brian Jonestown Massacre) hat letzterer eine Bekanntheit erreicht, die er mit seiner Band lange zu erspielen suchte.

… weiter lesen
22.04.2008 von Christian Ihle & Horst Motor
Vor zwei Wochen moderierte das Popblog zum ersten Mal die Mixtape-Sendung bei ByteFM.
Wer damals nicht zuhören konnte, aber verdammt noch mal wissen möchte, was wir über England zu erzählen hatten, der kann das Ganze jetzt noch einmal auf unserem Schwesterblog “Abenteuer & Freiheit” nachhören: Download-Link
Playlist: … weiter lesen
21.04.2008 von Christian Ihle
Weil es gerade so schön zur Hoeness’schen Matthäus-Schmähkritik passt, noch eine kleine Geschichte zu dem Mann, der am liebsten von sich selbst in der dritten Person spricht.
… weiter lesen
19.04.2008 von Christian Ihle
„Hoffentlich hat die Frau Merkel demnächst nicht so viel Arbeit, die diplomatischen Beziehungen zu verbessern.“
(Uli Hoeness über Lothar Matthäus’ neues Trainerstation in Israel)
18.04.2008 von Christian Ihle
Der britische Plattenkäufer ist auch nicht besser! Da strömen die Engländer in die Plattenläden, um die von der Industrie protegierten Jungschnepfen Adele und Duffy auf Platz eins zu kaufen, wohingegen die Mädchen, die wirklich mit Seele und Hirn am Start sind, ihres Erfolgs weiter harren dürfen und Emmy The Great noch nicht einmal einen Plattenvertrag hat. Laura Marling ist da – obwohl noch jünger – schon ein Schrittchen weiter.
… weiter lesen
17.04.2008 von Christian Ihle
“Ein Flickenteppich in Schwarz und Gelb, ein Patchwork-Team, dessen Spieler immer wieder neu den Eindruck erwecken, als seien sie sich erst unmittelbar vor Spielbeginn vorgestellt worden.”
(Thomas Hennecke, kicker sportmagazin)
16.04.2008 von Christian Ihle & Horst Motor
The Gutter Twins – Saturnalia
Christiane Rösinger sieht in ihrem Buch „Das schöne Leben“ einen „neuen Optimismus“ herauf ziehen und meint damit eine Bewegung, deren Konsens in der zweifelhaften Annahme besteht, dass nicht alles schlecht sei, man schon irgendwie zurecht komme. Wen sie damit genau meint bleibt zwar etwas unklar. Wer sich hingegen nicht angesprochen fühlen sollte, liegt auf der Hand. Die Gutter Twins liefern ein Manifest gegen diesen beschworenen Optimismus. Greg Dulli (Afghan Whigs, Twilight Singers) und Mark Lanegan (Screaming Trees, Queens of the Stone Age) haben sich ein weiteres Mal an die Instrumente geschleppt. Herrlich, hier wird Hardrock noch mit H geschrieben, denkt man sich ob des überzogenen Pathos etwas amüsiert, doch schwindet die gute Laune mit jeder weiteren Sekunde dieses tonnenschweren Machwerks. Die beiden betagten Herren kooperieren nicht, sie kollabieren! Saturnalia ist pompös, stellt den Glanz und die Herrlichkeit einer düsteren Abgründigkeit zur… weiter lesen
15.04.2008 von Christian Ihle
Weniger ist mehr. Zwar mag uns Antony von den Johnsons justament mit einem Discoknaller, den man dem alten Theatraliker so nicht zugetraut hätte, überraschen, aber vielleicht ist der Weg des Wahl-New-Yorker-Riesen auf den Dancefloor ja auch der einzig richtige tritt doch in diesen Monaten ein anderer Wahl-New-Yorker auf den Plan, dessen Songs unweigerlich an Antony erinnern, ihm aber sogar etwas voraus haben – nämlich das Weniger.
… weiter lesen