31.01.2009 von Christian Ihle
Der RollingStone nimmt eine Rezension des IndieTravelGuides zum Anlass, dann doch mal lieber wieder auf Thees Uhlmann einzuprügeln:
“Ist demnächst eine ausgedehnte Städtereise über den ganzen Globus geplant? Doch wohin, wenn man die örtliche Szene nicht kennt? Der “Indie Travel Guide” (Rockbuch, 19,90 Euro) kann helfen, die üblichen Touristenfallen zu umschiffen, Gleichgesinnte zu treffen und sich auf die Spuren seiner Lieblingsbands zu begeben.
(…)
Immerhin kann man diesen ungewöhnlichen Reiseführer auch zu Rate ziehen, wenn man wissen will, wie beispielsweise Tomte-Sänger Thees Uhlmann aus dem Wege zu gehen ist; der quatscht in seinem faden Berlin-Beitrag unentwegt über seine Freundin, die ihm offenbar bei der Kleiderwahl unter die Arme greifen muss.” … weiter lesen
30.01.2009 von Christian Ihle
Heute erscheint eine der besten deutschen Platten des Jahres. Ja, ich weiß, es ist Januar, aber hilft ja doch nichts: “Vom Feuer der Gaben” von Klez.E ist atemberaubend gut geworden.

Deshalb freuen wir uns natürlich besonders, dass Sänger Tobias Siebert sich die Zeit genommen hat, um mit dem Popblog “My Favourite Records” zu spielen. Man sieht sich dann in den Jahrescharts!
* Die drei besten Punksongs/-singles?
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29.01.2009 von Christian Ihle
Dass der britische Guardian im Bereich der Popkultur-Blogs herausragend ist, sollte weitestgehend bekannt sein. Auf eine besonders hübsche Idee sei nun einmal explizit hingewiesen:
Pop Maths!
Die Idee ist so einfach wie großartig: der Guardian stellt seinen Bloglesern Rechenaufgaben, die er mit Bandnamen verschlüsselt – man muss die Bandnamen richtig erraten, um die Zahlen einsetzen zu können, die wiederum ein (zählbares) Endergebnis ergeben, von dem aus auf den Lösungs-Bandnamen geschlossen werden kann.
Häh? Gar nicht so schwer, wie wir an einem Beispiel aus dieser Woche durchexerzieren wollen.
Die Rechenaufgaben:

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28.01.2009 von Christian Ihle
Dieser Artikel aus dem britischen Guardian ist zwar schon etwas älter, aber Idee und Ausführung gut genug, ihn dennoch hier einmal ausfürlich zu zitieren.
Ever get the feeling you’ve been cheated? It’s meant to be a classic album, but all you can hear is a load of boring tripe… titelte der Guardian und bat Künstler, ihre liebste heilige Kuh zu schlachten: eine jener Platten, die normalerweise außerhalb jeder Diskussion stehen.
Dass sich mancher hier auf dünnes Eis begibt (Hallo, Luke Pritchard von den Kooks!), liegt in der Natur der Sache und erhöht den Lesespaß nur noch. Andere, wie der große Billy Childish, begründen dagegen völlig nachvollziehbar, warum ein “Meisterwerk” eben doch nicht mehr als ein aufgeblasenes Ereignis war. Einige schöne Stellen:
Billy Childish über The Beatles: “Sgt Pepper’s Lonely Hearts Club Band”
“Sgt Pepper signalled the death of rock’n'roll. Rock’n'roll is meant to be full of vitality and energy, and this album isn’t. It sounds like it took six months to shit out. The Beatles were the victims of their success. This is middle-of-the-road rock music for plumbers. Or people who drive round in Citroens – the sort of corporate hippies who ruined rock music. … weiter lesen
27.01.2009 von Christian Ihle
“In der letzten Staffel hatten wir Julia Biedermann, die gleichzeitig im “Playboy” mit Hochglanzbildern war und im Camp aussah wie Rod Stewart nach einer durchsoffenen Nacht.”
(Markus Küttner, Ressortleiter Comedyshow bei RTL im Interview mit dem Fernsehblog der FAZ)
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26.01.2009 von Christian Ihle
Heinz Strunk veröffentlicht dieser Tage “Fleckenteufel”, das dritte Buch und nur wenige Wochen, nachdem “Die Zunge Europas” das Licht der Welt erblickt hat. Wie viel Kalkül dahinter steckt, ist schwer abzuschätzen. Heinz Strunk will eben, das hat er früher schon gesagt, endlich mal “richtig abmelken”. Ein legitimes Ziel, vor allem bei einem solchen unverwechselbaren Humor. Die Romanfiguren Strunks sind verzweifelte Charaktere mit dem Hang zu schwerer Melancholie und einem beißenden Spott. Sie sind neidgeplagte Figürchen, die an der Welt kranken. Eine unsichtbare Grenze trennt sie von den Reichen und Schönen, den Glücklichen und Zufriedenen. Das besondere an Heinz Strunks Protagonisten: sie nehmen sich selbst nicht aus der Schusslinie. Gerade deshalb verdient Strunk mehr Beachtung, als ihm momentan zuteil wird. Welche Rolle spielt da schon ein öder Marketing-Trick…?
Popblog: “Fleckenteufel” und “Feuchtgebiete” werden gern in Verbindung gebracht. Nervt dich das?
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25.01.2009 von Christian Ihle
Zwei schöne Stellen aus einem Interview des stern mit Frank Zander:
“Es ist schon verrückt, noch heute mailen mir Jugendliche: “Hey, Zander, du bist der Erfinder des Gothic in Deutschland!” Ich war halt der Erste, der hier düstere Gruselsongs mit schwarzem Humor gemacht hat.”
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24.01.2009 von Christian Ihle
“The answer should be, “Hey Michael [Stipe] what would happen if you sat down and actually thought this shit out for 10 minutes?” I mean, no offence but there’s a slight difference between Monster and Fables Of The Reconstruction and we all know what that is; it’s a level of giving a fuck. $80m will do that to anyone who has a credit card and access to a Barney’s. I have seen the band since and I say all this as a fan, by the way.”
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23.01.2009 von Christian Ihle
“Da Kanye West nicht mehr so viel rappen will, aber auch nicht singen kann, bedient er sich des Auto-Tuners – auch bekannt als Cher-Effekt. Wenn man geschickt auf diesen Studioeffekt hinkomponiert überschlägt sich die Stimme und klingt android. Wohldosiert ist das ein lustiger Effekt, aber über die Dauer einer Stunde nicht zu ertragen. Oder wie der amerikanische Komiker Stephen Colbert sagt: “Wie kann Kanye West die Stimme einer Generation sein, wenn er nicht einmal die Stimme seines eigenen Albums ist?”
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22.01.2009 von Christian Ihle
In dieser Kategorie finden sich zumeist jene Bands wieder, denen man zwar von Herzen allen Erfolg wünscht, die aber normalerweise unter dem kommerziellen Radar hindurchfliegen. Immerhin, im letzten Jahr schütteten wir kübelweise Lob über unsere liebsten Los-Angeles-Art-Punks No Age und die erreichten dann dank eines Wechsels zum Sub-Pop-Label doch erheblich größere Aufmerksamkeit als noch 2007 vermutet.
Lovvers

Dass die Lovvers aus England zuletzt mit Abe Vigoda und Mika Miko aus dem Umfeld des Smell Clubs in Los Angeles auf Deutschlandtour waren, zeigt schon: hier handelt es sich mitnichten um eine der in den letzten Jahren so beliebte verwässerte Libertines-Version, die sich am guten alten Punk orientiert ihn aber auf Radiotauglichkeit bürstet, sondern um eine kompromisslosere Variante. Zwar nicht so kunstbeflissen wie ihre amerikanischen Kollegen setzen Lovvers aber ebenso sehr auf Lärm, Lärm, Lärm. Und doch rutschen ihnen immer wieder Melodien durch, die sie zu Höherem berufen.

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