31.08.2009 von Christian Ihle
Es ist ja nicht so, dass sich Oasis noch nie gestritten, geprügelt oder getrennt hätten! Was haben wir nicht schon alles erlebt: ein kurzfristig abgesagtes Konzert in München, nachdem Liam italienische Touristen in der Hotelbar des Bayrischen Hofs mit Nüsschen beworfen hat und dafür einen Messingleuchter in die Fresse bekam. Einen desaströsen Auftritt ohne Noel bei Rock im Park, als Liam das Schiff Oasis ohne seinen großen Bruder durch die Weltmeere lenken wollte – was ihm auch hoffentlich eine Lehre sein sollte, dass er selbiges nicht noch einmal probiert! Oder der berühmte Ausstieg von Liam am Tag des Starts einer US-Tour, weil er sich ein Haus suchen wollte…
So sind wir uns natürlich immer noch nicht sicher, ob der Ausstieg von Noel endgültig ist, ob Liam alleine unter dem Namen Oasis weiter machen will oder ob sich doch alles in einigen Monaten in Wohlgefallen auflösen wird – aber auch der fantastische Auftritt auf dem Melt-Festival hatte wieder daran erinnert, dass es einmal eine Zeit gab, in der Oasis tatsächlich die Welt beherrscht hatten, als ihre B-Seiten so gut waren dass andere Bands sich die rechte Hand dafür abgeschnitten hätten, sich diese als größte Hitsingle ihrer Karriere einzuverleiben.
Deshalb ein kleiner Rückblick: die sechs besten Oasis-B-Seiten!
6. Headshrinker (b-Seite von “Some Might Say”)
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30.08.2009 von Christian Ihle
Letzen Montag war man beinahe geschockt vom nicht vermuteten Geschmack, den die deutschen Kinogänger am vorangegangenen Wochenende bewiesen. Nicht etwa Hape Kerkelings mediales Dauerfeuer Horst Schlämmer war der meistbesuchte Film der Woche, sondern Tarantinos “Inglorious Basterds” – und dabei sind Tarantinos deutsche Einspielergebnisse im Vergleich zu seinem Bekanntheitsgrad normalerweise immer wieder beschämend. Doch letztes Wochenende hieß es 350.000 für die Nazijäger und nur 320.000 für Grevenbroich.
Was wir an Tarantino neben seinen wundervollen Filmen natürlich immer am meisten geschätzt haben, war seine Fähigkeit, sich sein Fanboy-Dasein auch dann nicht austreiben zu lassen, als er der bekannteste Regisseur der Welt geworden war. So wie er in den 90er “Chungking Express” von Wong Kar-Wai in seiner “Tarantino präsentiert”-Reihe dem westlichen Publikum vorgesetzt hat oder seine obskuren B-Movies im Tarantino-Fest präsentierte (und später dann mit Kill Bill 1 und Death Proof aus diesen Referenzen gleich zwei ganze Filme bastelte), war Tarantino sich nie zu schade, Filme von Kollegen zu loben und enthusiastische Interviews darüber zu geben.
So ist natürlich besonders interessant, welche 20 Filme seit seinem ersten Jahr als Regisseur, also 1992 (Reservoir Dogs), Tarantino auswählen würde:

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29.08.2009 von Christian Ihle
Sollten sich Oasis heute tatsächlich aufgelöst haben, hier in Gedenken an die große Band der 90er ein Liam-Gallagher-Zitat zur Blur-Reunion:
“I’m right into it, because it’ll finish off the Kaiser Chiefs and put them to bed. There’s nothing worse than a shit Blur.”
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28.08.2009 von Christian Ihle

Dass das britische Moshi Moshi – Label mit Slow Club einen Folk-Act verpflichtet hatte, obwohl es bisher mehr für seinen guten Geschmack im Spannungsfeld von Indie und Electro bekannt war, zeigt schon, dass die beiden jungen Briten gehöriges Potential haben sollten.
War jene erste Moshi Moshi – Single („Because We’re Dead“) dann auch gleich einmal ein Ausrufezeichen und ein Beispiel dafür, wie die White Stripes in ihren akustischen Momenten klingen könnten, wären sie nicht mit dem Deltablues aufgewachsen, so überraschten Folgesongs wie „It Doesn’t Have To Be Beautiful“ mit einem erstaunlich großen Wall Of Sound, den man dieser minimalistischen Gitarre-und-Schlagzeug-Besetzung gar nicht zugetraut hätte. … weiter lesen
27.08.2009 von Christian Ihle
Wie gerne würde ich gerade die neue Dinosaur jr.-CD besprechen, nur: Ich hab sie gerade zur Post gebracht und an die Plattenfirma zurückgeschickt. Nein, Promos darf man eh behalten, das neue Dinosaur jr.-Album hab ich auch nicht geschickt bekommen. Ich hab es mir am Erscheinungstag noch vor dem 12-Uhr-Läuten im Tonträger-Fachgeschäft gekauft. Und ich finde die CD wie jede Dinosaur jr.-Platte und jedes J. Mascis-Soloalbum großartig (okay, das letzte Soloalbum nicht so). Weil J. Mascis alleine oder mit Band immer das Selbe macht. Sich nicht weiterentwickelt und das bitte auch nie machen wird. Dinosaur jr. stehen für fette Gitarrenwände und die Nuschel-Stimme von J. Mascis. Established 1983.

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26.08.2009 von Christian Ihle
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Ein wirklich viel versprechender Trailer für den Film zum zehnjährigen Immergut-Jubiläum. Besonders charmant, dass der Trailer gleichzeitig das tweehafte des Immerguts und den Wunsch zum Rocknroll einfängt. … weiter lesen
26.08.2009 von Christian Ihle
Thirst (Durst)

Park Chan-Wook ist spätestens mit Oldboy sowie dem Abschluß seiner “Rache-Trilogie”, Lady Vengeance, zum aufsehenerregendsten Regisseur Asiens geworden.
Kein Wunder, dass die Erwartungen an einen Film, den Park als Lieblingsprojekt bezeichnet und an dem er seit zehn Jahren arbeitete, in den Himmel schießen. Natürlich kann ein Regisseur mit der handwerklichen Brillanz Parks keinen schlechten Film abliefern, dazu sind viel zu viele Bilder, kleine Ideen und Anekdoten, die er in Thirst verpackt, zu bestechend. Aber dennoch leidet Thirst wie bereits der bezaubernde Vorgänger “I’m A Cyborg But That’s OK” an einem ähnlichen Grundproblem: bei aller visuellen Stärke, bei all den guten kleinen Szenen bekommt Park dennoch das Drehbuch nicht so in den Griff, dass er die Geschichte stringend erzählen könnte.

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25.08.2009 von Christian Ihle
Der Tagesspiegel aus Berlin äußert sich noch einmal über die Entscheidung der TAZ wegen der hohen “Sicherheitshürden” für Journalisten bei der Leichtathletik-WM auf eine Berichterstattung über das Ereignis zu verzichten:
“Zum Glück geht es nur um die Leichtathletik-WM. Zum Glück ist die TAZ nicht schon anlässlich des G-8-Gipfels von Heiligendamm auf die Idee gekommen, sich durch strenges Ignorieren dem Sicherheitswahn entgegenzustemmen. Vielleicht sollten die TAZler doch noch einmal in Ruhe diskutieren. Denn so zeigt die Zeitung, die unbedingt neue “linke” Akzente setzen will, in erster Linie, als was sie sich positioniert: Primärquelle never, von Sympathie-Abos getragene Zweitzeitung forever.”
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25.08.2009 von Christian Ihle

Thomas Morr veröffentlicht auf seinem Berliner Mini-Label Morr Music nun schon seit zehn Jahren musikalische Kleinode, die abseits des Mainstreams Herzen öffnen. Liebevoll gestaltetes Artwork zeichnet Morr Music-Veröffentlichung ebenso aus wie musikalische Geschmackssicherheit.
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24.08.2009 von Christian Ihle
“Klaus Wowereit ist in Sachen Kunst der schlimmste Prolet, den ich in meinem ganzen Leben erlebt habe. Er ist der Mann, der sich erlaubt, was sich nicht einmal Adolf Hitler getraut hat.”
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